Weiterbildung

Lernen begleitet das ganze Leben. Die ständigen Entwicklungen und Veränderungen, die alle Lebensbereiche berühren, erfordern ein kontinuierliches Lernen im Erwachsenenalter. Dies schließt auch die nachberufliche Lebensphase mit ein.

 Laut Brandenburgs Eindämmungsverordnung gilt: In Weiterbildungseinrichtungen, darunter Volkshochschulen, können Präsenzveranstaltungen nun wieder mit bis zu 15 Teilnehmenden stattfinden. So erhalten wieder mehr Erwachsene die Möglichkeit nicht nur digital, sondern auch vor Ort an Angeboten der allgemeinen, beruflichen, politischen und kulturellen Weiterbildung teilzunehmen. Voraussetzung ist, dass sie symptomfrei sind und vor dem ersten Unterrichtstag ein aktueller Nachweis über einen negativen Test auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus vorgelegt wird. Dies gilt auch für die Lehrkräfte. Bei mehr als drei aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen sind zwei Tests pro Woche vorgesehen. Vollständig Geimpfte sowie Genesene sind negativ Getesteten gleichgestellt. Sie benötigten also keinen aktuellen Test, sollten jedoch ihren Status nachweisen.

Ab einer 7-Tages Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander greift die bundeweite Notbremse.

Präsenzangebote weiter möglich – für negativ Getestete und Geimpfte

In den Weiterbildungseinrichtungen und Volkshochschulen sind – neben digitalen Lernangeboten –wieder mehr Präsenzangebote möglich, mit bis zu 15 Teilnehmenden je Weiterbildungsveranstaltung. In Ausnahmefällen sind auch mehr Teilnehmende zulässig (siehe „Ausnahmeregelungen zur Teilnehmerbegrenzung“). Die Teilnahme am Präsenzunterricht ist an zwei Voraussetzungen geknüpft, die sich aus der Eindämmungsverordnung sowie der beigefügten COVID-19-Schutzmaßnamen-Ausnahmeverordnung des Bundes ergeben:

  • Die Symptomfreiheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Lehrkräfte: Asymptomatisch ist demnach eine Person, bei der aktuell kein typisches Symptom (Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust) oder sonstiger Anhaltspunkt für eine Infektion mit dem Corona Virus vorliegt.
  • Die Vorlage eines aktuellen Nachweises über ein negatives Testergebnis (nach § 2 Nummer 7 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung) auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus zu Beginn des ersten Unterrichtstages. Dies betrifft ebenfalls die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Lehrkräfte.

Auch die Anforderungen an den Testnachweis werden nun bundesweit einheitlich über die o.g. Verordnung vorgegeben. Für den Bereich der Weiterbildungsveranstaltungen kommen im Wesentlichen zwei Varianten eines Testnachweises in Betracht: Dazu gehört der schriftlich oder digital ausgestellte Nachweis eines Testzentrums, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Auch ein Nachweis auf Grundlage eines sog. Selbsttests, der ebenfalls nicht älter als 24 Stunden sein darf, ist möglich. Die Selbsttests müssen gemäß § 2 Nummer 7 lit.a) COVID-19-Schutzmaßnamen-Ausnahmeverordnung „vor Ort unter Aufsicht desjenigen stattfinde[n], der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist“.

In den Innenbereichen der Einrichtungen müssen alle Personen eine medizinische Maske tragen. Die Tragepflicht gilt nicht, wenn die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt.

Durch die Verantwortlichen der Einrichtung ist die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln sicherzustellen, unter anderem der Mindestabstand von 1,5 Metern. Eine Ausnahme vom Mindestabstand ist nur zulässig für Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu beruflichen Zwecken, sofern die Angebote in festen Gruppen wahrgenommen werden.

Notbremse: bei Inzidenz über 100 Wechselunterricht

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 100 je 100.000 Einwohnern, greifen zusätzlich die Regelungen des Bundes-Infektionsschutzgesetzes:

Ab einer festgestellten Inzidenz von „100“ müssen auch Einrichtungen der Erwachsenenbildung – wie Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtungen – in den Wechselunterricht übergehen (Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht). Entsprechend ihrer Struktur und den kleinen Gruppen von max. 5 Teilnehmenden macht dies gesonderte Lösungen erforderlich.

Infektions- und Gesundheitsschutz

Für Weiterbildungsveranstaltungen in Präsenz haben die Veranstalterinnen und Veranstalter auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicherzustellen:

  • die Einhaltung des Abstandsgebots zwischen allen Teilnehmenden (Ausnahme nur für die Weiterbildung zu beruflichen Zwecken in festen Gruppen),
  • die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts der Teilnehmenden,
  • das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske (Ausnahme möglich, wenn die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt, dann möglichst auf die Dauer der Übung begrenzt)
  • das Erfassen von Personendaten in einem Kontaktnachweis zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung. Die Teilnehmenden haben ihre Personendaten vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben. Hier sind Vor- und Familienname, die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sowie Datum und Zeitraum der Anwesenheit der oder des Teilnehmenden aufzunehmen. Der Kontaktnachweis ist für die Dauer von vier Wochen unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften aufzubewahren oder zu speichern und auf Verlangen an das zuständige Gesundheitsamt herauszugeben. Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat die Angaben auf Plausibilität zu kontrollieren.
  • bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen den regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft, insbesondere durch Stoßlüftung über Fenster oder durch den Betrieb raumlufttechnischer Anlagen mit hohem Außenluftanteil; bei einem aus technischen oder technologischen Gründen nicht vermeidbaren Umluftbetrieb raumlufttechnischer Anlagen sollen diese über eine geeignete Filtration zur Abscheidung luftgetragener Viren verfügen.
Ausnahmeregelungen zur Teilnehmerbegrenzung

Die Begrenzung auf 15 Teilnehmende im Präsenzunterricht gilt nicht für

  • die Durchführung und Vorbereitung von Prüfungen sowie die Abnahme von Prüfungsleistungen,
  • Lehrveranstaltungen an Hochschulen, die eine zwingende Präsenz erfordern (insbesondere Laborarbeiten),
  • Lehrveranstaltungen in der beruflichen Ausbildung, die zu einer Berufs- oder Laufbahnbefähigung führen,
  • Veranstaltungen in der beruflichen Fort- und Weiterbildung sowie im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung,
  • die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Einrichtungen und Stellen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, insbesondere der Feuerwehren und anerkannten Hilfsorganisationen.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die räumlichen Gegebenheiten die Wahrung des Mindestabstandes von 1,5 Metern hergeben müssen. Eine Ausnahme vom Mindestabstand ist nur zulässig für Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu beruflichen Zwecken, sofern die Angebote in festen Gruppen wahrgenommen werden.

Veranstaltungen mit mehr als 50 zeitgleich Anwesenden sind jedoch untersagt.

Exkursionen, Gesangsunterricht, Sport und andere Bildungsangebote

Im öffentlichen Raum gelten die Kontaktbeschränkungen gemäß der Eindämmungsverordnung. Damit sind Exkursionen oder andere Bildungsangebote im öffentlichen Raum derzeit in der Praxis nicht möglich, denn neben den Kursleitungen dürften nur Angehörige eines einzigen anderen Haushaltes teilnehmen.

Der Gesangsunterricht und das Spielen von Blasinstrumenten kann nur als Einzelunterricht und nur unter der Voraussetzung erteilt werden, dass die Einhaltung eines Mindestabstands von 2 Metern zwischen der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer und der Lehrkraft gewährleistet ist.

Zur Sportausübung von Erwachsenen informieren Sie sich bitte unter
> Individual- und Vereinssport

Weiterbildungsveranstaltungen in Schulgebäuden

Sofern Weiterbildungsveranstaltungen in Schulen stattfinden, gilt auch hier nach § 17a Eindämmungsverordnung: Ab 19.4. ist der Zutritt zu Schulen nur noch Personen erlaubt, die einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 24 Stunden ist. Ohne einen negativen Test gilt ein Betretungsverbot. Zu Schulen gehören auch deren Außenanlagen, soweit sie für eine ausschließliche Nutzung durch die Schulen bestimmt sind. Die Regelungen gelten entsprechend für Räume von Kindertagesstätten.
> Testkonzept - Teststrategie

Befreit von der Vorlage eines negativen Testergebnisses sind vollständig Geimpfte und Genesene, die einen entsprechenden Nachweis vorlegen und keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts.
> Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19

Für die Impfdokumentation gelten die Dokumentationspflicht und die datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprechend.



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