Jugend und Jugendhilfe

Kinder und Jugendliche sind von den Einschränkungen in der Pandemie besonders betroffen, obwohl sie deutlich seltener erkranken als ältere Menschen. Die Angebote der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit sind zudem – insbesondere für Kinder und Jugendliche aus herausfordernden Lebensverhältnissen – eine große Unterstützung. Die Jugendarbeit unterliegt keinen Beschränkungen, wenn es sich um Angebote der Kinder- und Jugendarbeit handelt. Es gibt zudem keine Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum, wenn es sich um begleitete Außenaktivitäten mit Kindern und Jugendlichen handelt. Seit 24. November 2021 gilt in Brandenburg die Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung. Sie enthält einige wenige Änderungen für die Jugendarbeit und die außerschulische Bildung.

Keine Tests, kein Abstand, keine Maskenpflicht in der Kinder- und Jugendarbeit

Die Jugendarbeit unterliegt keinen Beschränkungen, wenn es sich um Angebote der Kinder- und Jugendarbeit handelt. Das Abstandsgebot gilt nicht zwischen Kindern und Jugendlichen sowie zwischen diesen und den betreuenden Fachkräften bei der Wahrnehmung von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe (§ 3 Abs. 2 Nr. 4 der Eindämmungsverordnung). Die Aufhebung des Abstandsgebots hat zur Folge, dass bei Nichteinhaltung des Abstandsgebots auch keine medizinische Maske getragen werden muss, denn das Abstandsgebot gilt in den genannten Angeboten nicht.  Die Wahrnehmung von Angeboten der Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit und der Besuch von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist ohne Testnachweis/ Impf- oder Genesenenstatus möglich.

Jugendherbergen und Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen

Jugendherbergen, Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen oder Schullandheime sind vom 2G-Zutrittsmodell ausgenommen, wenn sie Jugendgruppen beherbergen, die sich im Rahmen von Angeboten der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit dort aufhalten. Gleiches gilt für Schulklassen, da die daran teilnehmenden Kinder und Jugendlichen entweder unter 12 Jahre oder junge Menschen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind, die über einen Testnachweis verfügen, der regelmäßig in der Schule überprüft wird (§ 7 Absatz 1 Ziffer 3 und 4 der Eindämmungsverordnung). In gemeinschaftlich genutzten Räumen gilt für alle das Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Für Familien oder andere Gruppen, die sich zu touristischen Zwecken in den Jugendherbergen, Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen oder Schullandheimen aufhalten gilt die 2G-Regelung.

2G bei Exkursionen in andere Einrichtungen

Wenn z.B. Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Schwimmhallen aufgesucht werden, für die flächendeckend das 2G-Zutrittsmodell gilt. Gedenkstätten, Museen, Planetarien, Freizeitparks, Tierparks, Theater, Kinos, Spaß- und Freizeitbäder können nur von Geimpften, Genesenen, Kindern bis zum 12. Geburtstag ohne Testnachweis sowie Jugendlichen zwischen 12 Jahren und bis zum 18. Geburtstag mit Testnachweis besucht werden. Dies gilt auch für alle anderen Bereiche, in denen eine 2-G-Regelung vorgeschrieben ist.

In Einrichtungen, in denen nun die 2G-Zutrittsgewährung gilt, benötigen Schülerinnen und Schüler bis zum 18. Geburtstag keinen extra Testnachweis, weil diese bereits „im Rahmen eines verbindlichen Schutzkonzeptes der von ihnen besuchten Schule einer regelmäßigen Testung“ unterliegen.

Jugendliche und junge Menschen ab 18 Jahren dürfen Einrichtungen mit 2G nur als Geimpfte, Genesene oder als Person ohne Impfempfehlung (Maskenpflicht und Nachweis erforderlich!) besuchen.

Produktionsschulen ohne Beschränkungen

Die Produktionsschulen sind Angebote der Jugendsozialarbeit. Damit treffen die Bedingungen der Kinder- und Jugendarbeit ohne Beschränkungen zu. Die Teilnahme an Produktionsschulen ist ohne Test möglich, da generell für Angebote/Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe keinerlei Testpflicht vorgesehen ist. Aus anderen Vorschriften lässt sich eine Testpflicht nicht herleiten, es sei denn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Produktionsschule machen eine Exkursion zu einem Ort, an dem nunmehr 2G gilt. Jugendliche bis 18 müssen dann einen Testnachweis vorlegen.

Maskenpflicht in Jugendbildungsstätten

In geschlossenen Räumen gilt die Maskenpflicht für alle Personen. Eine Ausnahme hiervon ist nur noch für den Fall vorgesehen, dass „die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt“.

Strengere Vorgaben gibt es nun auch für den Testnachweis von (ungeimpften oder nicht genesenen) Teilnehmenden: Dieser ist täglich vor dem Beginn der ersten Unterrichtseinheit oder Lehrveranstaltung in Präsenz vorzulegen. Die tägliche Testpflicht besteht nun neu auch bei Veranstaltungen unter freiem Himmel. Für Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen eines schulischen Testkonzepts regelmäßig getestet werden, reicht weiterhin ihre Bescheinigung aus der Schule. Alle anderen Teilnehmenden können auch einen Antigentest zur Eigenanwendung ohne fachliche Aufsicht machen und das negative Ergebnis bescheinigen bzw. von ihren Sorgeberechtigten bescheinigen lassen.

Die Pflicht zur Erstellung eines individuellen Hygienekonzepts bleibt bestehen.

3G-Regel für Beschäftigte in Kinder- und Jugendeinrichtungen

Die Träger von Kinder- und Jugendeinrichtungen haben eine doppelte Verantwortung:

  • in ihrer Funktion als Arbeitgeber für den Schutz von Kolleginnen und Kollegen
  • für die Gesundheit der von ihnen betreuten Kinder und Jugendlichen bzw. pädagogisch darauf hinzuwirken, dass sie sich um ihre eigene Gesunderhaltung bemühen.

Alle Träger und Einrichtungen haben die die Möglichkeit, eigene Regelungen zu treffen, um den Schutz vor Ansteckung weiter zu verbessern. Der beste Schutz ist die Impfung, für die die Fachkräfte selbst verantwortlich sind. Die Träger und Einrichtungen können weitere Regelungen treffen, z.B. zum Tragen von Schutzmasken und Abstandsgeboten. Einzelne Angebote, die ein besonderes Risiko bedeuten würden, können und sollten ausgesetzt werden. Das kann aber nur im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung vor Ort entschieden werden.

Seit 24.11.21 gilt die 3G-Regelung am Arbeitsplatz gemäß § 28b Infektionsschutzgesetz: Beschäftigte und Arbeitgeber, die untereinander oder zu Dritten physische Kontakte haben oder diese nicht ausgeschlossen werden können, dürfen die Arbeitsstätte nur als geimpfte Personen, genesene Personen oder getestete Personen betreten. Der Arbeitgeber ist insoweit verpflichtet, dies durch Nachweiskontrollen täglich zu überwachen und regelmäßig zu dokumentieren; die Beschäftigten und Arbeitgeber sind verpflichtet, einen Nachweis auf Verlangen vorzulegen.


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