Vorläufiger Belegungsstopp und Beschäftigungsverbote

Jugendministerin Münch kündigt erste Konsequenzen für die Einrichtungen der Haasenburg GmbH an

Presseinformation vom 09.07.2013

Foto der Ministerin für Bildung, Jugend und Sport Dr. Martina Münch

Jugendministerin Martina Münch hat vor dem Hintergrund der aktuellen Vorwürfe von Jugendlichen gegen Einrichtungen der Haasenburg GmbH erste Konsequenzen gezogen. „Drei namentliche benannte Mitarbeiter stehen aktuell im Verdacht, zumindest zwei Jugendliche körperlich und seelisch misshandelt zu haben. Diese Vorwürfe können derzeit nicht ausgeräumt werden“, so Münch. „Bis zur Klärung dieser Vorwürfe und um mögliche weitere Kindeswohlgefährdungen auszuschließen, werden die beschuldigten Mitarbeiter vorerst nicht mehr in den Haasenburg-Heimen arbeiten.“

Jugendministerin Münch kündigt zudem einen vorläufigen Belegungsstopp in den Einrichtungen der Haasenburg Gmbh an. „Aufgrund der aktuellen Vorwürfe, täglich neuer Hinweise und vor dem Hintergrund der Fülle und Schwere der Vorwürfe gegen die Haasenburg-Heime kann ich es derzeit nicht verantworten, weitere Kinder und Jugendliche dort unterzubringen“, erklärt Jugendministerin Münch. „Die Aufnahme und Eingewöhnung von neuen Kindern und Jugendlichen ist eine sensible Phase, in der sichergestellt sein muss, dass die Neuankömmlinge in der Jugendhilfeeinrichtung die Ruhe vorfinden, die sie benötigen. Das ist derzeit nicht gesichert“, so Münch. „Für die dort bereits untergebrachten Jugendlichen ist es wiederum wichtig, nicht aus einer laufenden Hilfe- und Unterstützungsmaßnahme abrupt herausgerissen zu werden. Um ihr Kindeswohl in den Heimen zu sichern, steht die Haasenburg GmbH derzeit unter verschärfter Beobachtung.“

Jugendministerin Münch bekräftigt erneut, alles dafür zu tun, um die Vorwürfe über gravierende Missstände in den Jugendhilfeeinrichtungen der Haasenburg GmbH umfassend aufzuklären. „Dabei setzen wir auf externe Unterstützung durch die unabhängige Untersuchungskommission“, so Münch. Die Kommission wird den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen in den drei Einrichtungen der Haasenburg GmbH in Jessern und Neuendorf (Landkreis Dahme-Spreewald) sowie Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland) untersuchen, insbesondere bei denen, bei denen gerichtlich eine geschlossene Unterbringung zugelassen wurde. Die sechsköpfige Kommission wird die Ergebnisse ihrer Untersuchungen und ihre Empfehlungen zum weiteren Umgang mit den Einrichtungen der Haasenburg GmbH voraussichtlich bis zum Ende des Jahres vorlegen.

Wer sich bei der Untersuchungskommission melden und von seinen Erfahrungen berichten möchte, kann sich direkt an den Vorsitzenden der Untersuchungskommission, Dr. Martin Hoffmann, wenden:

  • Telefonnummer:          030 – 81 05 60 87

letzte Änderung am 21.11.2014

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