127 Schulen werden „Schulen für gemeinsames Lernen“

Presseinformation vom 29.03.2017

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  • Ab dem Schuljahr 2017/18 werden 127 brandenburgische Schulen das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ umsetzen, darunter 100 Grundschulen, 24 Oberschulen (inkl. Oberschulen mit Grundschulteil) sowie 3 Gesamtschulen (inkl. Gesamtschulen mit Grundschulteil). In den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 werden alle „Schulen für gemeinsames Lernen“ zusätzlich mit 432 Lehrkräften ausgestattet, die Kosten belaufen sich auf 23 Millionen Euro. Das gab Bildungsminister Günter Baaske am Vormittag in der Regenbogenschule Potsdam-Fahrland bekannt. Das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam in einer Klasse lernen.

Minister Baaske: „Immer mehr Eltern wünschen sich, dass ihr Kind trotz besonderen Unterstützungsbedarfs an einer allgemeinen Schule vor Ort lernen kann. Zudem wollen wir mehr Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf zu einem KMK-anerkannten Schulabschluss führen und damit ihre Chancen auf eine Berufsausbildung verbessern. Beiden Anliegen tragen wir mit diesem Konzept Rechnung. Die Schulen werden dafür mit zusätzlichem pädagogischem und sonderpädagogischem Personal ausgestattet, um bestmögliche Lernbedingungen schaffen zu können.“

Nach der zweijährigen Einführung bis 2018/19 soll eine Evaluation erfolgen, deren Ergebnis voraussichtlich im Jahr 2020 vorliegen wird. Danach wird über die weitere Umsetzung entschieden. Vorgesehen ist, dass innerhalb von etwa sechs Jahren alle brandenburgischen Grund-, Ober- und Gesamtschulen das „Gemeinsame Lernen“ anbieten und dafür entsprechend ausgestattet werden.

Derzeit haben rund 16.000 brandenburgische Schülerinnen und Schüler einen förmlich festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf, rund zwei Drittel von ihnen (11.000) einen Förderbedarf im Lernen, bei der emotionalen und sozialen Entwicklung oder Sprache (LES). Sie stehen im Mittelpunkt des Konzepts „Gemeinsames Lernen in der Schule“, das Teil des „Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets der Landesregierung“ ist.

Zentrale Elemente des Konzepts „Gemeinsames Lernen in der Schule“ sind der Ausbau und die fachliche Weiterentwicklung von Schulen für „Gemeinsames Lernen“, dazu gehören:

  • ein multiprofessionell angelegtes  Personalkonzept sowie gezielte Fortbildung,
  • zusätzliches pädagogisches Personal,
  • eine Neuausrichtung von schulischer Diagnostik und Förderung sowie
  • eine langfristige, auf wohnungsnahe Schulangebote in allen Förderschwerpunkten orientierte Schulentwicklungsplanung.

Hintergrund zur Regenbogenschule Fahrland:

Die Regenbogenschule Fahrland ist eine der 127 Schulen, die ab dem kommenden Schuljahr 2017/18 das „Gemeinsame Lernen“ anbieten und dafür zusätzlich ausgestattet werden. 284 Schülerinnen und Schüler besuchen die Verlässliche Halbtagsgrundschule, sechs Schülerinnen und Schüler haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung oder Sprache (LES). Schulleiterin Claudia  Lewerenz und Sonderpädagogin Thekla Meissner führten durch den Unterricht und präsentierten, wie das Gemeinsame Lernen an ihrer Schule bereits umgesetzt wird.

Weitere Informationen:

sowie unter www.inklusion-brandenburg.de


letzte Änderung am 07.04.2017

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