Hilfen für Kinder mit Behinderungen in Kindertageseinrichtungen

Wenn ein Kind mit Behinderungen eine Kindertagesstätte besuchen soll, sollten Sie sich zunächst an das für Ihren Wohnort zuständige Jugendamt wenden. Dort wird über die bestehenden Betreuungsmöglichkeiten beraten und  Hilfe bei der Antragstellung angeboten.

Kinder mit Behinderungen können - in Abhängigkeit vom Förderbedarf und der konkreten Situation - entweder in eine Regeleinrichtung gehen (das ist meist eine Einzelintegration) oder eine Integrationskindertagesstätte besuchen (dort werden mehrere Kinder mit Behinderungen integriert).

Für den Mehrbedarf, der sich aufgrund der Betreuung eines behinderten Kindes in der Kita unter Umständen ergeben kann, sind unterschiedliche Zuständigkeiten zu beachten:

  • Bei einer seelischen Behinderung oder bei Erziehungshilfebedarf ist das Jugendamt für die Eingliederungshilfe zuständig.
  • Bei einer körperlichen oder geistigen Behinderung ist das Sozialamt für die Eingliederungshilfe zuständig.

Die jeweils zutreffende Hilfeleistung ist beim genannten Träger der Eingliederungshilfe zu beantragen.

 

Im Rahmen unseres Services stellen wir Ihnen die

zur Verfügung.

Relevante rechtliche Rahmenbedingungen für den Bereich Kindertagesbetreuung finden Sie in folgenden Gesetzen bzw. in der genannten Verordnung:

  • Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe
  • Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX)
  • Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)
  • Zweites Gesetz zur Ausführung des Achten Buches des Sozialgesetzbuches - Kinder und Jugendhilfe - Kindertagesstättengesetz (KitaG)
  • Verordnung über die Anzahl und Qualifikation des notwendigen pädagogischen Personals in Kindertagesstätten (Kita-Personalverordnung - KitaPersV)

Die wichtigsten Paragraphen aus diesen Gesetzen bzw. der Verordnung sind im folgenden Arbeitspapier zusammengestellt.

In der Praxis haben sich zwei unterschiedliche Formen der integrativen Betreuung entwickelt.

Zum einen besteht die Möglichkeit Kinder mit und ohne Behinderungen in sogenannten integrativen teilstationären Einrichtungen für Kinder (I-Kita) betreuen zu lassen.
Diese Einrichtungen haben ein integratives Konzept zur Betreuung behinderter und nicht-behinderter Kinder entwickelt, organisieren zusätzliche heilpädagogische und therapeutische Hilfen in der Einrichtung und kooperieren mit Therapeuten und anderen zuständigen Fachkräften.
Voraussetzung für die Umsetzung des integrativen Konzeptes zur Betreuung von mehreren Kindern mit Behinderungen sind hier die entsprechenden räumlichen und personellen Rahmenbedingungen.
      
Neben der Betreuung in einer integrativen teilstationären Kindertageseinrichtung besteht die Möglichkeit der Einzelintegration in eine „Regelkindertageseinrichtung" (jede Kindertagesstätte nach Kindertagesstättengesetz, § 2 KitaG).
Hier erfolgt die Aufnahme und Förderung von (einzelnen) Kindern mit einer Behinderung in eine bestehende Kindertageseinrichtung am Wohnort.
Damit auch hier die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderungen gelingt, muss das Team vorbereitet und Fachpersonal vorhanden sein, sowie die notwendigen heilpädagogischen Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden können.


letzte Änderung am 21.07.2014