Demokratiebildung in der Schule

Den Schulen in einer Demokratie kommt auch eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Bildung von eigenständig urteilsfähigen und engagierten demokratischen Bürgerinnen und Bürgern zu. In der Schule sollen nicht nur Kenntnisse über die Institutionen der demokratischen Gesellschaft in Deutschland vermittelt, sondern auch die Möglichkeit eröffnet werden, Demokratie als Lebensform zu erfahren. Schulen sollen den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich an der Gestaltung des Schullebens aktiv zu beteiligen und modellhaft demokratische Entscheidungsprozesse mitzugestalten. Sie sollen den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse vermitteln, die zum Verständnis der Demokratie als Herrschaftsform unerlässlich und die zum Verständnis der Durchsetzung der Demokratie gegen autoritäre Herrschaft und Diktatur notwendig sind. Schule soll das Engagement von einzelnen Demokraten in der Geschichte würdigen und insbesondere Bezüge zur lokalen Geschichte und zum Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler herstellen. Die Schülerinnen und Schüler sollen z. B. das Engagement der Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR, die sich mit ihren Demonstrationen in Zeiten der Friedlichen Revolution für die Demokratie einsetzten, als beispielgebend erkennen.

Mit „Hands for Kids“ haben das Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) und das American Jewish Committee mit der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie, Brandenburg (RAA Brandenburg) und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) ein Modellprojekt entwickelt, das eine möglichst frühzeitige, aktive Auseinandersetzung von Kindern mit demokratischen Grundwerten anregt. Zielgruppe sind Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Diese werden motiviert, ihre Lebenswelt aktiv zu gestalten.

Das gemeinsame Berliner und Brandenburger Demokratieprojekt „Hands Across the Campus“ stammt aus den USA und ist dort Teil der „Civic Education". Es wird in Deutschland seit 2003 in Kooperation zwischen dem American Jewish Committee, dem Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) sowie der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie, Brandenburg (RAA Brandenburg) umgesetzt. Hierbei handelt es sich um ein mehrfach durchgeführtes Demokratieprojekt für den Sek I-Bereich.

Außerdem sind alle Schülerinnen und Schülern aufgefordert, ihre demokratische Mitwirkung in der Schule aktiv zu gestalten. In Schülergremien auf Klassen- und Schulebene, Kreis- und Landesebene können sie gleichberechtigt ihre demokratischen Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte in der Schule wahrnehmen sich aktiv für ihre Schule ein, setzen, Vorschläge machen und mitentscheiden.


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