10 Millionen Euro für Vermeidung von Unterrichtsausfall

Bildungsministerin Münch: Priorität Bildung – zusätzliche Mittel für Sicherung des Unterrichts und Entlastung der Lehrkräfte

Presseinformation vom 13.11.2013

Ansicht Haus 1a Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Bildungsministerin Martina Münch hat heute in Potsdam das Konzept zur Umsetzung des 10-Millionen-Euro-Pakets zur Sicherung des Fachunterrichts ab 2014 im Land Brandenburg präsentiert. „Wir wollen ab dem kommenden Jahr zehn Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zur Sicherung des Unterrichts bereitstellen. Weitere sieben Millionen Euro sollen der Entlastung der Lehrkräfte dienen. Damit bestätigen wir einmal mehr, dass Bildung Priorität im Land hat“, so Bildungsministerin Münch. „Die Schulen haben in den vergangenen Jahren mit hohem Engagement ihre Vertretungskonzepte umgesetzt und dafür gesorgt, dass erkrankte Kolleginnen und Kollegen möglichst gut und effektiv vertreten wurden. Bei dieser Aufgabe wollen wir die Schulen noch besser unterstützen. Ein Teil des Geldes soll für den Ersatz von Langzeitkranken verwendet werden. Außerdem sollen die Schulen künftig ein eigenes Budget erhalten, um Unterrichtsausfall in eigener Verantwortung gezielt angehen zu können.“

Wenn der Landtag dem Paket Ende November zustimmt, stehen ab Januar 2014 zehn Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zur Sicherung des Unterrichts zur Verfügung. Mit den Mitteln können zwei Projekte umgesetzt werden. Fünf Millionen Euro fließen in ein Vertretungsbudget, mit dem die Schulen – neben ihren sonstigen Instrumenten zur Vermeidung von Unterrichtsausfall – schnell, selbstständig und gezielt kurz- und mittelfristigen Unterrichtsausfall angehen können. Mit weiteren fünf Millionen Euro können die staatlichen Schulämter 100 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer fest einstellen, um dauererkrankte Lehrkräfte zu ersetzen.

Das Konzept: Jede Schule erhält ab Januar 2014 ein eigenes Budget, das sich aus einem Sockelbetrag für jede Schule und einem Zuschlag – abhängig von der Zahl der Lehrkräfte – zusammensetzt. Dabei können die Schulen, abhängig von ihrer Größe, mit einem jährlichen Budget zwischen 3.000 und 16.000 Euro rechnen. Damit kann jede Schule – je nach Budget und Qualifikation der eingesetzten Vertretungskräfte – zwischen 70 und 700 Unterrichtsstunden zusätzlich fachlich absichern. Die Schulen können sich einen Pool mit infrage kommenden Personen aufbauen. Für eine fachlich qualifizierte Vertretung kommen sowohl voll ausgebildete Lehrkräfte und pensionierte Lehrkräfte infrage als auch Lehramtsstudierende oder Referendarinnen und Referendare. Die Vertretungslehrkräfte werden nach geltenden Tarifrichtlinien bezahlt. Die Schulen werden bei der Nutzung dieses neuen Instruments von den staatlichen Schulämtern unterstützt.

Bereits fest steht: Weitere sieben Millionen Euro stehen ab dem kommenden Jahr für die Entlastung der Lehrkräfte zur Verfügung. Eine Einigung mit den Gewerkschaften vom Sommer 2013 sieht vor, dass ab dem Schuljahr 2014/15 alle Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Oberschulen um eine Unterrichtsstunde pro Woche entlastet werden. Zudem wird es eine zusätzliche Ermäßigungsstunde für Lehrkräfte ab dem 60. Lebensjahr geben, die bereits 35 Jahre oder länger unterrichten. „Damit schaffen wir eine deutliche Entlastung der Lehrkräfte und helfen, die Qualität an den Schulen weiter zu verbessern“, so Münch. Das Land Brandenburg wird wegen der Absenkung der Pflichtstunden ab dem kommenden Schuljahr rund 300 Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich einstellen. „Damit kommen zusätzliche Nachwuchslehrkräfte an unsere Schulen, die die Kollegien verjüngen und verstärken – das ist ein wichtiges und positives Signal und zeigt ebenfalls, dass Bildung Priorität hat“, so Münch.

letzte Änderung am 05.12.2014

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