Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Verkehrszeichen 356 - Verkehrshelfer

Die Verkehrs- und Mobilitätserziehung hat die Aufgabe, Kinder über die vielfältigen Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären und richtiges Verhalten einzuüben. Dies beginnt im Elternhaus sowie im Kindergarten und setzt sich in der Schule fort. Aber auch ein verbessertes Verkehrsverständnis der Kinder ist noch keine Garantie für sicheres Verkehrsverhalten: Sobald ihre Aufmerksamkeit für den Verkehr durch andere interessante Reize abgelenkt wird, geraten Gefahrenbewusstsein, Verkehrsregeln und Verkehrsverhaltensanweisungen in den Hintergrund. Hier hilft ein weit gehend automatisiertes, gut eingeübtes Verkehrsverhalten. Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist mit psychomotorischen Übungen gekoppelt, da Kinder ihr Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Anpassungs- und Reaktionsvermögen noch entwickeln. Oftmals verunglücken Kinder nicht, weil sie die Regeln nicht kennen, sondern weil sie den komplexen Anforderungen des Straßenverkehrs nicht gewachsen sind.

Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist in der Form eines übergreifenden Themenkomplexes nach §12 des Brandenburgischen Schulgesetzes (BbgSchulG) in allen Schulstufen sowohl im Unterricht als auch in sonstigen Schulveranstaltungen in angemessener Weise zu berücksichtigen.
Verkehrs- und Mobilitätserziehung spiegelt sich in den Rahmenlehrplänen der Primar- und der Sekundarstufe wider und kann konzeptionell in die Schulprogrammarbeit integriert werden.

Weitere Informationen hierzu sind auf dem Brandenburgischen Bildungsserver (BBS) eingestellt (Schulische Prävention im Team).
Grundlage der Verkehrserziehung ist die Empfehlung der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland: Empfehlung zur Verkehrserziehung in der Schule, i. d. F. vom 17.6.1994, Bonn.

Zur Intensivierung der Verkehrssicherheitsarbeit gibt es seit dem Jahr 2004 ein Integriertes Verkehrssicherheitsprogramm des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Schülerlotsen/Verkehrshelfer

Als Schulweglotsen können Schülerlotsen und ehrenamtlich tätige Erwachsene (Verkehrshelfer) eingesetzt werden.
Sie haben die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur Schule, zu schulischen Einrichtungen und zu besonderen schulischen Veranstaltungen vor Gefahren im Straßenverkehr zu schützen. Sie haben keine polizeilichen Befugnisse und keine Funktion zur Regelung des Verkehrs.
Der Einsatz von Schulweglotsen wird durch das Zeichen 356 der Straßenverkehrsordnung (StVO) kenntlich gemacht. Siehe auch Verwaltungsvorschriften über den Einsatz von Schulweglotsen (VV-Schulweglotsen - VV-Schulo) vom 29. Januar 2008 (Vorschriften online)

letzte Änderung am 13.10.2014