Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement

Etwa ein Drittel aller über 14-jährigen Brandenburgerinnen und Brandenburger engagiert sich ehrenamtlich für das Wohl Aller, darunter sind Jugendliche wie auch Erwachsene. Die verschiedenen Formen des freiwilligen Engagements – Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, freiwillige Arbeit, Freiwilligendienste und Selbsthilfe – gehen in der Praxis häufig ineinander über. Gerade im Jugendbereich leisten Ehrenamtliche enorme Arbeit und versuchen, Kindern und Jugendliche positive Impulse zu geben, ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen, wichtige Werte wie Fairness, Zusammenhalt, Miteinander, Integration und Zielstrebigkeit zu vermitteln und ihre Persönlichkeit zu stärken.

Brandenburgerinnen und Brandenburger, die sich ehrenamtlich in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport herausragend engagieren, werden alljährlich beim Ehrenamtsempfang vom Bildungsminister geehrt. Darunter sind Menschen, die Flüchtlingskindern und -jugendlichen Deutsch beibringen, sie im Sportverein trainieren oder einfach nur gemeinsam singen. Andere fungieren als Lesepaten oder im Rahmen von Ganztagsangeboten an Schulen, unterstützen die „Netzwerke Gesunde Kinder“ oder sind bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Ehrenamtliches Engagement erfolgt in der Regel unentgeltlich. Für bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten wurden Steuerbefreiungen geschaffen.

Ehrenamt und Steuern

Die Broschüre „Ehrenamt und Steuern“ bietet einen ersten Überblick über die Pauschalen bei der Einkommensteuer für ehrenamtlich Tätige wie die

  • Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale
  • Steuerbefreiung für ehrenamtliche rechtliche Betreuer, Vormünder und Pfleger.
Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz

Damit engagierte Bürgerinnen und Bürger bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit vor Risiken besser abgesichert sind, hat die brandenburgische Landesregierung den Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz für diesen Personenkreis erweitert.

Anerkennung für ehrenamtliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement verdient Dank und Anerkennung. Im Land Brandenburg gibt es dafür eine Vielzahl von möglichen Anerkennungen für Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Zeit und Kraft dem Allgemeinwohl in vielfältiger Weise zur Verfügung stellen. Dazu gehören der jährliche Ehrenamtsempfang des Ministerpräsidenten sowie des Ministers für Bildung, Jugend und Sport, die Auszeichnung als „Ehrenamtler des Monats", den Freiwilligenpass, die Ehrenamtskarte oder die JugendleiterCard. Die zentrale Koordinierungsstelle der Landesregierung für das bürgerschaftliche Engagement ist die Staatskanzlei des Landes Brandenburg.

Erweitertes Führungszeugnis

Im Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist höchste Sorgfalt geboten. Wer mit Kindern und Jugendlichen – auch im Ehrenamt – arbeitet, wird mitunter um die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses gebeten. Das erweiterte Führungszeugnis wird erteilt:

  • wenn dies in einem Gesetz ausdrücklich vorgesehen ist, wie im Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) in § 72a, sowie
  • für die Prüfung der persönlichen Eignung für eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder eine Tätigkeit benötigt wird, die in vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen.

Kein Führungszeugnis benötigen:

  • Lesepaten, die im Rahmen des Unterrichts eingesetzt werden,
  • Eltern, die Schulfahrten oder Ausflüge begleiten,
  • Ehrenamtler für Tätigkeiten, die nicht im Rahmen schulischer Veranstaltungen erfolgen, z.B. solche eines Schulfördervereins (Basare, Hoffeste etc.),


Interessante Links

Nebenan befinden sich ein paar interessante Links für Sie! Viel Spaß beim Betrachten dieser Webseite :)

Kategorien