Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement

Ehrenamtsempfang 2010

Um das ehrenamtliche Engagement im Land Brandenburg zu unterstützen, hatte der Minister für Bildung, Jugend und Sport, Holger Rupprecht, 65 besonders engagierte, ehrenamtlich Tätige zur nunmehr 10. Auszeichnungsveranstaltung eingeladen. Auf der Basis von Vorschlägen aus den Staatlichen Schulämtern, der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, des Landessportbundes und des Ministeriums wurden Ehrenamtler aus den Bereichen Bildung und Weiterbildung sowie Jugend und Sport geehrt. Beim Empfang waren Mitglieder der schulischen Mitwirkungsgremien ebenso vertreten wie Jugendschiedsrichter im Sport, ehrenamtliche Jugendklubleiter, Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, Mitwirkende beim Kinder- und Jugendtelefon oder Leiter von Kunstzirkeln. 


Auch die Kinder- und Jugendhilfe lebt zu einem nicht geringen Teil von freiwilligem und bürgerschaftlichem Engagement, das in vielen unterschiedlichen Bereichen stattfindet.

Es engagieren sich zum einen junge Menschen freiwillig und zum anderen engagieren sich Erwachsene für Kinder und Jugendliche. Die verschiedenen Formen des freiwilligen Engagements, wie das Ehrenamt, das bürgerschaftliche Engagement, die freiwillige Arbeit, der Freiwilligendienst und die Selbsthilfe, gehen in der Praxis häufig ineinander über.

Im 3. Kinder- und Jugendbericht für Brandenburg (Link s. Spalte rechts) wurden einige Beispiele vorgestellt:

Ehrenamtliche Tätigkeit von jungen Menschen wird durch

  • die Übernahme von Funktionen in Jugendverbänden,
  • die Mitarbeit in Jugendparlamenten oder aber
  • die Mitarbeit in Jugendvertretungen nach dem Betriebsverfassungsgesetz

geleistet.

Ehrenamtliche Tätigkeit von Erwachsenen für junge Menschen ist

  • das Engagement in Vereinen und Gremien der freien Träger der Jugendhilfe,
  • die Mitarbeit in Elternvertretungen in der Kindertagesstätte,
  • die Mitarbeit in Jugendhilfeausschüssen oder
  • die Arbeit als Jugendschöffe.

Bürgerschaftliches Engagement von jungen Menschen findet statt in Form der

  • Durchführung von Angeboten der Jugendarbeit,
  • Mitarbeit in politischen Organisationen,
  • Mitarbeit in Gewerkschaften und
  • Mitarbeit in Entwicklungshilfevorhaben sowie in ökologischen, sportlichen und sozialen Projekten.

Freiwilligendienste leisten junge Menschen durch die Teilnahme

  • am freiwilligen sozialen Jahr,
  • am freiwilligen ökologischen Jahr,
  • am freiwilligen sozialen Trainingsjahr,
  • am EU-Aktionsprogramm "Jugend",
  • an einer Au-pair-Tätigkeit,
  • an Praktika und
  • an vielfältigen weiteren kurz- oder längerfristigen Einsätzen.

Freiwilligenarbeit junger Menschen ist die Mitarbeit in Jugendfreizeiteinrichtungen ebenso wie ein punktuelles Engagement für soziale, ökologische oder andere gemeinnützige Zwecke.

Selbsthilfeaktivitäten junger Menschen:

  • Engagement in selbst organisierten Jugendfreizeiteinrichtungen,
  • Arbeitsgruppen zur Beschaffung von Mitteln für besondere Aktivitäten,
  • Schaffung von jugendgemäßer Infrastruktur im Rahmen von Eigenleistungen,
  • selbst organisierte Gruppen bei spezifischen Problemlagen.

Selbsthilfeaktivitäten Erwachsener (in der Regel der Eltern) für ihre Kinder:

  • Elterninitiativen zur Betreuung von Kindern,
  • Schaffung von Kinderspielplätzen in Eigenleistungen und
  • auf Gegenseitigkeit angelegte Hilfenetzwerke, Nachbarschaftshilfen.

letzte Änderung am 21.12.2011

Kontakt

Günther Kruse
Tel.: (0331) 866 3710
E-Mail