Eingliederungshilfen

Junge Menschen mit einer Behinderung haben Anspruch auf Unterstützung je nach Bedarf des Einzelfalls in ambulanter Form, in Tageseinrichtungen für Kinder oder in anderen teilstationären Einrichtungen, durch geeignete Pflegeeltern und in Einrichtungen über Tag und Nacht sowie sonstigen Wohnformen geleistet. Dabei ist in der Regel eine inklusive Teilhabe zu bevorzugen. Im Einzelfall kann auch ein spezielles Angebot die geeignete Hilfe sein. Die wichtigste Frage ist: Welches Angebot beinhaltet für den jeweiligen jungen Menschen die besten Möglichkeiten seiner Teilhabe und Entwicklung.

Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder © ruslanshug, fotolia.com

Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

im Kontext ambulanter Angebote, Tagesgruppen oder teilstationärer Einrichtungen, bei Pflegepersonen oder in stationären Einrichtungen bzw. sonstigen Wohnformen.


Seile © freshidea, fotolia.com

Stationäre Eingliederungshilfe

für Kinder und Jugendliche mit einer wesentlichen geistigen und/oder schwerstmehrfachen Behinderung.


Hände © Ocskay Bence, fotolia.com

Familien entlastender Dienst

Der Familien entlastende Dienst ist konzipiert für Eltern, die mit ihrem Kind und dessen Behinderung gemeinsam leben und dabei Entlastung benötigen.


Familie

Begleitete Elternschaft

Eltern mit geistiger Behinderung haben einen Rechtsanspruch auf Unterstützung in ihrem Elternsein, damit ihre Kinder gesund und altersgemäß entwickelt aufwachsen können.



Die Leistungsgrundlage für die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit seelischer Behinderung ist im § 35a im Sozialgesetzbuch VIII – Kinder und Jugendhilfe beschrieben. Anträge auf Eingliederungshilfe werden in den Jugendämtern der Landkreise und kreisfreien Städte gestellt, die auch für die Leistungsgewährung und die Planung der Hilfen zuständig sind.

Die Leistungsgrundlage für die Teilhabe junger Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung in den §§ 53, 54 im Sozialgesetzbuch XII – Sozialhilfe beschrieben. Die Beantragung erfolgt in den Sozialämtern der Landkreise und kreisfreien Städte, die auch für die Leistungsgewährung und die Planung der Hilfen zuständig sind.

In Fällen einer Mehrfachbehinderung (geistige und/oder körperliche sowie seelische Behinderung) ist bei der Prüfung eines Vor- und Nachrangs nicht auf eine Hauptursache, eine Haupthilfe oder einen Schwerpunkt des Bedarfs oder des Leistungszwecks abzustellen. Die Anwendung der Konkurrenzregelung des § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII setzt nur voraus, dass eine bestimmte Maßnahme sowohl vom Jugendhilfeträger nach dem SGB VIII als auch vom Sozialhilfeträger als Eingliederungshilfe nach dem SGB XII verlangt werden kann. Besteht ein Anspruch auf die gleiche Maßnahme einerseits als Hilfe zur Erziehung (§ 27 i. V. m. § 33 SGB VIII) oder als jugendhilferechtliche Eingliederungshilfe wegen Vorliegens einer seelischen Behinderung (§ 35 a SGB VIII) und andererseits als sozialhilferechtliche Eingliederungshilfe wegen geistiger bzw. körperlicher Behinderung ist die Leistung der Jugendhilfe nachrangig.



Interessante Links

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