Angebote der Kindertagesbetreuung

Die Kommunen sind die Träger der Kita-Betreuung. Sie sorgen mit ausreichend großen Kitaangeboten dafür, dass der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erfüllt wird. Es gibt unterschiedliche Angebote, über die sich Eltern auf der Suche nach einem Betreuungsplatz informieren sollten.

Krippe, Kindergarten und Hort

Die Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten und Hort) unterstützen mit ihrer Bildungsarbeit die natürliche Neugier der Kinder, greifen ihre Themen auf und erweitern sie. Kitas fordern die eigenaktiven Bildungsprozesse der Kinder heraus, ergänzen und unterstützen die Erziehung in der Familie und ermöglichen den Kindern so Erfahrungen über den Familienrahmen hinaus. Es gibt:

  • die Kinderkrippe (Krippe) für die Kleinsten im Alter bis zu drei Jahren,
  • den Kindergarten für Kinder ab dem dritten Lebensjahr bis zur Einschulung sowie
  • den Hort für Schulkinder bis zur Jahrgangsstufe 6 für die Betreuung vor und insbesondere nach dem Unterricht sowie in den Schulferien.

Die Kitas leisten einen wesentlichen Beitrag, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Etwa 52 Prozent der Kindertagesstätten sind kommunale Einrichtungen; es gibt jedoch zunehmend mehr Einrichtungen in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände, von Kirchengemeinden, von Elterninitiativen usw. Auskunft über eine konkrete Krippe, einen Kindergarten oder Hort vor Ort gibt die Gemeinde, der Landkreis oder die Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Die Betreuungsquote der Kinder unter drei Jahren im Land Brandenburg beträgt 57 Prozent (2015) und die der Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung 97,5 Prozent. Damit ist Brandenburg bundesweit Spitze. 60 Prozent der Kinder im Grundschulalter besuchen einen Hort. Im Land Brandenburg gibt es 1.842 erlaubnispflichtige Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.

Die Personalausstattung wurde seit 2010 stetig verbessert und wird weiter ausgebaut. Für Kinder bis zum 3. Geburtstag wurde sie ab 1. August 2016 von zuvor 1:6 (bis Juli 2015) auf 1:5 verstärkt. Die Verbesserungen spiegeln sich seit 2010 in einer Erhöhung der Landeszuschüsse von etwa 158 Mio. Euro auf knapp 290 Mio. im Jahr 2016 wider.

Kindertagespflege

Die Kindertagespflege ist eine Alternative zur Betreuung in der Krippe. Zumeist werden die Kinder im Haushalt der Tagespflegeperson oder in anderen geeigneten Räumen betreut. Kindertagespflege kann von der Gemeinde oder dem Jugendamt angeboten werden, auch um den Betreuungsrechtsanspruch zu gewährleisten. Wer sich selber eine Tagesmutter oder einen Tagesvater sucht, sollte darauf achten, dass es sich um eine anerkannte Kindertagespflegeperson handelt oder deren Anerkennung sollte beim Jugendamt beantragt werden. Wenn Eltern und Gemeinde bzw. Amt dies übereinstimmend wünschen und die konkreten Bedingungen die Erziehung, Bildung, Betreuung und Versorgung der Kinder fördern, kann Kindertagespflege auch für ältere Kinder in Anspruch genommen werden.

Die familiäre Betreuung in der Kindertagespflege braucht konkrete Absprachen zwischen Eltern und Tagesmutter. Wichtig dabei ist vor allem die vertragliche Regelung der Rechte und Pflichten zwischen der Kindertagespflegeperson, den Erziehungsberechtigten und dem Jugendamt bzw. der Gemeinde. Eine anerkannte Kindertagespflegeperson erhält vom Jugendamt eine laufende Geldleistung – für die Betreuungsleistung, für Sachaufwendungen sowie die hälftigen Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Das Jugendamt erhebt bei den Eltern die Elternbeiträge und das Essengeld, ähnlich wie bei Kindertagesstätten.

Eltern-Kind-Gruppen

Eltern-Kind-Gruppen sind Begegnungs- und Bildungsangebote für Eltern und ihre Kinder, die werktags geöffnet haben. Sie bieten die Möglichkeit zu Kontakt und Austausch mit anderen Eltern und Kindern, aber auch zu eigenem Engagement. Eltern-Kind-Gruppen werden von einer pädagogischen Fachkraft begleitet und sind ein Angebot für Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kita oder zur Tagesmutter bringen wollen und sich in der Eltern-Kind-Gruppe Unterstützung, Entlastung und Anregung für die Erziehung holen oder mit anderen Familien zusammenkommen wollen. Sie bieten zudem Hilfe in Erziehungsfragen sowie bei kleinen und großen Alltagsproblemen. In fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es Eltern-Kind-Gruppen. Das Jugendamt gibt Auskunft über Eltern-Kind-Gruppen in der Kommune oder im Landkreis. Über Hinweise zu weiteren Eltern-Kind-Gruppen, geänderten Adressen, Telefonnummern und Ansprechpartnerinnen freut sich Anna.Ohm@mbjs.brandenburg.de


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