Sport, Erholung und Umwelt

Brandenburg bietet hervorragende Bedingungen für nahezu alle Natursportarten. Die Ressorts der Landesregierung arbeiten an der Realisierung eines abgestimmten Netzes von Rad-, Reit-, Wanderwegen und Wasserwanderwegen. Sporttreiben in der Natur soll nach den goldenen Regeln des Sports unter Berücksichtigung der Belange der Umwelt auf vorhandenen Wegen erfolgen. Der organisierte Sport erkennt die Vorrangigkeit von Naturschutz bei entsprechend ökologisch bedeutsamen Flächen an und wirkt bei Abstimmungen und Konfliktlösungen mit. Genauso wie bei Konzepten zur Gewährleistung naturverträglicher Sportausübung in sensiblen Gebieten.

Für Sport, Erholung und Tourismus bedeutende Wege durch Brandenburg sind:

Europawanderweg Atlantik-Sankt Petersburg (R 1);
Oder-Neiße-Radweg (Nr. 12);
Ostsee-Ostbayern-Radwanderweg (Nr. 11);
Elbe-Radweg (Nr. 10);
Spree-Radweg;
Tour Brandenburg;
Radweg Berlin-Usedom;
Havel-Radweg/Berlin-Kopenhagen;

Auf einer über 100 km langen Skate-Strecke (Fläming-Skate) im Landkreis Teltow-Fläming besteht ein hervorragendes Angebot für Sport, Erholung und Bewegungsurlaub für Skatesport-Interessierte.

Bisher wurden folgende touristisch erschlossene Reit- und Fahrwege errichtet:

Reit- und Fahrweg von Neustadt/Dosse nach Fürstenberg/Havel
Fernreit- und Kutschweg von Berlin nach Usedom durch die Uckermark
Fürst-Pückler-Rad- und Kutschweg
Reitrundweg im Hohen Fläming
Kremsertour von Niemegk nach Raben
Das Gesamtnetz der im Wald ausgewiesenen und gekennzeichneten Reitwege im Land Brandenburg hat eine Länge von über 4.500 km.

In Potsdam treffen sich die Fernwanderwege E 10 und E 11, d.h., die Wege von Rügen durch den Böhmer Wald und die Alpen nach Norditalien und von Amsterdam durch den Harz und die Mark Brandenburg nach Masuren. Besonders attraktive überregionale Wanderstrecken in Brandenburg sind die "66-Seen-Wanderung" rund um Berlin und die ca. 195 km lange Teiletappe des vorgenannten Fernwanderweges E 11. Weitere Informationen und zum Teil Kartenübersichten zu überregional bedeutsamen Wanderwegen finden Sie auf den Internet-Seiten der Tourismus-Marketing-Gesellschaft Brandenburg.

Arbeitsgruppe Kanusport und Naturschutz

Mit einer am 30. August 2005 gemeinsam unterzeichneten Vereinbarung setzen der Landessportbund Brandenburg e.V. und der Landes-Kanu-Verband Brandenburg (LKV) mit den zuständigen Ministern für Bildung, Holger Rupprecht, und Umwelt, Dr. Dietmar Woidke, Maßstäbe für den Interessenausgleich von Sport und Naturschutz. In der Vereinbarung werden Grundsätze und Maßnahmen zur naturverträglichen Sportausübung bei der Befahrung sensibler Wasserwanderwege im Land Brandenburg festgelegt. Eingehende Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Pressemitteilung des MBJS vom 30.08.2005. Den Text der Vereinbarung können Sie nachfolgend als pdf-Dokument herunterladen.
Im Rahmen der Evaluierung 2008 erhielt die Arbeitsgruppe die Bezeichnung Arbeitsgruppe Sport und Naturschutz, um zu dokumentieren, dass dort Fragestellungen aller Sportarten behandelt werden.


Sport an und auf der Oder

Über Sportaktivitäten an und auf der Oder wurde am 10. Nov. 2007 anlässlich einer Tagung in Letschin, Ortsteil Groß Neuendorf (MOL) diskutiert. Auf Initiative des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg fand in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Märkisch Oderland e.V. eine Veranstaltung mit Vertretern deutscher und polnischer Sportvereine, Behörden und Aktiven des Freizeitsports statt. Beiträge des Landestourismusverbandes Brandenburg und des Schifffahrtsamtes Gorzow sowie ein Referat zum Sport in der Stadt Nowa Sol gaben einen Einblick in den Stand der Sportaktivitäten und Anregungen für noch zu entwickelnde Sportangebote im Oderland. Durch das In-Kraft-Treten des Schengen-Abkommens der EU besteht seit Dezember 2007 für Wassersportler die Möglichkeit die Oder an allen Stellen zu überqueren und z.B. auf der polnischen Seite beliebig anzulegen, sofern nicht ein explizites Verbot ausgewiesen ist . Somit eröffnen sich neue Möglichkeiten für den Wassersport und kann die weit verbreitete Zurückhaltung bei der Nutzung der Oder z. B. beim Kanufahren entfallen.

Die Durchführung von weiteren gemeinsamen Informations- und Sportveranstaltungen an der Oder wird angeregt.


letzte Änderung am 11.07.2011