Schule und Unterricht

Im Schuljahr 2021/22 sind alle Schulen im Regelbetrieb mit vollem Präsenzunterricht gestartet.

  • Der Unterricht erfolgt auf Grundlage der Stundentafel bzw. auf der Grundlage des Kurssystems in der gymnasialen Oberstufe. Damit wird die Wissens- und Kompetenzvermittlung in allen Fächern, Lernbereichen und Lernfeldern gesichert.
  • Der im Rahmen der Kontingentstundentafel ausgewiesene Schwerpunktunterricht soll vorwiegend für die Kernfächer genutzt werden, um das Aufholen von Lernrückständen zu unterstützen.
  • Zu den auf der Grundlage der erhobenen Lernausgangslagen dabei identifizierten Lernrückständen können individuelle Lernpläne (weiter) entwickelt und angeboten werden. Die Schulen informieren die Eltern zeitnah über die Ergebnisse der Lernausgangslage. 

Der Regelbetrieb an den Schulen ist möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Seit 15. November gilt für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und das weitere Personal die Maskenpflicht im Schulgebäude.

Die Präsenzpflicht ist ab 29. November 2021 für Schülerinnen und Schüler einzelner Jahrgangsstufen aufgehoben: Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 5 der Primarstufe (einschließliche Förderschule Lernen), der Jahrgangsstufen 7 und 8 der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen einschließlich der Jahrgangsstufen 5 und 6 der Leistungs- und Begabungsklassen können aufgrund einer entsprechenden Erklärung ihrer Sorgeberechtigten dem Präsenzunterricht fernbleiben. Für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen, die sich in den Bildungsgängen der Grundschule oder der weiterführenden allgemeinbilden Schule befinden, gelten o.g. Bestimmungen. Schülerinnen und Schüler an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ und „Lernen“ können in allen Jahrgangsstufen aufgrund einer entsprechenden Erklärung ihrer Sorgeberechtigten dem Präsenzunterricht fernbleiben.

differenzierte Präsenzpflicht an Schulen ab 29. November

Die im Zusammenhang mit früheren Schulschließungen gesammelten Erfahrungen zeigten die gesundheitlichen und psychosozialen Folgeprobleme für Schülerinnen und Schüler deutlich auf. Schulschließungen können daher nicht das Mittel der Wahl sein, vielmehr muss es unser aller Anspruch sein, im Interesse der Schülerinnen und Schüler alles zu tun, dass die Schulen im Präsenzbetrieb bleiben.

Sollten Eltern dennoch eine Befreiung ihrer Kinder vom Präsenzunterricht in Erwägung ziehen, so ist dies weiterhin für folgende Schülergruppen bis zum Beginn der Winterferien möglich:

  • Jahrgangsstufen 1 bis 5 der Primarstufe (einschließlich Förderschule Lernen)
  • Jahrgangsstufen 5 und 6 der Leistungs- und Begabungsklassen
  • Jahrgangsstufen 7 und 8 der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen

Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten erklären dies gegenüber der Schule; einer Begründung bedarf es nicht. Dabei ist die Erklärung mindesten für eine (Schul-)Woche abzugeben.

Das Fernbleiben wird als entschuldigtes Fehlen dokumentiert; die Schulen sollen die Schülerinnen und Schüler mit Lernaufgaben versorgen. Ein Anspruch auf Distanzunterricht besteht nicht.

Präsenzpflicht gilt weiter für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen, die für die weitere Bildungsbiografie aufgrund von Übergängen oder Abschlüssen eine besondere Bedeutung haben; dies sind im Einzelnen:

  • Jahrgangsstufen 6 der Primarstufe (einschließlich Förderschule Lernen)
  • Jahrgangsstufen 9 und 10 (einschließlich Förderschule Lernen)
  • gymnasiale Oberstufe (Jahrgangsstufen 11, 12 und 13)
  • Schülerinnen und Schüler der Oberstufenzentren (OSZ)

Für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen, die sich in den Bildungsgängen der Grundschule oder der weiterführenden allgemeinbilden Schule befinden, gelten o.g. Bestimmungen.

Die Schüler/innen der Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt geistige Entwicklung besuchen die Schule, sofern die Eltern nicht im Einzelfall erklären, dass ihr Kind dem Präsenzunterricht fernbleibt.

> Brief an alle Eltern (25.11.21)

Weihnachtsferien beginnen 3 Tage früher

Die Weihnachtsferien beginnen am Montag, den 20. Dezember 2021 und enden am Freitag, den 31. Dezember 2021. Der Unterrichtsbetrieb endet dementsprechend am Freitag, den 17. Dezember 2021, er setzt wieder ein am Montag, den 3. Januar 2022. Damit können die Kontakte vor Weihnachten mit einem ausreichenden zeitlichen Vorlauf reduziert werden. An einer Lösung für die notwendige Betreuung wird gearbeitet, sie wird zeitnah veröffentlicht.

Betreuung in den drei zusätzlichen Ferientagen vor Weihnachten

Anspruch auf Betreuung während der Unterrichtszeit in den drei zusätzlichen Ferientagen vor Weihnachten (20. bis 22. Dezember 2021) haben alle Schülerinnen und Schüler der Schulen in öffentlicher Trägerschaft, die

  • die Jahrgangsstufen 1 bis 6 der Grundschulen, der Förderschulen und der Schulzentren besuchen,
  • Leistungs- und Begabungsklassen besuchen,
  • Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ besuchen.  

Die Schulen starten bis Montag, den 13. Dezember 2021 eine Abfrage bei den Eltern der o.g. Schulformen, ob und für welche Tage eine Betreuung für die Unterrichtszeit der jeweils besuchten Jahrgangsstufe bzw. im Rahmen der verlässlichen Halbtagsgrundschule gewünscht wird. Verbunden mit der Bitte an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu lassen und das Betreuungsangebot nur in Anspruch zu nehmen, wenn es unbedingt erforderlich ist und eine Betreuung anders nicht gewährleistet werden kann.

Der Umfang der Betreuung umfasst die Unterrichtszeit der besuchten Jahrgangsstufe für den jeweiligen Schultag, wie sie von der regulär besuchten Schule für das Schuljahr 2021/22 geplant wurde. Die Organisation der Betreuung wird von den Schulen in öffentlicher Trägerschaft organisiert, die die betreffenden Schülerinnen und Schüler regulär besuchen. Über die pädagogisch-inhaltliche Gestaltung der Betreuungszeit entscheidet die Schule. Die Schulleitungen stimmen die Organisation der von ihnen verantworteten Betreuung mit den Horten ab. 

  • Für verlässliche Halbtagsgrundschulen (VHG) gilt, dass die Betreuung den Zeitraum der verlässliche Halbtagsgrundschulen deckt (mind. sechs bzw. sieben Zeitstunden).
  • Die Aufsicht durch die Schule umfasst bis zu 15 Minuten vor Beginn und nach Ende der Teilnahme der Kinder an der Betreuung. Diese Zeit soll bis auf 30 Minuten ausgedehnt werden, wenn Fahrkinder die Betreuung besuchen und auf Grund der Abfahrtzeiten eine Beaufsichtigung notwendig ist.
  • Für Förderschulen mit dem förderpädagogischen Schwerpunkt „geistige Entwicklung“ in öffentlicher Trägerschaft gilt, dass die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler angeboten wird.    

Die personelle Absicherung der Betreuung soll grundsätzlich erfolgen durch:

  • das sonstige pädagogische Personal und Freiwilligendienstleistende (bspw. FSJ, Bundesfreiwilligendienst), die zum Dienst an den drei Tagen verpflichtet sind;
  • Lehrkräfte und Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten, die sich dazu freiwillig bereit erklärt haben. Zum freiwilligen Einsatz in der Betreuung sind die Lehrkräfte aller Schulen in öffentlicher Trägerschaft aufgerufen, die Schulleitungen aller Schulen sind gebeten, in ihren Kollegien für den Einsatz zu werben.

Bei der Gruppenbildung für die Betreuung ist der Hygieneplan Schule anzuwenden. Für die Betreuung gilt § 24 Abs. 2 der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung, die Schüler/innen testen sich selbst zu Hause am Montag und Mittwoch.


Maskenpflicht für alle im Schulgebäude

Seit 15. November gilt für alle Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und das weitere Personal an Schulen die Maskenpflicht im Schulgebäude sowie im Innenbereich der Schule. Schülerinnen und Schüler, die ihre medizinische Maske vergessen haben oder ihre mitgebrachte nicht mehr nutzen können, soll nach Maßgabe verfügbarer Mittel eine aus dem Schulsozialfonds finanzierte medizinische Maske ausgegeben werden, soweit anderweitig kein Ersatz geschaffen werden kann.

Ausnahmen von der Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske gelten für alle Schülerinnen und Schülerinnen

  • im Außenbereich der Schule,
  • während des Sportunterrichts,
  • beim Singen und Spielen von Blasinstrumenten im Musikunterricht, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Schüler/innen eingehalten wird,
  • während des Stoßlüftens der Unterrichtsräume, in denen die medizinische Maske im Interesse regelmäßiger Tragepausen zur Erholung auch tatsächlich abgenommen werden sollte,
  • bei Klausuren mit einer Dauer ab 240 Minuten, wenn der Mindestabstand (1,5 Meter) eingehalten wird.   

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf kann die Schule aus pädagogischen Gründen eine weitergehende Befreiung von der Tragepflicht zulassen.

Ausnahmen gelten zudem:

  • für Kinder unter 14 Jahren, sofern sie aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können und die stattdessen eine Allgemeinmaske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen haben; die Feststellung, ob die Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen, treffen die Erziehungsberechtigten;
  • für Gehörlose und schwerhörige sowie Menschen mit einer auditiven Wahrnehmungsstörung, die sie begleitenden bzw. mit ihnen kommunizierenden Personen; hierzu zählen auch regelmäßig Menschen mit auditiven Verarbeitungs- bzw. Wahrnehmungsstörungen, da diese in gleichem Maße wie Gehörlose und schwerhörige Menschen durch die Tragepflicht unverhältnismäßig in ihrer allgemeinen Lebensführung beeinträchtigt werden können.

Verweigern Schülerinnen und Schüler das Tragen einer medizinischen Maske bzw. einer Mund-Nasen-Bedeckung im Innenraum der Schule dürfen sie die Schule nicht betreten. Nehmen Schülerinnen und Schüler nicht am Unterricht teil, weil sie gar nicht zur Schule kommen, weil das Tragen einer medizinischen Maske im Innenraum der Schule verweigert wird, verstoßen sie gegen ihre Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht nach § 44 Abs. 3 Brandenburgisches Schulgesetz. Sie werden mit Lernaufgaben für zu Hause versorgt. Dies ist als unentschuldigtes Fehlen zu werten.

Sofern Eltern aufgrund des Aussetzens der Präsenspflicht in einzelnen Jahrgangsstufen (ab 29.11.2021) die Abwesenheit ihres Kindes vom Präsensunterricht erklären, gilt dies als entschuldigt.

Bei Berufsschülerinnen und Berufsschülern sind zudem die Ausbildungsbetriebe zu informieren. Der versäumte Präsenzunterricht wird auf dem Zeugnis als unentschuldigtes Fehlen vermerkt.

Testpflicht zum Betreten der Schule

Seit 15. November 2021 gilt: Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal müssen dreimal pro Woche eine Bescheinigung über ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen (Montag, Mittwoch, Freitag), sonst dürfen sie die Schule nicht betreten. Vollständig geimpfte oder genesene Personen sind Getesteten gleichgestellt. Aus dem Rettungsschirm des Landes werden ausreichende Testkits für die verpflichtenden Tests an den Schulen beschafft und bereitgestellt. Das gilt auch für die Hortkinder.
> Testkonzept Schule (10.12.21)
> Video: Gebrauchsanleitung für den Schnelltest

Verweigern Schülerinnen und Schüler den Testnachweis und nehmen nicht am Unterricht teil, weil sie gar nicht zur Schule kommen, weil sie den Testnachweis nicht erbringen bzw. sich nicht ausnahmsweise selbst testen wollen, verstoßen sie gegen ihre Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht nach § 44 Abs. 3 Brandenburgisches Schulgesetz.  Sie dürfen die Schule nicht betreten, eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist nicht möglich. Sie werden mit Lernaufgaben für zu Hause versorgt. Dies ist als unentschuldigtes Fehlen zu werten.

Sofern Eltern aufgrund des Aussetzens der Präsenspflicht in einzelnen Jahrgangsstufen (ab 29.11.2021) die Abwesenheit ihres Kindes vom Präsensunterricht erklären, gilt dies als entschuldigt.

Alle Beschäftigten - und damit auch Lehrkräfte - dürfen die Arbeitsstätte nur betreten, wenn sie den Nachweis "geimpft", "genesen" oder "Gestestet" arbeitstäglich erbringen.

Lüften, Lüften, Lüften – Hygieneplan – Infektionsschutz

Das Umweltbundesamt sagt: Die regelmäßige Lüftung über die Fenster ist die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung der Virenmengen in der Luft sowie zur Aufrechterhaltung einer gesunden Raumluft ist. Jeder Unterrichtsraum soll mehrmals täglich gelüftet werden, mindestens in jeder Pause zwischen 3 bis 10 Minuten. Nur in gut zu lüftenden Räumen soll Unterricht stattfinden.

Der Hygieneplan Schule wurde zuletzt am 01.12.2021 den aktuellen Erfordernissen angepasst.
> Rahmenhygieneplan Schulen (01.12.2021)

Weiterhin gilt: Die einfachsten und effektivsten Schutzmaßnahmen gegen eine Corona-Infektion liegen im Verantwortungsbereich jeder und jedes einzelnen:

  • auf korrekte Hust- und Niesetikette achten (ins Taschentuch oder in die Armbeuge),
  • regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen,
  • Berühren von Augen, Nase und Mund vermeiden,
  • Ausleih- und Tauschverbot von Gegenständen mit anderen Personen sowie
  • Räume regelmäßig ausgiebig lüften.

Infektionsschutz
Bei der Organisation des Präsenzunterrichts und der pädagogischen Angebote ist zu beachten:

  • Bei Covid19-typischen Krankheitszeichen müssen betroffene Personen der Schule gemäß gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung fernbleiben: fernbleiben: trockener Husten, Fieber, Atembeschwerden, zeitweiser Verlust von Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen; Beschäftigte weisen eine Erkrankung durch ärztliches Attest nach, Schüler/innen sind zu entschuldigen. 
  • Personen, die mit nachweislich an COVID-19 Erkrankten in einem Hausstand leben oder deren Haushaltsangehörige Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen, dürfen die Schule nicht betreten.
  • Das Nähere dazu ist im Hygieneplan der Schule zu dokumentieren, in der Alltagspraxis zu beachten und in geeigneter Weise regelmäßig ins Bewusstsein der an Schule Beteiligten zu rufen. 
  • Die Organisation des Unterrichts und des Personaleinsatzes soll dem Grundsatz folgen, dass nur so viele Lehrkräfte wie nötig in einer Klasse/Lerngruppe unterrichten, aber auch nicht weniger, als aus Gründen der Fachlichkeit des Unterrichts erforderlich sind.

Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne begeben müssen

  • werden von der Schule mit Lernaufgaben versorgt.
  • Im Falle von Berufsschülerinnen und Berufsschülern sind die Ausbildungsbetriebe zu informieren und die Fehlzeiten zu dokumentieren; der versäumte Unterricht wird – aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne – auf dem Zeugnis als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
  • Bei den anderen Schülerinnen und Schülern werden die Fehlzeiten dokumentiert; der versäumte Unterricht wird - aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne auf dem Zeugnis - als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
Aufholen von Lernrückständen

Die geplanten Maßnahmen des Aktionsprogramms von Bund und Ländern „Aufholen nach Corona“ sind breit gefächert sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler erreichen. Dabei geht es um:

  • ergänzende Lernangebote,
  • individuelle Lernbegleitung,
  • außerschulische Förderangebote,
  • Angebote der Schulsozialarbeit,
  • Bewegungsangebote und Schwimmkurse,
  • zusätzliche Ferien- und Freizeitmöglichkeiten sowie
  • Freiwilligendienste.

Die Lern- und soziale Kompetenzförderung durch zusätzliche außerschulische Angebote setzte zum Beginn des Schuljahres ein. In einem ersten Schritt erhielten alle Schulen ein einmaliges Sofort-Budget, mit dem sie Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts mit externen Partnern umsetzen können. In der zweiten Phase (nach den Herbstferien), werden den Schulen Budgets nach ihrem Bedarf jeweils für ein Schulhalbjahr zugeordnet; eine wesentliche Grundlage dafür sind die Ergebnisse der Lernstandserhebungen.

Zusätzliche schulische Angebote zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage des erhobenen Lernstands sollen in allen Jahrgangsstufen der Primar- und Sekundarstufe I sowie in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe organisiert werden. Der Fokus wird dabei auf den Kernfächern und Kernkompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzbereiche liegen.
> Aufholen nach Corona

Sport- und Musikunterricht

Sportunterricht
Die Pandemie hat bei nicht wenigen Kindern und Jugendlichen zu einem erheblichen Bewegungsmangel geführt, da auf allen Ebenen Einschränkungen für die sportliche Betätigung galten. Dem Sportunterricht kommt im neuen Schuljahr daher eine wichtige Bedeutung zu. Der Sportunterricht wird nach Wochenstundentafel der jeweiligen Schulstufe und Schulform gemäß Rahmenlehrplan erteilt. In den jeweiligen Bewegungsfeldern soll darauf geachtet werden, dass die Hygienestandards Beachtung finden.

Im Schulschwimmunterricht sind die Abläufe in den Umkleideräumen so zu organisieren, dass die Aufenthalte nur kurz sind. Bei einem notwendigen Schülerverkehr zum Schulschwimmunterricht ist eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) oder eine medizinische Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen.

Die schulsportlichen Wettbewerbe „Jugend trainiert“ können bis auf weiteres durchgeführt werden.

Musikunterricht
Singen (inkl. Chorgesang) und das Spielen von Blasinstrumenten im Unterricht ist unter Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern und bei guter Belüftung möglich (§ 24 Abs. 7 Zweite SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung). 

Leistungsbewertung, Berufsorientierung und Eltern-Informationen

Leistungsbewertung
Mit den Veränderungen der Verwaltungsvorschriften Leistungsbewertung ist das Ziel verbunden, die Unterrichtszeit zum Aufholen von Lernrückständen effektiv zu nutzen und auch die Lehrkräfte (vom Korrekturaufwand) zu entlasten.
> Änderung VV-Leistungsbewertung (24.7.21)

Für die Zeit bis zu den Weihnachtsferien entscheidet die Schule nach pädagogischen Kriterien darüber, ob auf die Leistungsbewertung – insbesondere in der Primarstufe (Klassen 1 bis 6) und der Sekundarstufe 1 (Klassen 7 bis 10) – bei den Lerngruppen verzichtet wird, bei denen Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht fernbleiben. Notwendige Klausuren und Leistungsbewertungen in der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 bis 13) sind durchzuführen, um die Bewertung des Kurshalbjahres sicherzustellen, sodass den Schülerinnen und Schülern durch nicht vorhandene Bewertungsanlässe kein Nachteil bei der Zulassung zu den Abiturprüfungen entsteht.

Die Zeit bis zu den Weihnachtsferien soll – aufgrund der Möglichkeit zum Fernbleiben vom Präsenzunterricht in bestimmten Jahrgangsstufen und der damit verbundenen heterogenen Anwesenheit der Schülerinnen und Schüler – in den Klassen vorwiegend zum Üben und Wiederholen sowie zum Aufholen von Lernrückständen und zur Festigung von Lernstoff genutzt werden. Während des Fernbleibens vom Präsenzunterricht von Schülerinnen und Schülern bearbeitete Aufgaben können von den Lehrkräften kommentiert werden, sie werden aber nicht bewertet.

Maßnahmen der beruflichen Orientierung
Die Maßnahmen der beruflichen Orientierung können weiter durchgeführt werden, beispielsweise Potenzialanalyse, Praxislernen und INISEK-Projekte. Sofern möglich kann dabei auf digitale Formate zurückgegriffen werden. Dazu sind Absprachen zu treffen mit der für die Maßnahme verantwortlichen Stelle (z. B. Projektstelle Potenzialanalyse, Koordinierungsstelle Praxislernen, INISEK-Regionalpartner) sowie den außerschulischen Kooperationspartnern (z. B. Betriebe).

Die Dauer der Schülerbetriebspraktika (gemäß Nr. 16 der Verwaltungsvorschriften zur Umsetzung der Berufs- und Studienorientierung) kann auf eine Woche verkürzt werden.  Diese Regelung haben bis zum 31. Juli 2022 Bestand:

  • Im Schuljahr 2020/2021 ausgefallene bzw. abgesagte Schülerbetriebspraktika können im Schuljahr 2021/22 nachgeholt werden, sofern diese gemäß Nr. 16 Absatz 1 VV BStO obligatorisch durchzuführen waren. Dies betrifft Praktika, die im Schuljahr 2020/21 in Jahrgangsstufe 9 absolviert werden sollten.
  • Im Schuljahr 2020/2021 ausgefallene bzw. abgesagte Schülerbetriebspraktika können im Schuljahr 2021/2022 nicht nachgeholt werden, sofern diese gemäß Nr. 16 Absatz 1 VV BStO fakultativ durchführbar waren. Dies betrifft Praktika, die im Schuljahr 2020/2021 in Jahrgangsstufe 10 absolviert werden sollten.

> Infoschreiben Berufsorientierung 28.7.21

Bei der Durchführung von Präsenzmaßnahmen sind die jeweils geltenden Regelungen der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg sowie die Abstands- und Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Aussetzen der Ausweitung bildungspolitischer Vorhaben
Im Schuljahr 2021/2022 wird die Ausweitung des bildungspolitischen Vorhabens Schulen für gemeinsames Lernen ausgesetzt.

Begleitung durch die Schulaufsicht
Die Schulrätinnen und Schulräte unterstützen die Schulleitungen in bewährter Weise durch Dienstberatungen und Gelegenheiten zur kollegialen Beratung. Hierbei sollen – sofern möglich – vorrangig digitale Formate genutzt werden.

  • Sicherung einer angemessenen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf im Rahmen der personellen und organisatorischen Möglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung der in den Schuljahren 2021/22 und 2022/23 zusätzlich zur Verfügung stehenden Instrumente;
  • Controlling des Verfahrens zur Ermittlung der individuellen Lernausgangslage der Schülerinnen und Schülern unter besonderer Berücksichtigung der damit fallweise zusätzlich zuzuweisenden Ressourcen für das Aufholen von Lernrückständen; 
  • Passung der Planungen für Distanzunterricht und des einzelfallweisen Einsatzes der Lehrkräfte im HomeOffice und den Präsenzunterricht einschließlich der Qualifizierung des darauf bezogenen Einsatzes von digitalen Medien. 

Information der Eltern
Die Elternarbeit ist von besonderer Bedeutung, um insbesondere Sorgen um die eigene und die Gesundheit der Kinder vorzubeugen und schnell und nach Lage des Einzelfalls angemessen auf die Eltern eingehen zu können. Durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Eltern kann das Vertrauen in die Schule als Institution, der das Wohl jedes einzelnen Kindes ein selbstverständliches Anliegen ist, erhalten und gestärkt werden.

Kindeswohl
Weil die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie das Familienleben im Schuljahr 2020/2021 ungewöhnlich belastet haben kann, sind alle Lehrkräfte aufgefordert, besonders sensibel auf Anzeichen zu achten, die darauf hindeuten, dass es im Sinne des Kindeswohls angezeigt ist, auf die Eltern zuzugehen und sich nach Lage des Einzelfalls mit dem Jugendamt zu beraten.

Schulen in freier Trägerschaft
Zur Ausgestaltung des Schulbetriebs steht es den Schulen in freier Trägerschaft frei, eigene Konzepte zu entwickeln.

Schulische Veranstaltungen, Schulfahrten, Elternabende

Im Schuljahr 2021/2022 können durchgeführt werden:

schulische Veranstaltungen und Veranstaltungen im Zusammenhang mit schulischen Wettbewerben sowie sonstige schulische Veranstaltungen, insbesondere die durch Rechtsvorschriften vorgesehenen Prüfungen und schulischen Testverfahren und notwendigen Gesprächen im Zusammenhang mit der Aufnahme in die Schule; 

Schulfahrten, außerschulische Lernorte

  • mehrtägige Schulfahrten können – im Konsens mit den Eltern und Erziehungsberechtigten – sowie unter Berücksichtigung der jeweils aktuell geltenden landesrechtlichen Regelungen und der Hygieneregelungen und der Unvorhersehbarkeit des Infektionsgeschehens im Schuljahr 2021/2022 geplant und durchgeführt werden; im Falle einer Stornierung können die Aufwendungen nicht vom Land übernommen werden.
  • außerschulische Lernorte sollen als Angebote des curricularen Lernens am anderen Ort (z.B. Museen, Bibliotheken, Gedenkstätten, Waldschulen) bei strikter Einhaltung der jeweils aktuell geltenden landesrechtlichen Regelungen und der jeweiligen Hygieneregeln genutzt werden.

Elternabende und Beratungen schulischer Gremien am Ort Schule
Hierbei handelt es sich ebenfalls um Veranstaltungen im Rahmen des schulischen Regelbetriebs, und zwar unabhängig davon, ob sie unter der Woche oder am Wochenende stattfinden. Es gilt die Pflicht zum Nachweis eines Tests mit negativem Ergebnis, sofern kein Impf- oder Genesenennachweis geführt wird. Erziehungsberechtigte/Eltern, die zu einem Elternabend die Schule/das Schulgelände betreten wollen, dürfen dies nur, sofern sie die 3G-Regel erfüllen, d.h., entweder tagesaktuell getestet sind und darüber eine Bescheinigung und ihren Personalausweis/Führerschein vorlegen oder vollständig geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind.

Zu beachten ist weiterhin, dass ärztliche Atteste, mit denen bescheinigt wird, dass ein (Selbst-)Test aus medizinischen Gründen nicht möglich bzw. durchführbar sei, keine Ausnahmen begründen. Das Schulgelände kann dann nicht betreten werden.

Für Einschränkung des Regelbetriebs gerüstet sein

Trotz aller Vorsorge kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens phasenweise zu Einschränkungen des Regelbetriebs an Schulen zwingt. Die Schulen schreiben – auf der Grundlage der im zurückliegenden Schuljahr gesammelten Erfahrungen mit dem Wechselmodell und dem Distanzunterricht – ihre Konzepte für Schule und Unterricht für alle Jahrgangsstufen fort. Diese Konzepte kämen zum Tragen, wenn aufgrund des Infektionsgeschehens vor Ort, in der Region oder landesweit der Präsenzbetrieb zeitweilig eingeschränkt werden müsste. Über notwendige Änderungen im schulischen Ablauf sind Schülerinnen und Schüler, Eltern, Ausbildungsbetriebe und Schulträger jeweils umfassend und rechtzeitig zu informieren.

Quarantäneregelungen in Schulen und Horten

Im Interesse eines möglichst verlässlichen Schulunterrichts in Präsenz und zur Gewährleistung einer (Hort-)Betreuung der Kinder in den Kinderbetreuungseinrichtungen hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder einen einheitlichen Rahmen für Quarantäneregelungen in Schulen und Kitas beschlossen.

Auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes wird eine Quarantäne (häusliche Absonderung) dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich mit SARS-CoV-2 angesteckt hat und dadurch zu einer Verbreitung des Krankheitserregers beitragen könnte. Die Beurteilung und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt dem zuständigen Gesundheitsamt.

Gemäß der Zweiten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 14. Januar 2022 soll das zuständige Gesundheitsamt im Infektionsfall an der Schule bei der Anordnung von Absonderungsmaßnahmen folgende Maßgaben berücksichtigen:

  • Die Anordnung einer Absonderung von Kontaktpersonen wird auf möglichst wenige Personen beschränkt; sie wird insbesondere auf die Schülerinnen und Schüler eingegrenzt, die engen Kontakt zur infizierten Person hatten und keine medizinische Maske getragen haben.
  • Bei asymptomatischen engen Kontaktpersonen endet die Absonderung frühestens nach fünf Tagen mit dem Vorliegen eines Testnachweises.
  • Gegenüber geimpften Personen nach § 2 Nummer 2 und genesenen Personen nach § 2 Nummer 4 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung werden keine Absonderungsmaßnahmen angeordnet. Dies gilt gleichermaßen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte.

Die Schulen flankieren das Quarantänemanagement der Gesundheitsämter. Die vierte Welle der Corona-Pandemie führt zu zahlreichen Quarantäneanordnungen sowohl gegenüber Schülerinnen und Schülern als auch gegenüber Bediensteten in den Schulen. Den Schülerinnen und Schüler soll dabei auch in Anbetracht des weiterhin geltenden Präsenzunterrichts Lernangebote gegeben werden.

Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne begeben müssen

  • Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne begeben müssen, werden von der Schule mit Lernaufgaben versorgt.
  • Im Falle von Berufsschülerinnen und Berufsschülern sind die Ausbildungsbetriebe zu informieren und die Fehlzeiten zu dokumentieren; der versäumte Unterricht wird – aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne – auf dem Zeugnis als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
  • Bei den anderen Schülerinnen und Schülern werden die Fehlzeiten dokumentiert; der versäumte Unterricht wird - aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne auf dem Zeugnis - als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
Impfangebote für Kinder und Jugendliche

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich als unabhängiges wissenschaftliches Gremium nach sorgfältiger Prüfung von über 10 Millionen durchgeführten Impfungen grundsätzlich für die Impfung von Kindern und Jugendlichen ausgesprochen. Damit können auch 12- bis 17-Jährige ohne Vorerkrankung gegen COVID-19 geimpft werden. Gesundheits- und Bildungsministerium werben gemeinsam dafür, die vielfältigen Impfangebote im Land wahrzunehmen: Jede Impfung ist ein Schritt in Richtung Normalität im Schulalltag und hilft, belastende Maßnahmen wie Quarantäne oder Schulschließungen zu verhindern.
> Impfempfehlung der Stiko (19.8.21)



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