Schule und Unterricht

Im Schuljahr 2021/22 sind alle Schulen im Regelbetrieb mit vollem Präsenzunterricht gestartet, es gilt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht (§ 41 Brandenburgisches Schulgesetz).

  • Der Unterricht erfolgt auf Grundlage der Stundentafel bzw. auf der Grundlage des Kurssystems in der gymnasialen Oberstufe. Damit wird die Wissens- und Kompetenzvermittlung in allen Fächern, Lernbereichen und Lernfeldern gesichert.
  • Der im Rahmen der Kontingentstundentafel ausgewiesene Schwerpunktunterricht soll vorwiegend für die Kernfächer genutzt werden, um das Aufholen von Lernrückständen zu unterstützen.
  • Zu den auf der Grundlage der erhobenen Lernausgangslagen dabei identifizierten Lernrückständen können individuelle Lernpläne (weiter) entwickelt und angeboten werden. Die Schulen informieren die Eltern zeitnah über die Ergebnisse der Lernausgangslage. 

In den ersten Wochen des neuen Schuljahres ist ein behutsames Heranführen an den Unterricht mit der ganzen Klasse angeraten. Den Schülerinnen und Schülern sollte in den ersten Schulwochen vermehrt Gelegenheit gegeben werden, die Schule als Ort der Begegnung und des sozialen Lernens zu erleben. Besonderer Wert sollte beim sozialen Lernen auf die Weiterentwicklung der sozialen Kompetenzen gelegt und den Schülerinnen und Schülern ein Zugang zu kind- und jugendgerechten Erlebnissen, zur Interaktion und Diskussion sowie zur Kommunikation und für Emotionen ermöglicht werden.

Der Regelbetrieb an den Schulen ist möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das zeigen wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Virus. Diese Bedingungen sind von besonderer Bedeutung dafür, dass die Erfolge bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens nicht aufs Spiel gesetzt werden. Daher gelten für alle Schulen im Land Brandenburg auch im neuen Schuljahr folgende Maßgaben:

Maskenpflicht im Schulgebäude

Alle Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7, Lehrkräfte und das weitere Personal an Schulen müssen im Schulgebäude eine medizinische Maske tragen. Die Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter (Jahrgangsstufen 1 bis 6) sind von der Maskenpflicht befreit.

Schülerinnen und Schüler, die ihre medizinische Maske vergessen haben oder ihre mitgebrachte nicht mehr nutzen können, soll nach Maßgabe verfügbarer Mittel eine aus dem Schulsozialfonds finanzierte medizinische Maske ausgegeben werden, soweit anderweitig kein Ersatz geschaffen werden kann.

Ausnahmen von der Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske gelten für alle Schülerinnen und Schülerinnen

  • im Außenbereich der Schule,
  • während des Sportunterrichts,
  • beim Singen und Spielen von Blasinstrumenten im Musikunterricht, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Schüler/innen eingehalten wird,
  • während des Stoßlüftens der Unterrichtsräume, in denen die medizinische Maske im Interesse regelmäßiger Tragepausen zur Erholung auch tatsächlich abgenommen werden sollte,
  • bei Klausuren mit einer Dauer ab 240 Minuten, wenn der Mindestabstand (1,5 Meter) eingehalten wird.   

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf kann die Schule aus pädagogischen Gründen eine weitergehende Befreiung von der Tragepflicht zulassen.

Ausnahmen gelten zudem:

  • für Kinder unter 14 Jahren, sofern sie aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können und die stattdessen eine Allgemeinmaske (Mund-Nasen-Schutz) zu tragen haben; die Feststellung, ob die Voraussetzungen im Einzelfall vorliegen, treffen die Erziehungsberechtigten;
  • für Gehörlose und schwerhörige sowie Menschen mit einer auditiven Wahrnehmungsstörung, die sie begleitenden bzw. mit ihnen kommunizierenden Personen; hierzu zählen auch regelmäßig Menschen mit auditiven Verarbeitungs- bzw. Wahrnehmungsstörungen, da diese in gleichem Maße wie Gehörlose und schwerhörige Menschen durch die Tragepflicht unverhältnismäßig in ihrer allgemeinen Lebensführung beeinträchtigt werden können (vgl. Abschnitt II. Nr. 1 Allgemeine Begründung der Zweiten SARS-CoV-2-Umgangsverordnung).

Verweigern Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 7 das Tragens einer medizinischen Maske bzw. einer Mund-Nasen-Bedeckung im Innenraum der Schule dürfen sie die Schule nicht betreten. Nehmen Schülerinnen und Schüler nicht am Unterricht teil, weil sie gar nicht zur Schule kommen, weil das Tragen einer medizinischen Maske im Innenraum der Schule verweigert wird, verstoßen sie gegen ihre Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht nach § 44 Abs. 3 Brandenburgisches Schulgesetz. Dies ist als unentschuldigtes Fehlen zu werten.

Bei Berufsschülerinnen und Berufsschülern sind zudem die Ausbildungsbetriebe zu informieren. Der versäumte Präsenzunterricht wird auf dem Zeugnis als unentschuldigtes Fehlen vermerkt.

Testpflicht zum Betreten der Schule

Seit 19. April 2021 gilt die Testpflicht: Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal müssen an zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche eine Bescheinigung über ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen, sonst dürfen sie die Schule nicht betreten. Die Testpflicht gilt auch im neuen Schuljahr. Vollständig geimpfte oder genesene Personen sind Getesteten gleichgestellt. Aus dem Rettungsschirm des Landes werden ausreichende Testkits für die verpflichtenden Tests an den Schulen beschafft und bereitgestellt. Das gilt auch für die Hortkinder.
> Testkonzept Schule (9.8.2021)
> Video: Gebrauchsanleitung für den Schnelltest

Verweigern Schülerinnen und Schüler den Testnachweis und nehmen nicht am Unterricht teil, weil sie gar nicht zur Schule kommen, weil sie den Testnachweis nicht erbringen bzw. sich nicht ausnahmsweise selbst testen wollen, verstoßen sie gegen ihre Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht nach § 44 Abs. 3 Brandenburgisches Schulgesetz.  Sie dürfen die Schule nicht betreten, eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist nicht möglich. Sie werden mit Lernaufgaben für zu Hause versorgt. Dies ist als unentschuldigtes Fehlen zu werten.

Testkonzept Schule in den Herbstferien
Das Testkonzept Schule wird auch in den beiden Herbstferienwochen weitergeführt, damit sich die Schülerinnen und Schüler auch in der Zeit vom 11. Oktober bis 23. Oktober 2021 zweimal in der Woche testen können. Durch das in den beiden Herbstferienwochen fortgesetzte regelmäßige Testen soll gewährleistet werden, dass Infektionen in der Ferienzeit frühzeitig erkannt und am 25. Oktober 2021 alle Schülerinnen und Schüler die Schule gesund, weil regelmäßig getestet wieder besuchen. 

Die Schulleitungen händigen den Schülerinnen und Schülern rechtzeitig vor Beginn der Herbstferien jeweils vier Selbsttests aus dem Bestand der Schule aus. Die Schulen werden in der 39. und 40. KW mit mehr als 5 Millionen Tests beliefert, sodass rechtzeitig vor dem letzten Schultag vor den Herbstferien (8. Oktober 2021) die Vorräte aufgefüllt sind.     

Lüften, Lüften, Lüften – Hygieneplan – Infektionsschutz

Das Umweltbundesamt sagt: Die regelmäßige Lüftung über die Fenster ist die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung der Virenmengen in der Luft sowie zur Aufrechterhaltung einer gesunden Raumluft ist. Jeder Unterrichtsraum soll mehrmals täglich gelüftet werden, mindestens in jeder Pause zwischen 3 bis 10 Minuten. Nur in gut zu lüftenden Räumen soll Unterricht stattfinden.

> Umweltbundesamt: Fensterlüftung wirksamster Weg zu virenarmer Luft
> Umweltbundesamt: Lüftung, Lüftungsanlagen und mobile Luftreiniger an Schulen

Der Hygieneplan der Schule wurde zuletzt im Zusammenhang mit der aktualisierten Ergänzung vom 10. März 2021 den aktuellen Erfordernissen angepasst. Diese Fassung wird demnächst aktualisiert.
> Rahmenhygieneplan Schulen (10.3.21)

Weiterhin gilt: Die einfachsten und effektivsten Schutzmaßnahmen gegen eine Corona-Infektion liegen im Verantwortungsbereich jeder und jedes einzelnen:

  • auf korrekte Hust- und Niesetikette achten (ins Taschentuch oder in die Armbeuge),
  • regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen,
  • Berühren von Augen, Nase und Mund vermeiden,
  • Ausleih- und Tauschverbot von Gegenständen mit anderen Personen sowie
  • Räume regelmäßig ausgiebig lüften.

Infektionsschutz
Bei der Organisation des Präsenzunterrichts und der pädagogischen Angebote ist zu beachten:

  • Bei Covid19-typischen Krankheitszeichen müssen betroffene Personen der Schule gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 2 Zweite SARS-CoV-2-Umgangsverordnung fernbleiben: trockener Husten, Fieber, Atembeschwerden, zeitweiser Verlust von Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen; Beschäftigte weisen eine Erkrankung durch ärztliches Attest nach, Schüler/innen sind zu entschuldigen. 
  • Personen, die mit nachweislich an COVID-19 Erkrankten in einem Hausstand leben oder deren Haushaltsangehörige Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen, dürfen die Schule nicht betreten.
  • Das Nähere dazu ist im Hygieneplan der Schule zu dokumentieren, in der Alltagspraxis zu beachten und in geeigneter Weise regelmäßig ins Bewusstsein der an Schule Beteiligten zu rufen. 
  • Die Organisation des Unterrichts und des Personaleinsatzes soll dem Grundsatz folgen, dass nur so viele Lehrkräfte wie nötig in einer Klasse/Lerngruppe unterrichten, aber auch nicht weniger, als aus Gründen der Fachlichkeit des Unterrichts erforderlich sind.

Schülerinnen und Schüler, die sich bei der Reiserückkehr in Quarantäne begeben müssen

  • Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Einreise aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben müssen, werden von der Schule mit Lernaufgaben versorgt.
  • Im Falle von Berufsschülerinnen und Berufsschülern sind die Ausbildungsbetriebe zu informieren und die Fehlzeiten zu dokumentieren; der versäumte Unterricht wird – aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne – auf dem Zeugnis als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
  • Bei den anderen Schülerinnen und Schülern werden die Fehlzeiten dokumentiert; der versäumte Unterricht wird - aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne auf dem Zeugnis - als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
Aufholen von Lernrückständen

Die geplanten Maßnahmen des Aktionsprogramms von Bund und Ländern „Aufholen nach Corona“ sind breit gefächert sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler erreichen. Dabei geht es um:

  • ergänzende Lernangebote,
  • individuelle Lernbegleitung,
  • außerschulische Förderangebote,
  • Angebote der Schulsozialarbeit,
  • Bewegungsangebote und Schwimmkurse,
  • zusätzliche Ferien- und Freizeitmöglichkeiten sowie
  • Freiwilligendienste.

Die Lern- und soziale Kompetenzförderung durch zusätzliche außerschulische Angebote soll zum Beginn des Schuljahres einsetzen. In einem ersten Schritt erhalten alle Schulen ein einmaliges Sofort-Budget, mit dem sie Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts zu Beginn des Schuljahres mit externen Partnern umsetzen können. In der zweiten Phase, die nach den Herbstferien beginnt, ist geplant, den Schulen Budgets nach ihrem Bedarf jeweils für ein Schulhalbjahr zuzuordnen; eine wesentliche Grundlage dafür sind die Ergebnisse der Lernstandserhebungen.

Zusätzliche schulische Angebote zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage des erhobenen Lernstands sollen in allen Jahrgangsstufen der Primar- und Sekundarstufe I sowie in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe organisiert werden. Der Fokus wird dabei auf den Kernfächern und Kernkompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzbereiche liegen. Diese zusätzlichen Lerngelegenheiten sollen – unter Berücksichtigung des erforderlichen Vorlaufs für die Fachkräftegewinnung durch die staatlichen Schulämter – spätestens nach den Herbstferien 2021 einsetzen.

Sport- und Musikunterricht

Sportunterricht
Die Pandemie hat bei nicht wenigen Kindern und Jugendlichen zu einem erheblichen Bewegungsmangel geführt, da auf allen Ebenen Einschränkungen für die sportliche Betätigung galten. Dem Sportunterricht kommt im neuen Schuljahr daher eine wichtige Bedeutung zu. Der Sportunterricht wird nach Wochenstundentafel der jeweiligen Schulstufe und Schulform gemäß Rahmenlehrplan erteilt. In den jeweiligen Bewegungsfeldern soll darauf geachtet werden, dass die Hygienestandards Beachtung finden.

Im Schulschwimmunterricht sind die Abläufe in den Umkleideräumen so zu organisieren, dass die Aufenthalte nur kurz sind. Bei einem notwendigen Schülerverkehr zum Schulschwimmunterricht ist eine medizinische Maske zu tragen.

Die schulsportlichen Wettbewerbe „Jugend trainiert“ können bis auf weiteres durchgeführt werden.

Musikunterricht
Singen (inkl. Chorgesang) und das Spielen von Blasinstrumenten im Unterricht ist unter Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern und bei guter Belüftung möglich (§ 22 Abs. 7 Zweite SARS-CoV-2-Umgangsverordnung).

Schulische Veranstaltungen und Schulfahrten

Im Schuljahr 2021/2022 können durchgeführt werden:

  • schulische Veranstaltungen und Veranstaltungen im Zusammenhang mit schulischen Wettbewerben sowie sonstige schulische Veranstaltungen, insbesondere die durch Rechtsvorschriften vorgesehenen Prüfungen und schulischen Testverfahren und notwendigen Gesprächen im Zusammenhang mit der Aufnahme in die Schule; 
  • Schulfahrten, außerschulische Lernorte
    • mehrtägige Schulfahrten können – im Konsens mit den Eltern und Erziehungsberechtigten – sowie unter Berücksichtigung der Hygieneregelungen und der Unvorhersehbarkeit des Infektionsgeschehens im Schuljahr 2021/2022 geplant und durchgeführt werden; im Falle einer Stornierung können die Aufwendungen nicht vom Land übernommen werden.
    • außerschulische Lernorte sollen als Angebote des curricularen Lernens am anderen Ort (z.B. Museen, Bibliotheken, Gedenkstätten, Waldschulen) bei strikter Einhaltung der jeweiligen Hygieneregeln genutzt werden.

Elternabende und Beratungen schulischer Gremien
Hierbei handelt es sich ebenfalls um Veranstaltungen im Rahmen des schulischen Regelbetriebs, und zwar unabhängig davon, ob sie unter der Woche oder am Wochenende stattfinden. Es gilt die Pflicht zum Nachweis eines Tests mit negativem Ergebnis, sofern kein Impf- oder Genesenennachweis geführt wird. Erziehungsberechtigte/Eltern, die zu einem Elternabend die Schule/das Schulgelände betreten wollen, dürfen dies nur, sofern sie die 3G-Regel erfüllen, d.h., entweder tagesaktuell getestet sind und darüber eine Bescheinigung und ihren Personalausweis/Führerschein vorlegen oder vollständig geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen sind. Sie können den Nachweis auch über eine Erklärung über einen von ihnen zu Hause durchgeführten Selbsttest auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Testergebnis erbringen (entsprechend dem vom MBJS erstellten Formularvordruck - Anlage zum Testkonzept Schule vom 09.08.2021).

Zu beachten ist weiterhin, dass ärztliche Atteste, mit denen bescheinigt wird, dass ein (Selbst-)Test aus medizinischen Gründen nicht möglich bzw. durchführbar sei, keine Ausnahmen begründen. Das Schulgelände kann dann nicht betreten werden.

Für Einschränkung des Regelbetriebs gerüstet sein

Trotz aller Vorsorge kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens phasenweise zu Einschränkungen des Regelbetriebs an Schulen zwingt. Die Schulen schreiben – auf der Grundlage der im zurückliegenden Schuljahr gesammelten Erfahrungen mit dem Wechselmodell und dem Distanzunterricht – ihre Konzepte für Schule und Unterricht für alle Jahrgangsstufen fort. Diese Konzepte kämen zum Tragen kämen, wenn aufgrund des Infektionsgeschehens vor Ort, in der Region oder landesweit der Präsenzbetrieb zeitweilig eingeschränkt werden müsste. Über notwendige Änderungen im schulischen Ablauf sind Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulträger jeweils umfassend und rechtzeitig zu informieren.
> Kriterien Distanzunterricht 30.7.21

Leistungsbewertung, Berufsorientierung und weitere Informationen

Leistungsbewertung
Im Interesse des behutsamen Einlebens in den regulären Schulbetrieb – auch in Bezug auf die Bewertung von Leistungen und die Leistungsnachweise – sind die Lehrkräfte gebeten, besonderes pädagogisches Augenmaß zu wahren und insbesondere auf Klassenarbeiten und Klausuren in den ersten sechs Wochen des Schuljahres zu verzichten. Mit den Veränderungen der Verwaltungsvorschriften Leistungsbewertung ist das Ziel verbunden, die Unterrichtszeit zum Aufholen von Lernrückständen effektiv zu nutzen und auch die Lehrkräfte (vom Korrekturaufwand) zu entlasten.
> Änderung VV-Leistungsbewertung (24.7.21)

Maßnahmen der beruflichen Orientierung
Die Maßnahmen können im Schuljahr 2021/22 grundsätzlich wieder ohne Einschränkungen durchgeführt werden.
> Berufsorientierung 28.7.21

Aussetzen der Ausweitung bildungspolitischer Vorhaben
Im Schuljahr 2021/2022 wird die Ausweitung des bildungspolitischen Vorhabens Schulen für gemeinsames Lernen ausgesetzt.

Begleitung durch die Schulaufsicht
Die Schulrätinnen und Schulräte unterstützen die Schulleitungen in bewährter Weise durch Dienstberatungen und Gelegenheiten zur kollegialen Beratung.

  • Sicherung einer angemessenen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf im Rahmen der personellen und organisatorischen Möglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung der in den Schuljahren 2021/22 und 2022/23 zusätzlich zur Verfügung stehenden Instrumente;
  • Controlling des Verfahrens zur Ermittlung der individuellen Lernausgangslage der Schülerinnen und Schülern unter besonderer Berücksichtigung der damit fallweise zusätzlich zuzuweisenden Ressourcen für das Aufholen von Lernrückständen; 
  • Passung der Planungen für Distanzunterricht und des einzelfallweisen Einsatzes der Lehrkräfte im HomeOffice und den Präsenzunterricht einschließlich der Qualifizierung des darauf bezogenen Einsatzes von digitalen Medien. 

Information der Eltern
Die Elternarbeit ist von besonderer Bedeutung, um insbesondere Sorgen um die eigene und die Gesundheit der Kinder vorzubeugen und schnell und nach Lage des Einzelfalls angemessen auf die Eltern eingehen zu können. Durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Eltern kann das Vertrauen in die Schule als Institution, der das Wohl jedes einzelnen Kindes ein selbstverständliches Anliegen ist, erhalten und gestärkt werden.

Kindeswohl
Weil die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie das Familienleben im Schuljahr 2020/2021 ungewöhnlich belastet haben kann, sind alle Lehrkräfte aufgefordert, besonders sensibel auf Anzeichen zu achten, die darauf hindeuten, dass es im Sinne des Kindeswohls angezeigt ist, auf die Eltern zuzugehen und sich nach Lage des Einzelfalls mit dem Jugendamt zu beraten.

Schulen in freier Trägerschaft
Zur Ausgestaltung des Schulbetriebs steht es den Schulen in freier Trägerschaft frei, eigene Konzepte zu entwickeln.

Ferien mit Lernangeboten

Auch in den Herbstferien 2021 wird es für Brandenburger Kinder und Jugendliche Ferienbetreuung mit Lernangeboten geben, sie werden vom Bildungs- und Jugendministerium finanziell gefördert. Mit der Förderung von Ferienprogrammen mit Lernangeboten wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass in den letzten Monaten in den Schulen weniger Präsenzunterricht erteilt werden konnte.
> Ferien mit Lernangeboten

Einheitlicher Rahmen für Quarantäneregelungen in Schulen und Horten

Im Interesse eines möglichst verlässlichen Schulunterrichts in Präsenz und zur Gewährleistung einer (Hort-)Betreuung der Kinder in den Kinderbetreuungseinrichtungen hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder am 6. September 2021 einen einheitlichen Rahmen für Quarantäneregelungen in Schulen und Kitas beschlossen.

Die Dritte Umgangsverordnung sieht seit 16. September 2021 folgendes vor: Beim Auftreten eines Infektionsfalls in der Schule soll das zuständige Gesundheitsamt bei der Anordnung von Absonderungsmaßnahmen folgende Maßgaben berücksichtigen:

  • Die Anordnung einer Absonderung von Kontaktpersonen wird auf möglichst wenige Personen beschränkt; sie wird insbesondere auf die Schülerinnen und Schüler eingegrenzt, die engen Kontakt zur infizierten Person hatten.
  • Bei asymptomatischen engen Kontaktpersonen endet die Absonderung frühestens nach fünf Tagen mit dem Vorliegen eines Testnachweises.
  • Gegenüber geimpften und genesenen Personen werden keine Absonderungsmaßnahmen angeordnet.

Grundlage für die Anordnung der Quarantäne ist das Infektionsschutzgesetz. Eine Quarantäne (häusliche Absonderung) wird dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich mit SARS-CoV-2 angesteckt hat und dadurch zu einer Verbreitung des Krankheitserregers beitragen könnte. Die Beurteilung des Ansteckungsrisikos und damit die Anordnung und Aufhebung der Quarantäne obliegt dem zuständigen Gesundheitsamt.

Die Schule flankieren das Quarantänemanagement der Gesundheitsämter dadurch, dass sie die betroffenen Schülerinnen und Schüler mit Materialien und Aufgaben versorgen und mit ihnen Kontakt halten, sodass die Schülerinnen und Schüler dem Fortgang des Präsenzunterrichts zumindest in den Kernfächern bzw. Lernfeldern folgen können.  

Reiserückkehrer aus Risikogebieten - Familien in Quarantäne

  • Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Einreise aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben müssen, werden von der Schule mit Lernaufgaben versorgt.
  • Im Falle von Berufsschülerinnen und Berufsschülern sind die Ausbildungsbetriebe zu informieren und die Fehlzeiten zu dokumentieren; der versäumte Unterricht wird – aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne – auf dem Zeugnis als entschuldigtes Fehlen vermerkt.
  • Bei den anderen Schülerinnen und Schülern werden die Fehlzeiten dokumentiert; der versäumte Unterricht wird - aufgrund der behördlichen Anordnung der Quarantäne auf dem Zeugnis - als entschuldigtes Fehlen vermerkt.

Impfangebote für Kinder und Jugendliche

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich als unabhängiges wissenschaftliches Gremium nach sorgfältiger Prüfung von über 10 Millionen durchgeführten Impfungen am16.8.21 grundsätzlich für die Impfung von Kindern und Jugendlichen ausgesprochen. Damit können jetzt auch 12- bis 17-Jährige ohne Vorerkrankung gegen COVID-19 geimpft werden. Gesundheits- und Bildungsministerium werben gemeinsam dafür, die vielfältigen Impfangebote im Land jetzt wahrzunehmen: Jede Impfung ist ein Schritt in Richtung Normalität im Schulalltag und hilft, belastende Maßnahmen wie Quarantäne oder Schulschließungen zu verhindern. Neben den Arztpraxen wie z.B. Hausarzt-, Kinder- und Jugendarzt- sowie Frauenarztpraxen können Schülerinnen und Schüler regulär in den Impfzentren geimpft werden. Dazu werden weitere Familienimpftage, spezielle Zeitfenster für Schulklassen in den Impfzentren und – nach Bedarf – mobile Impfangebote für Schulen angeboten. Die Kreise und kreisfreien Städte stimmen die Angebote mit den Schulen ab. Alle diese Impfangebote sind freiwillig.

Eine Begleitung der Eltern beim Impfen in der Schule ist nicht erforderlich, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahre:
Die Schülerin oder der Schüler legt einen Impfpass und die Einwilligungserklärung der Sorgeberechtigten vor. Damit keine Zweifel an den Einwilligungserklärungen entstehen, können die Sorgeberechtigten gebeten werden, ihre Namen in Blockbuchstaben unter die Unterschrift zu setzen.

Diese Altersgruppe verfügt in der Regel (noch) nicht über ein Ausweisdokument. Gegenüber der Impfärztin oder dem Impfarzt kann an den Schulen die begleitende Lehrkraft die Schülerin oder den Schüler identifizieren, in diesen Fällen ist eine Begleitung der Eltern nicht erforderlich. Bei von der Schule organisierten („klassenweisen“) Aufsuchen des Impfzentrums muss bei unter 16-jährigen Schülerinnen und Schülern immer eine Lehrkraft dabei sein, um diese Identifikation vornehmen zu können. Sofern die Identifikation der Schülerinnen und Schüler durch die Begleitperson nicht gewährleistet werden kann, ist die Begleitung durch die Sorgeberechtigten erforderlich.

Schülerinnen und Schüler über 16 Jahre:
Die Schülerinnen und Schüler legen den Personalausweises und den Impfpass selbstständig vor. Die Einwilligung zur Impfung kann durch die Schülerin oder den Schüler selbst erfolgen. 

Impfungen am Ort Schule
Die Schulen sind nicht Organisatorinnen der Impfangebote, die auf der Liegenschaft der Schule eröffnet werden. Die Schulen unterstützen die Organisation des Impfangebots auf der Liegenschaft der Schule durch Bereitstellung von entsprechenden Räumlichkeiten, Zugangsmöglichkeiten etc. und stimmen sich dabei mit der die Impfung durchführenden Stelle ab. Wird das Impfangebot während der Unterrichtszeit auf der Liegenschaft der Schule organisiert, sind zeitweilige Beeinträchtigungen des Unterrichtsbetriebs unvermeidlich. Sofern Lehrkräfte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die gemeinsam ein Impfangebot während der Unterrichtszeit besuchen wollen, freiwillig begleiten möchten und die personellen Voraussetzungen in der Schule dies ermöglichen, kann dies durch die Schulleitung gestattet werden.



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