Kinderschutz

Das Land Brandenburg hat eine Reihe von Instrumenten und Vorschriften sowohl zur Kindergesundheit als auch zum Kinderschutz geschaffen, um Familien durch präventive Angebote zu unterstützen und Kinder besser vor Gefährdungen zu bewahren. Dazu gehören das 2006 verabschiedete „Programm zur Qualifizierung der Kinderschutzarbeit im Land Brandenburg“ (Drucksache 4/2733) und die Empfehlungen zum Umgang und zur Zusammenarbeit bei Kindesvernachlässigung und Kindesmisshandlung – sowie insbesondere die vielfältigen Aktivitäten, die daraus folgten bzw. dadurch verstärkt worden sind.

Im Juni 2011 haben die Ressorts für Gesundheit, Familie und Justiz gemeinsam mit dem federführenden Jugendministerium einen gut 50-seitigen Bericht zur "Evaluation bestehender Instrumente und Vorschriften zur Kindergesundheit und zum Kinderschutz" (Drucksache 5/3347) vorgelegt. Der Bericht ist die aktuelle Wegmarke  eines kontinuierlichen Prozesses zur Verbesserung der Kinderschutzarbeit im Land Brandenburg.

Die Aufgaben des Kinderschutzes werden auf der örtlichen Ebene von einer Reihe von Akteuren bearbeitet: neben den Jugendämtern sind dies Ärzte und Einrichtungen im Gesundheitsbereich, Kindereinrichtungen und Schulen, Familiengerichte und Justiz sowie die Polizei. Meldungen über Kindesvernachlässigung und –misshandlung und andere Gefährdungen des Kindeswohls richten Sie bitte direkt an Ihr zuständiges Jugendamt oder an den Notruf bzw. die Polizei.

Die Landesregierung und das Landesjugendamt begleiten die Fachentwicklung auf der überörtlichen Ebene durch finanzielle Förderung, Projekte und Empfehlungen.

  • Die genannten Veröffentlichungen finden Sie auf der oben aufgeführten Karteikarte  "weiterführende Links".

Am 01.01.2012 ist das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG) in Kraft getreten. Artikel 1 dieses Gesetzes ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG), in dem in § 3 Rahmenbedingungen für verbindliche Netzwerkstrukturen im Kinderschutz geregelt werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt gemäß § 3 Abs. 4 KKG den Aus- und Aufbau der Netzwerke Frühe Hilfen und den Einsatz von Familienhebammen auch unter Einbeziehung ehrenamtlicher Strukturen durch eine zeitlich auf vier Jahre befristete Bundesinitiative, aus der in den Jahren 2012 – 2015 ca. 3,5 Mio EURO in das Land Brandenburg fließen.

Eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern regelt neben der Verteilung der Bundesmittel auch die Förderbereiche sowie die Aufgaben der Koordination, der Qualifizierung und Evaluation. Die Länder wiederum haben Gesamtkonzepte und für die Förderbereiche, in denen die Bundesmittel durch die Länder an die Kreise und kreisfreien Städte weitergeleitet werden, im Einvernehmen mit dem Bund Fördergrundsätze erarbeitet.

Das Gesamtkonzept und die Fördergrundsätze des Landes Brandenburg zur Umsetzung der Verwaltungsvereinbarung „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ sind am 23.10.2012 erschienen.

  • Programm der Landesregierung zur Qualifizierung der Kinderschutzarbeit
  • Empfehlungen zum Umgang und zur Zusammenarbeit bei Kindesvernachlässigung und Kindesmisshandlung sowie bei entsprechenden Verdachtsfällen
  • Expertise für eine unabhängige Kommission zur Untersuchung von gravierenden Kinderschutzfällen
  • Bericht der Landesregierung zur Evaluation bestehender Instrumente und Vorschriften zur Kindergesundheit und zum Kinderschutz
  • Analyse von Fällen schwerster Kindesvernachlässigung und -misshandlung im Land Brandenburg (Juni 2008)

letzte Änderung am 22.07.2016

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