Berufszugang - Staatliche Anerkennung

Berufsqualifikationen reglementierter Berufe müssen im Hinblick auf ihren Ausbildungsstand - bezogen auf Niveau, Struktur und Inhalt - festgelegten Mindeststandards genügen, wenn der Zugang zum Beruf gewährt werden soll. Für die sozialen Berufe erfolgt die Reglementierung über die Erteilung der staatlichen Anerkennung, nach erfolgreich absolvierter Ausbildung. Sie gilt seit jeher als tradierter Ausdruck für fachliche Eignung und Professionalität und gibt den Anstellungsträgern die formale Sicherheit, dass die für die Ausübung des Berufs erforderliche Qualifikation erworben worden ist.

In den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe gilbt es die allgemeine Übereinkunft, dass hier i.d.R. Fachkräfte beschäftigt werden, die eine staatliche Anerkennung besitzen. Damit ist die staatliche Anerkennung von Bedeutung, wenn es um Entscheidungen geht, wer zum geeigneten pädagogischen Fachpersonal gehört und in diesem Bereich tätig werden darf. 

Erzieher/innen sowie Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagog(en)innen benötigen eine staatliche Anerkennung, um ihren Beruf ausüben zu können. Gesetzliche Grundlage für die Erteilung der staatlichen Anerkennung ist das Brandenburgische Sozialberufsgesetz.

Staatliche Anerkennung als Erzieher/in

  • Die staatliche Anerkennung als Erzieher/in erhält auf Antrag, wer nach dreijähriger erfolgreicher Ausbildung gemäß Fachschulverordnung Sozialwesen an Fachschulen im Fachschulbildungsgang Sozialpädagogik die Prüfung als Erzieher/in bestanden hat und die übrigen Voraussetzungen nach dem Brandenburgischen Sozialberufsgesetz erfüllt. Die Zuständigkeit und das Verfahren für die Erteilung der staatlichen Anerkennung ist in der Soziale Berufe-Durchführungsverordnung geregelt. 
     
  • Die staatliche Anerkennung als Erzieher/in kann auf Antrag gemäß Erzieheranerkennungsverordnung auch erhalten, wer in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet einen Abschluss in Erzieherberufen erworben hat, eine ergänzende Qualifizierung sowie entsprechende Berufspraxis nachweisen kann. 
     
  • Die Erteilung der staatlichen Anerkennung von Abschlüssen in Erzieherberufen, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben worden sind, kann nach Brandenburgischem Sozialberufsgesetz dann erfolgen, wenn die Ausbildung hinsichtlich Dauer und Inhalt keine wesentlichen Unterschiede zu der nach diesem Gesetz geregleten Ausbildung aufweist und die übrigen Voraussetzungen nach dem Brandenburgischen Sozialberufsgesetz erfüllt sind. 

 

Staatliche Anerkennung als 
Sozialarbeiter/in/Sozialpädagog(e)/in oder Sozialpädagog(e)/in

  • Die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/in/Sozialpädagog(e)/in erhält auf Antrag, wer an einer Fachhochschule das Studium im Studiengang Soziale Arbeit mit einem Diplom oder Bachelor erfolgreich abgeschlossen hat und die übrigen Voraussetzungen nach dem Brandenburgischen Sozialberufsgesetz erfüllt.

  • Die staatliche Anerkennung als Sozialpädagog(e)/in erhält auf Antrag, wer an einer Fachhochschule das Studium im Studiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit mit einem Bachelor erfolgreich abgeschlossen hat und die übrigen Voraussetzungen nach dem Brandenburgischen Sozialberufsgesetz erfüllt.

  • Die Erteilung der staatlichen Anerkennung von Abschlüssen in Sozialarbeit/Sozialpädagogik, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben worden sind, kann gemäß Brandenburgischem Sozialberufsgesetz dann erfolgen, wenn die Ausbildung hinsichtlich Dauer und Inhalt keine wesentlichen Unterschiede zu der nach diesem Gesetz geregleten Ausbildung aufweist und die übrigen Voraussetzungen nach dem Brandenburgischen Sozialberufsgesetz erfüllt sind. 

Bei Fragen zur Erteilung der staatlichen Anerkennung wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde. Diese gibt auch Auskunft über die einzureichenden Unterlagen.

Neben der Erteilung der staatlichen Anerkennung als Berufszugang gibt es auch die Möglichkeit der Gleichstellung von Abschlüssen in Erzieherberufen und die die Möglichkeit der Feststellung der Gleichwertigkeit von Abschlüssen.

letzte Änderung am 21.11.2013