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Grundlegende Informationen über das Adoptionsverfahren sowie zahlreiche Hinweise zu internationalen Verfahren finden Sie hier:

Die Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg (ZABB) unterstützt die Adoptionsvermittlungsstellen freier und öffentlicher Träger beider Bundesländer.

Sie berät Jugendämter, Bürgerinnen und Bürger in Fragen der nationalen und internationalen Adoption eines Kindes sowie des Adoptions- und Adoptionsvermittlungsrechts. Sie informiert und berät in allen Fällen, in denen Kinder oder Adoptionsbewerber eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen oder staatenlos sind.

Eine wichtige Aufgabe der Zentralen Adoptionsstelle ist es, die Vermittlungschancen für Kinder zu erhöhen, für die nur schwer neue Familien gefunden werden und für die auf Grund erheblicher gesundheitlicher oder sozialer Belastungen Familien gesucht werden, die offen und bereit für die damit verbundenen Anforderungen und Risiken sind.

Die ZABB ist im Sinne des Haager Übereinkommens vom 29. Mai 1993 über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption (HAÜ) Zentrale Behörde für die Länder Berlin und Brandenburg. Sie ist die zuständige Behörde für

  • die Anerkennung von Adoptionsvermittlungsstellen in freier Trägerschaft,
  • die Gestattung der Auslandsvermittlungsstellen durch Jugendämter,
  • die Anerkennung von gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstellen benachbarter Jugendämter und
  • die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für Jugendämter und freie Träger zur personellen Mindestausstattung der örtlichen Adoptionsvermittlungsstelle.

Den Fachkräften der öffentlichen und freien Adoptionsvermittlungsstellen in Berlin und Brandenburg werden Möglichkeiten angeboten, sich durch regelmäßige Fortbildungsangebote zu qualifizieren. Die Bereitstellung aktueller Informationen und die Herausgabe von Arbeitshilfen, Broschüren zu adoptionsrelevanten Themen gehören ebenso zu dem Aufgabenbereich der Zentralen Adoptionsstelle.
Die ZABB berät und unterstützt Adoptierte mit dem Wunsch, etwas über ihre Herkunftsgeschichte zu erfahren. Eine Beratungsmöglichkeit besteht ebenso für leibliche Eltern und Geschwister.

Falls Sie darüber nachdenken, Ihr Kind zur Adoption freizugeben

Allgemeines

Jede Adoptionsfachkraft weiß, dass leibliche Eltern ihre Entscheidung, ihr Kind anderen Eltern anzuvertrauen, in einer von ihnen als ausweglos empfundenen Lebenssituation treffen. Sie entscheiden sich für diesen Weg nie leichtfertig sondern stets unter Zweifeln und oft inneren Kämpfen.

Die Adoptionsvermittlungsstelle unterstützt die leiblichen Mütter und/oder Väter dabei, sich mit der Freigabe bewusst auseinander zu setzen. Dazu gehört einerseits, dass sie ihren Wunsch akzeptiert und ihre Vorstellungen bei der Auswahl der künftigen Adoptiveltern, so gut es geht, berücksichtigt. Andererseits möchte sie erkennen, dass ihr Adoptionswunsch frei und wissend ist sowie ohne fremden Einfluss von ihnen getroffen wurde und er keiner kurzfristig überwindbaren aber subjektiv überschätzten Krisenlage entstammt. Schließlich treffen sie eine für ihr weiteres Leben und das ihres Kindes weittragende Entscheidung.

Sie möchten Ihr Kind auf Dauer anderen Eltern anvertrauen

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, Ihr Kind zur Adoption frei zu geben, kann Ihr Kind direkt nach der Geburt oder auch zu einem späteren Zeitpunkt in eine geeignete Adoptivfamilie vermittelt werden. Die Einwilligung können Sie jedoch frühestens acht Wochen nach der Geburt des Kindes erteilen.

Adoptionsformen:

  • Inkognito (Geheime) - Adoption
  • "Halboffene" Adoption
  • Offene Adoption       

Sie können sich mit dem Wunsch nach Vermittlung Ihres Kindes deutschlandweit (berlin- bzw. brandenburgweit) an jede Adoptionsvermittlungsstelle eines Jugendamtes oder eines freien Trägers wenden. Sie erhalten dort ausführliche Informationen und werden umfassend beraten. Die Adoptionsvermittlungsstellen weisen darüber hinaus auch auf Möglichkeiten von sonstigen Hilfen hin, die Ihnen eventuell doch ein Leben mit dem Kind eröffnen können.

Unter Adoptionsvermittlung wird neben dem konkreten Zusammenführen von Adoptionsbewerbern mit einem Kind auch bereits der Nachweis der Gelegenheit zur Adoption verstanden, selbst wenn das Kind noch nicht geboren ist (§ 1 AdVermiG).

Wer unberechtigt eine Adoption vermittelt bzw. den Kontakt herstellt zwischen Adoptionswilligen und Personen, die bereit sind, ihr Kind wegzugeben, handelt ordnungswidrig.

Sofern bei einer unerlaubten Adoptionsvermittlung Geldzahlungen oder sonstige Formen der Bereicherung erfolgen oder eine schwangere Frau finanzielle Unterstützung erhält, mit der Bedingung, das Kind später adoptieren zu können, ist seitens aller Beteiligter der Straftatbestand des Kinderhandels erfüllt.

Kinderhandel wird je nach Schwere der Tat mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Der Versuch ist strafbar (§ 236 Strafgesetzbuch).


letzte Änderung am 24.06.2016

Anschrift

Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg
beim Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Referat 21
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam


Kontakt

Leiterin

Kathrin Otto
Tel.: (0331) 866-3781
Fax: (0331) 866-3708
E-Mail

Mitarbeiterinnen

Gabriele Adamczewski
Tel.: (0331) 866-3783
Fax: (0331) 866-3708
E-Mail

Marén Nieter
Tel.: (0331) 866-3784
Fax: (0331) 866-3708
E-Mail

Gesina Schwieger
Tel.: (0331) 866-3782
Fax: (0331) 866-3708
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