Individual- und Vereinssport

Angesichts landesweit niedriger Infektionszahlen ist auch im Sport wieder mehr möglich. Die Regelungen zum Sport wurden vollständig neugefasst (§ 12 der Eindämmungsverordnung: Absatz 1 betrifft den Indoor-Sport; Absatz 2 regelt den Outdoor-Spor; Absatz 3 enthält Ausnahmen von den Beschränkungen für den Indoor-Sport).

Der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen und auf Spielplätzen ist unter Auflagen möglich, dies gilt für den kontaktlosen und den Kontaktsport.

Für alle Bereiche gilt weiterhin: Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt für drei Tage eine Inzidenz von über 100, greift die sogenannte Notbremse – bundeseinheitlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Das Bundesrecht gilt direkt.

Outdoor: Breitensport unter freiem Himmel ist erlaubt

Auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen und Spielplätzen unter freiem Himmel ist die Sportausübung ohne Personenbegrenzung zulässig (Training und Wettkampf). Alle Personen müssen symptomfrei sein. Auch Kontaktsport outdoor ist auf Sportanlagen zulässig (z. B. Fußball). Es sind keine Negativ-Tests erforderlich. Es ist kein Hygienekonzept erforderlich. Dies bedeutet, dass unter freiem Himmel beispielsweise Fußball, Volleyball, Rasenhockey, Leichtathletik, Sportschießen, Tennis auf Sportanlagen usw. zulässig sind.

Die Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder von Gemeinschaftseinrichtungen und Sanitäranlagen ist zulässig, ohne Maskenpflicht (es sei denn, der Betreiber sieht das Tragen einer Maske für die Sanitärräume oder die geschlossenen Räume der Sportanlage vor).

Sport im öffentlichen Raum (außerhalb von Sportanlagen z. B. Laufgruppen) ist gestattet

  • mit den Angehörigen aus zwei Haushalten (ohne Personenbegrenzung) oder
  • mit bis zu 10 Personen, wenn die Personen aus mehr als zwei Haushalten stammen (z. B. 10 Leute aus 10 Haushalten bei einer Laufgruppe).

Begleiteter kontaktfreier Sport im öffentlichen Raum (außerhalb von Sportanlagen) mit Kinder- und Jugendsportgruppen ist zulässig ohne Begrenzung und ohne Zwei-Haushalte-Regel. Für Geimpfte und Genesene gilt die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum nicht, d. h. sie zählen bei der Berechnung der Zahl der zulässigen Haushalte oder der Personenzahlbegrenzung nicht mit.

Indoor: Sport ist – unter Auflagen – erlaubt

In öffentlichen und privaten Sportanlagen und Spielplätzen ist die Sportausübung zulässig, wenn die Betreiberin oder der Betreiber auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts:

  • den Zutritt steuert,
  • Terminbuchungen vorsieht (ad-hoc-Buchungen sind zulässig),
  • Personen mit Symptomen den Zutritt verweigert,
  • nur Personen den Zutritt gewährt, die einen Nachweis über einen Negativ-Test vorlegen (ab 6 Jahren) oder geimpft oder genesen sind; Schülerinnen und Schüler können als Nachweis eine nach dem Schulrecht zulässige Erklärung ihrer Erziehungsberechtigten bzw. bei Volljährigkeit eine selbst unterzeichnete Erklärung vorlegen (über das Ergebnis des Selbsttests),
  • die Kontaktnachverfolgung ermöglicht,
  • das Tragen einer Maske in den Umkleideräumen umsetzt (wegen § 2 Abs. 3 Nr. 1 gilt die Maskenpflicht erst ab 6 Jahren),
  • Austausch der Raumluft vorsieht.

Für Kontaktsport in geschlossenen Räumen gelten die gleichen Voraussetzungen wie für kontaktfreien Sport Indoor (Hygienekonzept etc.), allerdings ist die Personenzahl auf 30 Sportausübende, die gemeinsam Sport ausüben, begrenzt. Genesene und Geimpfte zählen nicht mit.

Kontaktfrei ist eine Sportausübung immer dann, wenn bei der Ausübung das Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten wird. Untersagt sind daher nicht konkrete Sportarten wie z. B. Ringen oder Fußball, sondern es wird für die konkrete Sportausübung im Einzelfall angeordnet, dass die Ausübung individuell/kontaktfrei – also unter Einhaltung des Abstandsgebotes – zu erfolgen hat. Bei der Ausübung der Wurf- und Stoßdisziplinen (Diskus, Hammer, Kugel, Speer) und der Sprungdisziplinen (Weitsprung, Hochsprung und Stabhochsprung) kann in der Regel der Abstand unproblematisch eingehalten werden.

Aber auch im Trainingsbetrieb bei fast allen anderen Sportarten können Trainingsmittel und Übungen eingesetzt werden, die die Einhaltung des Abstandsgebotes gewährleisten. So ist Boxtraining unter Einhaltung des Abstandsgebotes gestaltbar, sofern man z. B. das Training an Sandsäcken oder anderen Hilfsmitteln aber ohne Partnerkontakt durchführt. Gleiches gilt z. B. auch für den Tanzsport. Auch das Training von Mannschaftsspielen wie Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Wasserball kann man so gestalten, dass der allgemeine Mindestabstand eingehalten wird. Gleiches trifft auf alle Kampfsportarten wie z.B. Judo, Boxen, Karate, Sumo usw. zu.

Sport in Jugendzentren, Reha-Sport und sozial-therapeutischer Sport

Sport in Jugendzentren
Kinder- und Jugendsport in Jugendzentren oder auf dem zugehörigen Gelände eines Jugendzentrums fällt nicht unter die Sport-Beschränkungen des § 12 der Eindämmungsverordnung, da das Jugendzentrum oder der Außenbereich des Jugendzentrums keine Sportanlage im Sinne der Sportanlagenlärmschutzverordnung ist. Allerdings gelten im Jugendzentrum auch nicht die Lockerungen des § 12. Daher ist im Jugendzentrum als auch im abgegrenzten Außenbereich des Jugendzentrums Kinder- und Jugendsport nur mit Abstand zulässig.

Reha-Sport und sozial-therapeutischer Sport
Reha-Sport ist zulässig. Dies gilt für indoor und outdoor; auch bei Unterschreitung des Abstandsgebotes. Indoor muss es ein Hygienekonzept geben, das nur Zugang für symptomfreie Personen zulässt sowie den Austausch der Raumluft vorsieht. Medizinischen Maske müssen nicht in den Umkleideräumen getragen werden. Die Umkleiden können genutzt werden. Negativ-Tests sind nicht erforderlich.

Sofern Schwimmhallen genutzt werden, gelten die o. g. Regelungen (keine Testpflicht, keine Maskenpflicht). Die speziellere Sonderregelung in § 12 Abs. 3 verdrängt die strengere Regelung für den Publikumsverkehr in § 22.

Profisport (Berufsausübung), Bundesliga und Kadersport

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundesligateams sowie der Leistungssportlerinnen und -sportler der Bundes- und Landeskader, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet, ist zulässig. Dies gilt für Indoor und Outdoor und für Kontaktsport.

Indoor muss es ein Hygienekonzept geben, das nur Zugang für symptomfreie Personen zulässt sowie den Austausch der Raumluft vorsieht.

Sofern Schwimmhallen genutzt werden, gelten die o. g. Regelungen (keine Testpflicht, keine Maskenpflicht). Die speziellere Sonderregelung in § 12 Abs. 3 verdrängt insoweit die strengere Regelung für den Publikumsverkehr in § 22 der Eindämmungsverordnung.

Zu Berufs- oder Profisportlerinnen und -sportlern sind alle Sportlerinnen und Sportler zu rechnen, die vertraglich zu einem Verein, Verband oder einer Sportorganisation – (auch gewerblicher Art) – gebunden sind und ein Entgelt erhalten, aus dem sie ihren Lebensunterhalt im Wesentlichen bestreiten. Es kommt nicht darauf an, ob die entsprechende Liga oder der Sportbereich in der Öffentlichkeit mit dem Begriff „Amateur“-Sport verbunden ist, sondern auf die tatsächlich gegebenen rechtlichen Verhältnisse.

Die Regionalligen im Fußball werden zwar in der Öffentlichkeit und sportfachlich als „Amateurligen“ bezeichnet, faktisch sind aber die Sportlerinnen und Sportler regelmäßig arbeitsvertraglich an ihre Vereine gebunden. Sie dürfen folglich weitermachen. Bestehen solche Mannschaften sowohl aus Berufs- als auch Freizeitsportlern, kann aufgrund des Willens des Verordnungsgebers abgeleitet werden, dass die Mannschaften in dieser Zusammensetzung weiter trainieren dürfen und an Wettkämpfen teilnehmen können, wenn anders ein ordnungsgemäßer und zulässiger Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht mehr möglich wäre (z. B. wenn sämtliche Torhüter Amateursportler sind). Die Berufsausübungsfreiheit von Profisportlerinnen und Profisportlern soll insgesamt gewährleistet bleiben. Vertraglich gebundene Trainerinnen und Trainer reichen aber nicht aus.

Gleiches gilt auch für alle anderen Sportmannschaften: Besteht eine feste Sportmannschaft sowohl aus Berufs- als auch Freizeitsportlerinnen und -sportlern, dürfen diese gemischten Mannschaften ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb ohne Einschränkungen fortführen. Nicht zulässig ist es hingegen, bereits bestehende feste Sportmannschaften nachträglich um weitere Freizeitsportlerinnen und -sportler zu erweitern.

Schwimmhallen (Indoor) sind ab 11. Juni offen - Freibäder sind geöffnet

Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder sind für den Publikumsverkehr bis zum 10. Juni 2021 geschlossen (§ 22 Abs. 4 Satz 2 Eindämmungsverordnung). Ab 11. Juni sind Schwimmhallen für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Betreiber müssen im Hygienekonzept folgende Maßnahmen vorsehen:

  • Zutritt nur für Symptomfreie,
  • Einhaltung des Abstandsgebots,
  • Zutritts- und Aufenthaltssteuerung,
  • Maskenpflicht in Umkleiden (ab 6 Jahren)
  • Kontaktnachverfolgung,
  • vorherige Terminbuchung (dies gilt nicht für Einrichtungen, die ausschließlich Außenflächen besitzen)
  • regelmäßiger Austausch der Raumluft sowie
  • Zutritt nur bei Vorlage eines Negativ-Testnachweises (ab 6 Jahren) oder für Geimpfte und Genesene.

Für den „nur“-Sportbetrieb in Schwimmhallen gilt § 12 als Sonderregelung und nicht § 22. Dies wurde zwischen dem Gesundheitsministerium (MSGIV) und dem Sportministerium (MBJS) abgestimmt. Dies bedeutet, dass grundsätzlich nur die Vorgaben des § 12 einzuhalten sind:

Für den Sportbetrieb in Indoor-Schwimmbädern gilt (§ 12 Abs. 1 Eindämmungsverordnung):

  • Zutritt nur für Symptomfreie,
  • Einhaltung Abstandsgebot (Variante ohne Personenbegrenzung) oder Begrenzung der Personenzahl auf 30 Sportausübende bei Kontaktsport,
  • Steuerung und Beschränkung des Zutritts,
  • Tragen einer medizinischen Maske in den Umkleideräumen (ab 6 Jahren),
  • Personendatenerfassung,
  • Zutritt nur mit Termin (ad-hoc-Buchung zulässig),
  • regelmäßiger Austausch der Raumluft,
  • Vorlage eines Testnachweises ab 6 Jahren (mit Ausnahme Geimpfte und Genesene) unter Beachtung der Privilegierung für Schülerinnen und Schüler.

Die Nutzung der Schwimmhallen durch Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundes- und Landeskader, durch Schulen (einschließlich Ganztagsangebote) und Kitas sowie durch die Sportpraxis an Hochschulen ist weiterhin zulässig und richtet sich nach § 12 Abs. 3 Eindämmungsverordnung (keine Tests, keine Terminbuchungen, keine Masken). Dies gilt auch für den medizinisch notwendigen Sport (Reha-Sport) oder den sozial-therapeutischen Sport.

Freibäder sind geöffnet
Freibäder
sind für den Publikumsverkehr mit bis zu 500 Besucherinnen und Besuchern geöffnet. Die Betreiber müssen im Hygienekonzept folgendes vorsehen:

  • Zutritt nur für Symptomfreie,
  • Einhaltung des Abstandsgebot,
  • Zutritts- und Aufenthaltssteuerung,
  • Ermöglichung der Kontaktnachverfolgung.

Für den „nur“-Sportbetrieb in Freibädern gilt allerdings nur § 12 Abs. 2: Die Sportausübenden müssen asymptomatisch sein.

Rettungsschwimmen

Sportausübung auf Sportanlagen im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer ist uneingeschränkt zulässig. Es muss ein Hygienekonzept geben, das nur symptomfreie Personen den Zugang zulässt sowie den Austausch der Raumluft vorsieht. Veranstalter dürfen nur anerkannte Hilfsorganisationen sein. Die Umkleiden können ohne Maske genutzt werden. Negativ-Tests sind nicht erforderlich. Sofern Schwimmhallen genutzt werden, gelten die o. g. Regelungen (keine Testpflicht, keine Maskenpflicht). Die speziellere Sonderregelung in § 12 Abs. 3 verdrängt insoweit die strengere Regelung für den Publikumsverkehr in § 22.

Sportveranstaltungen mit Zuschauenden


Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel sind bis zu 500 zeitgleich anwesenden Besucherinnen und Besuchern zulässig. Sportausübende und Funktionspersonal zählen nicht dazu. Die Veranstalter müssen im Hygienekonzept Folgendes sicherstellen:

  • vorherige Terminvergabe,
  • Zutritt nur für symptomfreie Personen sowie negativ getestete Personen (ab 6 Jahren), geimpft oder genesene Personen,
  • Zutritts- und Aufenthaltssteuerung,
  • Einhaltung des Abstandsgebots und
  • der Maskenpflicht (ab 6 Jahren); die Tragepflicht gilt auch auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen vor den Eingangsbereichen einschließlich der direkt zugehörigen Parkplätze,
  • Kontaktnachverfolgung,

 Bei Sportveranstaltung mit Zuschauern in geschlossenen Räumen sind bis zu 200 zeitgleich anwesende Besucherinnen und Besucher zulässig. Zusätzlich zu den Regelungen für ein Outdoor-Hygienekonzept ist indoor der regelmäßige Austausch der Raumluft abzusichern.

Mitgliederversammlungen – Gremien

Vereinssitzungen sind Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter und sind unter freiem Himmel mit bis zu 500 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 200 zeitgleich anwesenden Vereinsmitgliedern, einschließlich Gästen zulässig. Geimpfte und Genesene zählen nicht mit.

Im Hygienekonzept muss Folgendes sichergestellt sein:

  • Zutritt nur für symptomfreie Personen
  • Einhaltung des Abstandsgebot
  • Maskenpflicht (ab 6 Jahren); die Tragepflicht gilt auch auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen vor den Eingangsbereichen einschließlich der direkt zugehörigen Parkplätze
  • Kontaktnachverfolgung
  • regelmäßiger Luftaustausch in geschlossenen Räumen.
Geimpfte und Genesene

Sofern eine Testpflicht vorgesehene ist bzw. als Voraussetzung für die Sportausübung geregelt ist, gilt dies nicht für geimpfte und genesene Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impf- bzw. Genesenennachweises sind und diesen Nachweis erbringen (gem.§ 2 Nr. 2 bis 5, § 3 Abs. 2 sowie § 7 Abs. 2 der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung), denn sie sind negativ Getesteten gleichgestellt. Mit der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes, die bereits am 9. Mai 2021 in Kraft getreten ist, gelten Kontaktbeschränkungen nicht mehr für Geimpfte und Genesene.Das bedeutet:

  • Bei einer privaten Zusammenkunft, an der ausschließlich geimpfte Personen oder genesene Personen teilnehmen, gelten keine Kontaktbeschränkungen.
  • Bei einer privaten Zusammenkunft, an der auch andere als geimpfte oder genesene Personen teilnehmen, werden vollständig geimpfte und genesene Personen bei den Kontaktbeschränkungen nicht mitgezählt.
  • Das gilt für private Zusammenkünfte sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum.

Bei allen Zusammenkünften, wo das Private im Mittelpunkt steht, werden Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Das gilt sowohl für eine private Verabredung im öffentlichen Raum (zum Beispiel Spaziergang, Wanderung, Gaststätte) als auch im privaten Wohnraum. Bei einem privaten Treffen im öffentlichen Raum müssen jedoch alle die Abstandsregel einhalten werden, im privaten Wohnraum nicht.

Geimpfte und Genesene müssen Folgendes weiterhin einhalten:

  • Abstandsgebot,
  • Maskenpflicht sowie
  • Vorgaben in Hygiene- und Schutzkonzepten.

Geimpfte müssen einen Nachweis für einen vollständigen Impfschutz vorlegen. Der Nachweis einer vollständigen Impfung erfolgt über die Impfdokumentation. Das kann entweder der Eintrag ins gelbe Impfbuch sein, der Nachweis, den man beim Arzt oder im Impfzentrum erhalten hat – oder später auch der digitale Impfnachweis. Auch ausländische Impfzertifikate werden anerkannt. Voraussetzung ist aber, dass die Person mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft wurde. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen. Dazu gehören Atemnot, Husten, Fieber und Geruchs- oder Ge-schmacksverlust.

Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test (oder einen anderen Nukleinsäurenachweis), der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.

Testpflicht und Nachweis

Die Pflicht zur Vorlage eines Testnachweises entfällt bei der Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel. Der Outdoor-Sport (sowohl kontaktloser als auch Kontaktsport) ist nur noch an die Symptomfreiheit der Sporttreibenden gebunden.

Die Anforderungen an den Testnachweis, der für den Indoor-Sport gefordert wird, werden bundesweit einheitlich über die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung vorgegeben. Für den Sportbereich kommen drei Varianten eines Testnachweises in Betracht:

  • Der schriftlich oder digital ausgestellte Nachweis eines Testzentrums, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.
  • Nachweis auf Grundlage eines sogenannten Selbsttests (nicht älter als 24 Stunden). Selbsttests müssen gemäß § 2 Nummer 7 lit. a) COVID-19-Schutzmaßnamen-Ausnahmeverordnung „vor Ort unter Aufsicht desjenigen stattfinden, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist“. Dies sind im Falle des Indoor-Sports gemäß § 12 Abs. 1 Eindämmungsverordnung die jeweiligen Betreiber von Sportanlagen bzw. die vom Betreiber beauftragten Verantwortlichen der Sportvereine. Der Selbsttest muss also in Gegenwart des Betreibers oder eines vorher bestimmten Verantwortlichen des Betreibers von einem Sportverein durchgeführt werden muss.
  • Nachweis im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes, die durch Personal erfolgt, welches die dafür nötige Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt.

Eine Sonderregelung gilt für Schülerinnen und Schüler (i.S.d. Brandenburger Schulgesetzes): Hier ist es ausreichend, wenn sie, sofern sie nicht volljährig sind, als Nachweis eine von einem Sorgeberechtigten unterzeichnete Bescheinigung über das negative Ergebnis eines ohne fachliche Aufsicht durchgeführten Antigen-Tests zur Eigenanwendung vorlegen. Im Falle der Volljährigkeit reicht die eigene Unterschrift. Das bedeutet, dass die Testnachweise für die Schule bzw. die für die Schule zur Verfügung gestellten Tests auch für den Sportbetrieb genutzt werden können.

Die Testpflicht gilt nicht für geimpfte und genesene Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impf- bzw. Genesenennachweises sind und diesen Nachweis erbringen (gem. § 2 Nr. 2 bis 5, § 3 Abs. 2 sowie § 7 Abs. 2 der Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung), denn sie sind negativ Getesteten gleichgestellt.



Organigramm / Anschrift

Organigramm

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Heinrich-Mann-Allee 107 (Haus 1/1a)
14473 Potsdam
Anfahrt

Twitter