Oberschule

Die Oberschule umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 10. Sie vermittelt eine grundlegende und erweiterte allgemeine Bildung und umfasst den Bildungsgang zum Erwerb der erweiterten Berufsbildungsreife (EBR) und den Bildungsgang zum Erwerb der Fachoberschulreife (FOR). Die Oberschule hat die Aufgabe, neben einer gesicherten Grundbildung die Stärken und Begabungen der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler zu fördern, aber auch Hilfe bei Lernschwierigkeiten zu leisten. Besondere Aufgabe der Oberschule ist die Vermittlung von Qualifikationen und Kompetenzen für die spätere berufliche Entwicklung.

Oberschulen können ihre Unterrichtsorganisation in einem bestimmten Rahmen selbst festlegen. Es gibt Oberschulen, die ihre Schülerinnen und Schüler nach dem von ihnen angestrebten Abschluss in Klassen zusammenfassen (kooperativ organisierte Oberschule) und Oberschulen, die in einigen Fächern ein Kurssystem mit zwei Niveaustufen nutzen (integrativ organisierte Oberschule).

kooperativ organisierte Oberschule – in Klassen

Die kooperativ organisierte Oberschule bildet zum zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 7 bildungsgangbezogene Klassen (EBR-Klasse, FOR-Klasse). Jede Klasse ist damit einem festgelegten Abschluss zugeordnet. In der EBR-Klasse erfolgt der Unterricht in allen Fächern auf dem Niveau der grundlegenden Bildung. In der FOR-Klasse wird der Unterricht auf dem Niveau der erweiterten Bildung durchgeführt.

integrativ organisierte Oberschule – Kurssystem

Die integrativ organisierte Oberschule bildet zum zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 7 bildungsgangübergreifende Klassen. Die Schülerinnen und Schüler werden in einigen Fächern in Kursen nach ihrem jeweiligen Leistungsstand unterrichtet. Es gibt Kurse auf dem Niveau der grundlegenden Bildung (A-Kurs) sowie Kurse auf dem Niveau der erweiterten Bildung (B-Kurs).

Prüfungen und Abschlüsse am Ende der Jahrgangsstufe 10

An der Oberschule finden am Ende der Jahrgangsstufe 10 schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache/Englisch sowie eine mündliche Prüfung in einer spätestens in der Jahrgangsstufe 7 begonnenen Fremdsprache statt. Entscheidend für den erreichten schulischen Abschluss am Ende der Jahrgangsstufe 10 sind die Abschlussnoten in allen Fächern und nicht nur in den Prüfungsfächern.

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 können an der Oberschule folgende Abschlüsse erworben werden:

  • der Hauptschulabschluss/die Berufsbildungsreife wird mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 erworben,
  • der erweiterte Hauptschulabschluss/die erweiterte Berufsbildungsreife,
  • der Realschulabschluss/ die Fachoberschulreife,
  • die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.
Durchlässigkeit und Anschlussmöglichkeiten

Das Bildungssystem im Land Brandenburg ist durchlässig. Das bedeutet, dass eine Oberschülerin oder ein Oberschüler je nach Interesse und Leistungen bzw. erreichtem Abschluss nach der Jahrgangsstufe 10 eine Berufsausbildung beginnen, eine Fachoberschule besuchen oder an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe bzw. einem beruflichen Gymnasium das Abitur ablegen und danach ein Studium beginnen kann.

Übergang in die gymnasiale Oberstufe

Alle Schülerinnen und Schüler an Oberschulen, die am Ende der Jahrgangsstufe 10 auf dem Zeugnis den Vermerk über die "Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe" erhalten, sind zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt. Damit ist ein Schulplatz in der gymnasialen Oberstufe garantiert – wenn auch nicht an einer bestimmten Schule oder Schulform. Die gymnasiale Oberstufe kann an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe oder einem Beruflichen Gymnasium besucht werden. An diesen Schulformen kann ebenfalls ein vollwertiges und bundesweit anerkanntes Abitur erworben werden. Unterricht und Abiturprüfung erfolgen auf denselben Grundlagen wie am Gymnasium . Die gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe und an Beruflichen Gymnasien umfasst die Jahrgangsstufen 11 bis 13.

Für den Besuch der gymnasialen Oberstufe an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien ist eine Anmeldung an der Schule notwendig, die ab der Jahrgangsstufe 11 besucht werden soll. Die Anmeldung wird kurz nach Beginn des zweiten Schulhalbjahres der 10. Jahrgangsstufe erforderlich, d.h., der Zeitraum für diese Anmeldung liegt in der Regel in der ersten Märzhälfte eines jeden Jahres. Bei der Anmeldung ist es dringend erforderlich, dass neben der gewünschten Schule auch eine zweite Schule angegeben wird, an der ein Schulbesuch gewünscht wird. Damit kann das zuständige staatliche Schulamt schneller reagieren, wenn an der gewünschten Erstwunschschule keine Jahrgangsstufe 11 eingerichtet werden kann. Die jeweilige Entscheidung über die Einrichtung einer Jahrgangsstufe 11 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien wird getroffen, sobald fest steht, ob die erforderliche Mindestschülerzahl erreicht wurde. In jedem Fall ist es empfehlenswert, sich über das jeweilige Profil der zur Verfügung stehenden Schulen zu informieren. Dazu stehen Ihnen die Schulporträts, die Internetauftritte der Schulen und die Tage der offenen Tür, die fast jede Schule veranstaltet, zur Verfügung.


Interessante Links

Nebenan befinden sich ein paar interessante Links für Sie! Viel Spaß beim Betrachten dieser Webseite :)

Kategorien