Berufsfachschule

Die Berufsfachschule umfasst unterschiedliche berufliche Bildungsgänge, die sich nach dem Grad der angestrebten Qualifikation oder dem berufsqualifizierenden Abschluss unterscheiden. Neben Bildungsgängen zum Erwerb beruflicher Grundbildung können auch Berufe mit einem Abschluss nach Landesrecht angeboten werden.

Die Berufsfachschule beinhaltet folgende Bildungsgänge:

  • Bildungsgang zum Erwerb beruflicher Grundbildung und von gleichgestellten Abschlüssen der Sekundarstufe I (1-jährig),
  • Bildungsgang zur Erlangung eines Berufsabschlusses nach Landesrecht   (Assistentenberufe).

Der einjährige Bildungsgang zum Erwerb beruflicher Grundbildung und von gleichgestellten Abschlüssen der Sekundarstufe I beginnt mit einer mindestens zweimonatigen Orientierungsphase, in die zunächst alle berufsschulpflichtigen Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, die zu diesem Zeitpunkt weder ein Ausbildungsverhältnis noch einen Arbeitsvertrag oder eine Fördervereinbarung der Bundesagentur für Arbeit nachweisen können.

In der Orientierungsphase werden die Schülerinnen und Schüler über die verschiedensten Formen und Möglichkeiten einer Berufsausbildung orientiert, informiert und beraten. Im Zusammenwirken mit den Arbeitsagenturen, den Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern können die Schülerinnen und Schüler in eine berufliche Ausbildung vermittelt werden.

Der weitere vollzeitschulische Unterricht hat das Ziel, durch eine Erweiterung der Allgemeinbildung und durch Vermittlung beruflicher Grundkenntnisse und -fertigkeiten sowie Kenntnisse über Formen der Berufsausbildung und Berufsbilder die Voraussetzungen für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung zu verbessern.

Der erfolgreiche Besuch des Bildungsgangs führt Schüler ohne Abschluss zu einem der Berufsbildungsreife und Schüler mit der Berufsbildungsreife zu einem der erweiterten Berufsbildungsreife gleichgestellten Abschluss.

Im Bildungsgang zur Erlangung eines Berufsabschlusses nach Landesrecht können im Land Brandenburg beispielsweise Abschlüsse als:

  • Staatlich geprüfte biologisch-technische Assistentin/ Staatlich geprüfter biologisch-technischer Assistent,
  • Staatlich geprüfte Sportassistentin/ Staatlich geprüfter Sportassistent,
  • Staatlich geprüfte Sozialassistentin/ Staatlich geprüfter Sozialassistent

erworben werden.

Die Ausbildung in den Assistentenberufen wird in zweijähriger Form angeboten. Der Unterricht wird in allgemeinbildenden Fächern sowie in berufsbezogenen Pflicht- und Wahlfächern erteilt.

Die Oberstufenzentren haben unterschiedliche, zum Teil auch wechselnde Angebote. Nähere Informationen erhalten Sie von den Oberstufenzentren.

Der Unterricht wird durch betriebliche Praktika im Umfang von mindestens vier und höchstens zehn Wochen ergänzt. Aufnahmevoraussetzung ist grund­sätzlich der Nachweis der Fachoberschulreife.
Die  Ausbildung zur Sozialassistentin/ zum Sozialassistenten (siehe Berufsfachschulverordnung Soziales) setzt die erweiterte Berufsbildungsreife oder eine gleichwertige Schulbildung und die gesundheitliche Eignung voraus.  Wer neben dem erfolgreichen Abschluss als Sozialassistentin/Sozialassistent mindestens die Fachoberschulreife oder einen gleichwertigen Abschluss nachweist, erwirbt die Zugangsberechtigung zu den Bildungsgängen der Fachschule Sozialwesen.

Je nach Angebot der Schule ist es auch möglich, durch die Teilnahme an Zusatzkursen in Deutsch, Mathematik, Englisch  und der Fachhochschulreifeprüfung in diesen Fächern den schulischen Teil der Fachhochschulreife zu erwerben.

Die Fachhochschulreife wird bescheinigt, wenn nach Abschluss des Bildungsgangs ein einschlägiges halbjähriges Praktikum, eine zweijährige Berufstätigkeit oder eine weitere abgeschlossene Berufsausbildung nachgewiesen wird. 

letzte Änderung am 06.03.2015