Fachoberschule

  • Verordnung über die Bildungsgänge der Fachoberschule und den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen (FOSFHRV)

Die Bildungsgänge der Fachoberschule führen zur Fachhochschulreife. Diese Fachhochschulreife berechtigt - unabhängig von der gewählten Fachrichtung - zum Studium an allen Fachhochschulen der Bundesrepublik Deutschland. Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus der Jahrgangsstufe 10 einer weiterführenden allgemein bildenden Schule, die mindestens die Fachoberschulreife erlangt haben, können einen zweijährigen vollzeitschulischen Bildungsgang der Fachoberschule besuchen.

Im ersten Jahr finden der Unterricht am Oberstufenzentrum und eine fachpraktische Ausbildung in einem Betrieb, einer Behörde oder einer sonstigen Einrichtung (Praxisstelle) statt. Im zweiten Jahr wird ausschließlich Unterricht am Oberstufenzentrum erteilt. Er umfasst allgemein bildende und jeweils unterschiedliche fachrichtungsbezogene Fächer.
Am Ende des zweiten Jahres findet die Fachhochschulreifeprüfung statt. Sie besteht aus schriftlichen Prüfungen in Deutsch, Mathematik, Englisch und einem fachrichtungsbezogenen Fach sowie aus einer mündlichen Prüfunge in Englisch und in anderen ausgewählten Fächern der schulischen Ausbildung. Die Wahl der Fachrichtung sollte in Übereinstimmung mit den Interessen und Fähigkeiten erfolgen. Interessenten haben die Wahl zwischen verschiedenen Fachrichtungen der zweijährigen Fachoberschule

  • Technik,
  • Wirtschaft und Verwaltung,
  • Sozialwesen.

Hinweis:
Wer die zweijährige Fachoberschule besuchen möchte, muss neben der Aufnahmevoraussetzung (Fachoberschulreife) auch eine Zusage einer Praxisstelle für die fachpraktische Ausbildung vorweisen. Die Oberstufenzentren beraten bei der Auswahl der Praxisstellen. Die Bewerberinnen und Bewerber dürfen das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Erwerb der Fachhochschulreife nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung

Wer eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder in einer Ausbildung nach Landesrecht abgeschlossen hat, kann den einjährigen vollzeitschulischen Bildungsgang der Fachoberschule besuchen. Die zu wählende Fachrichtung richtet sich dann nach der Art der vorangegangenen Berufsausbildung.
Folgende Fachrichtungen werden angeboten:

  • Technik,
  • Wirtschaft und Verwaltung,
  • Sozialwesen,
  • Ernährung,
  • Agrarwirtschaft
  • Gestaltung.

Der Unterricht umfasst allgemein bildende Fächer und jeweils fachrichtungsbezogene Fächer. Eine schriftliche Prüfung findet in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und in einem fachrichtungsbezogenen Fach statt. Im Fach Englisch wird grundsätzlich auch mündlich geprüft.

Sonderlehrgang an der Schule des Zweiten Bildungsweges Cottbus 

An der Schule des Zweiten Bildungsweges Cottbus wurde ein Sonderlehrgang zum Erwerb der Fachhochschulreife für Berechtigte nach dem Bundesvertriebenengesetz (Aussiedler) sowie auch u.a. Asylberechtigte und Bleibeberechtigte. Die Mitarbeiter im Kolleg geben über den genauen Personenkreis der diese Lehrgänge besuchen kann weitere Auskünfte.

Hinweis:
Die fachpraktische Ausbildung findet während des zweiten und dritten Schulhalbjahres statt. Wer die fachpraktische Ausbildung nicht erfolgreich absolviert, kann nur den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben. Wer eine in seinem Herkunftsland erworbene berufliche Erstqualifikation nachweisen kann, ist von der fachpraktischen Ausbildung befreit.

letzte Änderung am 21.11.2013