Brandenburgische Ausbildungsförderung

BbgAföG

Auf der Grundlage des Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes unterstützt das Land Brandenburg die schulische Bildung von Schülerinnen und Schülern aus einkommensschwachen Familien.

Anspruch auf die Landesausbildungsförderung haben Schülerinnen und Schüler, die den Bildungsgang der gymnasialen Oberstufe oder einen zweijährigen Bildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife in Vollzeitform besuchen und die ihren ständigen Wohnsitz im Land Brandenburg haben.

Für die Feststellung des Anspruchs ist es unerheblich, ob sich die besuchte Schule innerhalb oder außerhalb des Landes Brandenburg befindet und ob es sich um eine Schule in öffentlicher oder freier Trägerschaft handelt.

Wenn sich die Schülerin oder der Schüler in einem der beiden Bildungsgänge befindet, nachweislich finanziell bedürftig ist und nicht bereits Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) – das sogenannte „Schüler-BAföG“ - erhält, kann eine Anspruchsberechtigung festgestellt werden. Dies muss beantragt werden.

Die Landesausbildungsförderung wird grundsätzlich für die Dauer des Schulverhältnisses einschließlich der unterrichtsfreien Zeit und frühestens von Beginn des Monats geleistet, in dem der Eintritt in einen der genannten Bildungsgänge erfolgt. Sie muss zeitnah beantragt werden. Wird der Antrag erst nach Eintritt in den Bildungsgang gestellt, so wird die Landesausbildungsförderung vom Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag eingereicht wurde.

Die Höhe der Ausbildungsförderung beträgt monatlich 100 Euro.

Für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern Kinderzuschlag nach dem Kindergeldgesetz, Wohngeld, Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Hilfen zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII bekommen, besteht ein Anspruch auf Landesausbildungsförderung.

Bei allen anderen wird der Anspruch auf Ausbildungsförderung von den für den Wohnsitz zuständigen Ämtern für Ausbildungsförderung in Abhängigkeit vom Einkommen und den Vermögensverhältnissen geprüft.

Der monatliche Zuschuss soll für Ausgaben eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit dem Schulbesuch entstehen und nicht durch andere staatliche Zuwendungen gedeckt werden, wie etwa Lernmittel, Fachbücher, die Anschaffung höherwertiger technischer Hilfsmittel wie Notebooks, eintägige Unterrichtsgänge oder Schulfahrten sowie zusätzliche kostenpflichtige Bildungsangebote wie Theaterbesuche und Nachhilfeangebote.

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Für Beratungen sowie die Bearbeitung der Anträge und deren Genehmigung sind die für den Wohnsitz der Schülerin bzw. des Schülers zuständigen Ämter der Landkreise und kreisfreien Städte verantwortlich. Ihr zuständiges Amt finden Sie unter Adressen der Ämter.

Das Land trägt sowohl die Kosten für die Förderbeträge der Schülerinnen und Schüler als auch die anfallenden Verwaltungskosten.

Wichtige Hinweise:

  • Vordrucke für Anfragsformulare liegen bei den Landkreisen und kreisfreien Städten bereit und können außerdem in der rechten Navigation auf dieser Seite heruntergeladen werden.  
  • Die für den Antrag notwendigen Schulbescheinigungen finden Sie ebenfalls dort. Ausserdem stehen sie ab Schuljahresbeginn in den Schulen zur Verfügung.  
  • Der Förderanspruch gilt immer ab dem Monat, in dem der Antrag eingereicht wurde. Die Beantragung kann zunächst formlos erfolgen, wenn alle übrigen Antragsunterlagen zeitnah nachgereicht werden.
  • Alternativ zur o.g. Förderung entsprechend dem Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetz gibt es die Möglichkeiten der Bundesausbildungsförderung für Schülerinnen und Schüler (gemäß BAföG; sogenanntes "Schüler-Bafög").

letzte Änderung am 11.08.2015

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Zusatzinformationen

BAföG für die schulische Ausbildung (einschließlich Praktika) im Inland