Geflüchtete Schulkinder

Ukrainische Kinder und Jugendliche können selbstverständlich in Brandenburg die Schule besuchen. Das Schulgesetz sieht ein Recht auf einen Schulbesuch vor.

Recht auf Schulbesuch – auch bei (noch) Ruhen der Schulpflicht

Das Recht auf Schulbesuch besteht für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine auch während des Ruhens der Schulpflicht.

  • Für Personen, die in einer Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde untergebracht sind, ruht die Schulpflicht in den ersten drei Monaten nach Unterbringung in der Aufnahmeeinrichtung. An allen (Erst)aufnahme-Standorten bietet das Bildungsministerium freiwillige Sprachförderkurse schon in den ersten drei Monaten an und es gibt verbindliche Vorbereitungsgruppen sollte der Aufenthalt länger als drei Monate dauern.
  • Nach Verteilung auf oder Zuzug in die Landkreise und kreisfreien Städte ruht die Schulpflicht für einen Zeitraum von sechs Wochen (relevant u.a. bei privater Unterkunft). 
Muttersprachlicher Unterricht oder Online-Unterricht der Ukraine ersetzen nicht die Schulpflicht

Das Erlernen der deutschen Sprache und die Integration in das deutsche Schulsystem hat bei der Aufnahme der ukrainischen Kinder Priorität. Der Online-Unterricht der ukrainischen Seite (nach ukrainischen Vorgaben und/oder mit ukrainischen Lehrwerken) ist dabei als flankierende bzw. additive Maßnahme zu betrachten. Eine Erfüllung der Schulpflicht ist damit nicht möglich. Für die Umsetzung der Schulpflicht ist eine Aufnahme in die Schule notwendig.

Für die ukrainischen Kinder besteht die Möglichkeit, an muttersprachlichen Angeboten teilzunehmen. Bis zum Ende des Schuljahres 2021/2022 können diese pädagogischen Angebote auf 20 Unterrichtsstunden pro Woche erweitert werden. Bei Bedarf, also nach Ablauf des Ruhens der Schulpflicht, kann dieses pädagogische Angebot als Ersatzangebot zeitlich befristet bis zum Ende des Schuljahres für eine Befreiung von der Schulpflicht durch das staatliche Schulamt genutzt werden.

Wenn der Schülerin/dem Schüler die Möglichkeit gegeben wird, am ukrainischen Online-Unterricht teilzunehmen, ist diese Ausnahmeregelung zumindest für eine Übergangszeit (bis zum Ende des laufenden Schuljahres) auch für die Schülerinnen und Schüler, deren Schulpflicht nicht mehr ruht, im Rahmen einer zeitlich befristeten Befreiung von der Pflicht zum Schulbesuch durch das zuständige staatliche Schulamt denkbar.

Vor der Aufnahme in die Schule (allgemeine Grundlagen)

Bei der Zuweisung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in die Bildungsangebote und Jahrgangsstufen sind das Alter, die bisherige Bildungsbiographie und die Sprachkenntnisse in deutscher Sprache zu berücksichtigen. Im Rahmen eines persönlichen Gesprächs zwischen der Schulleitung, den Erziehungsberechtigten und dem Kind/Jugendlichen – das bei Bedarf mit Unterstützung von sprachkundigen Personen stattfindet kann – lässt sich die Schulleitung Zeugnisse bzw. Bildungszertifikate vorlegen und erfragt bei Nichtvorlage derselben die bisher besuchte Jahrgangsstufe, die Sprachkenntnisse und ggf. den erworbenen Schulabschluss. Die Schulleitung entscheidet auf Grundlage des Gesprächs und der Aktenlage über die Zuordnung in den jeweiligen Bildungsgang und die Jahrgangsstufe sowie zusätzliche Bildungsangebote (Vorbereitungsgruppen, Förderkurse, muttersprachliche Angebote, Sprachfeststellungsprüfung).

Für die Zeugnisanerkennung ist die Zeugnisanerkennungsstelle des Landes Brandenburg im Staatlichen Schulamt Cottbus zuständig.
> Zeugnisanerkennungsstelle des Landes Brandenburg

Anmeldung an der Schule – notwendige Unterlagen und Untersuchungen

Eine Anmeldung erfolgt direkt in der Schule in der unmittelbaren Nähe des Wohnortes bzw. in der Schule (bspw. Grundschulen), in deren Schulbezirk die Wohnung liegt.
> Schulsuche: Schulen in Brandenburg

Zur Anmeldung an einer Schule in öffentlicher Trägerschaft dient folgendes Formblatt::
Schulanmeldung (fremdsprachiger) Schülerinnen und Schüler

Soll eine Schule in freier Trägerschaft besucht werden, wird mit dem jeweiligen Träger ein Vertrag geschlossen.

Die Aufnahme an eine Schule erfolgt unter Berücksichtigung der personellen, schulorganisatorischen und sächlichen Kapazitäten. Sollte aus Kapazitätsgründen die Aufnahme der geflüchteten Kinder und Jugendlichen an einer bestimmten Schule nicht möglich sein, kümmert sich das zuständige Schulamt um die Aufnahme in einer anderen Schule der Region. Grundlage für die Aufnahme in die Schule sind:

  • in der Regel Zeugnisse aus dem Herkunftsland,
  • der Nachweis einer schulärztlichen Untersuchung (gemäß § 37 im Vergleich mit § 45 Brandenburgischen Schulgesetz und § 4 Absatz 5 Grundschulverordnung)
  • das Portfolio aus der Aufnahmeeinrichtung, falls vorhanden.

Schulärztliche Untersuchung
Gemäß Brandenburgischem Schulgesetz § 37 Abs. 1 muss vor der Erstaufnahme an einer Schule folgendes berücksichtigt werden: „Vor Beginn der Schulpflicht besteht für alle Kinder die Pflicht, an einer schulärztlichen Untersuchung durch die Gesundheitsämter und zum Beginn des der Einschulung vorhergehenden Schuljahres an einer Sprachstandsfeststellung teilzunehmen. Kinder und junge Menschen, deren erstmaliger Schulbesuch in einer anderen als der ersten Jahrgangsstufe erfolgen soll, sind nur dann verpflichtet, an einer schulärztlichen Untersuchung und einer Sprachstandsfeststellung teilzunehmen, wenn sie noch keine Schule in öffentlicher oder freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland besucht haben.“

Die schulärztliche Untersuchung bezieht sich insbesondere auf den altersgerechten körperlich-motorischen und geistigen Entwicklungsstand des Kindes sowie die Sprachentwicklung und wird von den zuständigen Gesundheitsämtern durchgeführt. Sollte die schulärztliche Untersuchung wegen kapazitärer Überlastung der Gesundheitsämter bzw. einer kurzfristigen Zuweisung von Kindern und Jugendlichen in die Regionen aufgeschoben werden müssen, ist es im Ausnahmefall möglich, die schulärztliche Untersuchung zeitlich angemessen auch nach der vorläufigen Aufnahme in die Schule nachzuholen.

Erstuntersuchung
Ein Nachweis der medizinischen Erstuntersuchung wird empfohlen. Die Erstuntersuchung ist mit der schulärztlichen Untersuchung nicht gleichzusetzen. Die Erstuntersuchung dient dazu, potentielle Infektionskrankheiten zu erkennen und den Impfschutz der Geflüchteten festzustellen. Geflüchtete, die privat untergebracht sind und damit weder über die Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde noch über eine Gemeinschaftsunterkunft verpflichtend medizinisch erstuntersucht werden, empfiehlt das Gesundheitsministerium (MSGIV), sich freiwillig einer Erstuntersuchung zu unterziehen.Die Untersuchung kann in 30 Brandenburger Krankenhäusern durchgeführt werden:
> Erstuntersuchung: teilnehmende Kliniken

Seitens des Bildungsministeriums (MBJS) wird die Erstuntersuchung vor Schulaufnahme dringend empfohlen, jedoch ist vergleichend zur Regelung Masernpflicht zu beachten:
Ein nicht erbrachter Nachweis hat keinen Einfluss auf die Schulpflicht und die Pflicht zum Besuch der Schule. Die Schülerinnen und Schüler haben die Schule auch dann zu besuchen, wenn kein Nachweis gemäß § 20 Absatz 9 des Infektionsschutzgesetzes erbracht wurde.“
> Rundschreiben 2/22 (RS 2/22) – Nachweis gemäß § 20 Absätze 9 und 10 des Infektionsschutzgesetzes über einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern bei Schülerinnen und Schülern vom 24.01.2022 

Im Infektionsschutzgesetz § 19 Abs. 1 ist zudem vorgesehen, dass das Gesundheitsamt bezüglich der Tuberkulose Beratung und Untersuchung anbietet oder diese in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen sicherstellt.

Schulen sind gemäß Infektionsschutzgesetz § 36 Abs. 1 verpflichtet, in Hygieneplänen innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Einhaltung der Infektionshygiene festzulegen. Zu beachten sind hierbei der Rahmenhygieneplan Schule sowie die Verwaltungsvorschriften Schulbetrieb. Schülerinnen und Schüler mit Krankheitssymptomen einer ansteckenden Krankheit dürfen grundsätzlich nicht zum Unterricht erscheinen oder sind von der Schule unverzüglich abzuholen.

In der Schule: Regelklassen – ­ Vorbereitungsgruppen –­ Förderkurse

Die Aufnahme von ukrainischen Kindern und Jugendlichen erfolgt in die Regelklassen. Bei nicht ausreichenden Deutschkenntnissen erhalten die Schülerinnen und Schüler entsprechende Fördermaßnahmen:

  • Vorbereitungsgruppe: Der Unterricht in Vorbereitungsgruppen dient vorwiegend dem intensiven Erlernen der deutschen Sprache, der Alphabetisierung und der Vorbereitung auf die vollständige Teilnahme am Regelunterricht.
  • Förderkurs: Der Unterricht in Förderkursen dient in der Regel der Weiterentwicklung deutscher Sprachkenntnisse. Darüber hinaus kann dieser Unterricht nach entsprechenden Lernfortschritten in der deutschen Sprache auch genutzt werden, um fehlende Kenntnisse in den Unterrichtsfächern auszugleichen.

Die Schulleitungen entscheiden unter Berücksichtigung der personellen und schulorganisatorischen Ressourcen eigenständig über die zeitliche Verankerung der Vorbereitungsgruppe und der Förderkurse in den Tagesablauf der Schule. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es sich ggf. um schulübergreifende Angebote handelt und somit die Gewährleistung des Schülerverkehrs zu berücksichtigen ist.

Kinder und Jugendliche mit besonderen Unterstützungs- und Förderbedarfen

Die ukrainischen Schülerinnen und Schüler mit besonderen Unterstützungs-/Förderbedarfen melden sich zunächst an der regional zuständigen Grundschule, einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule oder einer beruflichen Schule an bzw. wenden sich an einen freien Träger.
> gemäß der Handreichung (Schulpflicht, Aufnahme, Beschulung, Förderung und Integration von fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern)

Prioritär: Schulen im gemeinsamen Unterricht bzw. im gemeinsamen Lernen
Prioritär sollen die ukrainischen Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungs-/Förderbedarfen in den allgemeinbildenden Schulen im gemeinsamen Unterricht bzw. im gemeinsamen Lernen aufgenommen werden. Hierbei wird es sich vorrangig um Schülerinnen und Schüler handeln, bei denen eine Unterstützung im Lernen oder in der emotionalen-sozialen Entwicklung vermutet wird. Wird bereits bei der Anmeldung durch die Schulleitung ein besonderer Unterstützungs-/Förderbedarf vermutet, erfolgen ggf. weitere Abstimmungen mit dem staatlichen Schulamt zur Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen.

Ausnahme: Förderschulen
Ukrainische Schülerinnen und Schüler mit besonderen Unterstützungs-/Förderbedarfen können im Einzelfall im Schuljahr 2021/22 in Abstimmung mit dem zuständigen staatlichen Schulamt an einer Förderschule aufgenommen werden. Die Aufnahme einer Schülerin oder eines Schülers an einer Förderschule erfolgt nach Antrag oder Anhörung der Eltern, unter Berücksichtigung des elterlichen Wunsches, durch ein Schreiben des zuständigen Staatlichen Schulamtes unter der Bedingung, dass sich der vermutete sonderpädagogische Förderbedarf nach Abschluss des unverzüglich einzuleitenden sonderpädagogischen Feststellungsverfahrens bestätigt.

Anhand der im Formblatt zum Beratungsgespräch festgehaltenen Unterstützungsbedarfe begleitet und unterstützt das regional zuständige Staatliche Schulamt die Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen.

Schülerinnen und Schüler mit vermuteten Unterstützungs-/Förderbedarfen insbesondere in den Förderschwerpunkten „Sehen“, „Hören“ und „körperlich-motorische Entwicklung“ können an den folgenden regionalen Standorten aufgenommen werden:

  • Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule, Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Sehen" in Königs Wusterhausen
  • Wilhelm-von-Türk-Schule Schule mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten "Hören" und "Sprache" Potsdam
  • Bauhausschule Grund- und Förderschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt der "körperlich motorischen Entwicklung" in Cottbus

Ukrainische Schülerinnen und Schüler mit vermuteten Unterstützungs-/Förderbedarfen im Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung" sowie Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung können durch das zuständige staatliche Schulamt an einer der Förderschulen in öffentlicher Trägerschaft mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ aufgenommen werden.

Zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler kann der Einsatz ukrainischer Fachkräfte in den Schulen erfolgen.

Aufnahme in die 1. Klasse ­– Stichtag 30. September

Laut Stichtagsregelung werden alle Kinder, die bis zum 30. September das sechste Lebensjahr vollenden, am 1. August desselben Kalenderjahres schulpflichtig (Brandenburgisches Schulgesetzes § 37).  

Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember das sechste Lebensjahr vollenden, könnenauf Antrag der Eltern – ebenfalls von der Schule aufgenommen werden. In begründeten Ausnahmefällen können auch Kinder, die in der Zeit nach dem 31. Dezember, jedoch vor dem 1. August des folgenden Jahres das sechste Lebensjahr vollenden, am 1. August in der Schule aufgenommen werden.

Gemäß § 51 Absatz 2 Brandenburgisches Schulgesetz können schulpflichtige Kinder durch die Schulleiterin oder den Schulleiter auf Antrag der Eltern für ein Schuljahr zurückgestellt werden, wenn zu erwarten ist, dass sie nicht mit Erfolg am Unterricht teilnehmen können. Die Entscheidung erfolgt nach schulärztlicher Untersuchung und Beratung durch die Schule.

Aufnahme in die Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 7 bis 10)

Schülerinnen und Schüler werden in der Regel in einer Klasse (Regelklasse) aufgenommen, der ihrem Alter und ihrer Vorbildung entsprechenden Jahrgangsstufe. Ist die Vorbildung für die Aufnahme in eine dem Alter entsprechende Jahrgangsstufe insbesondere auf Grund einer fehlenden Dokumentation des bisherigen Bildungsverlaufs zweifelhaft, kann die Teilnahme am Unterricht nach Anhörung der Eltern in der nächstniedrigeren Jahrgangsstufe erfolgen, soweit damit nicht ein Übergang in die Primarstufe verbunden ist. Hierbei ist die pädagogische Situation in der aufnehmenden Klasse und der Altersunterschied zu berücksichtigen

Für die Aufnahme in einem Gymnasium und den damit verbundenen Bildungsgang der allgemeinen Hochschulreife ist es notwendig, dass ausreichende Deutsch-Kenntnisse vorhanden sind und zwei Fremdsprachen neben der deutschen Sprache belegt sind. Dabei kann eine Fremdsprache durch die Muttersprache Ukrainisch durch eine Sprachfeststellungsprüfung ersetzt werden.

Aufnahme in die Jahrgangsstufe 10

Eine Aufnahme in Jahrgangsstufe 10 kann nur erfolgen, wenn die Voraussetzungen für einen bereits erworbenen Hauptschulabschluss/eine bereits erworbene Berufsbildungsreife nachgewiesen werden. Der ukrainische Schulabschluss der Jahrgangsstufe 9 ist mit dem Hauptschulabschluss (Berufsbildungsreife) vergleichbar, bedarf aber einer formalen Anerkennung.

Was tun, wenn kein Zeugnis vorliegt
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Eine Zeugnisanerkennung ist notwendig bei:

  • Aufnahme in die Jahrgangsstufe 10
  • Aufnahme in berufliche Bildungsgänge
  • Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe

Bei noch nicht vorhandener Anerkennung aus zeitlichen Gründen ist eine Aufnahme unter Vorbehalt aufgrund der Selbstauskunft nach Anhörung der Eltern möglich. Sofern keine Zeugnisse vorhanden sind (bspw. auf Flucht verloren gegangen), ist zu überprüfen, welche Möglichkeiten für die Betroffenen bestehen, einen Nachweis über die ukrainischen Bildungsbehörden zu erhalten.

Berufsausbildung von Jugendlichen mit ukrainischem Schulabschluss

Üblicherweise erfolgt eine Aufnahme an einer beruflichen Schule/einem Oberstufenzentrum (OSZ), wenn die Vollzeitschulpflicht von zehn Schulbesuchsjahren in Brandenburg erfüllt ist.

Aufgrund des Schulsystems in der Ukraine (erster Schulabschluss nach der Jahrgangsstufe 9) kann eine Aufnahme an einer beruflichen Schule/einem Oberstufenzentrum (OSZ) auch mit dem ersten Schulabschluss der Ukraine (nach 9 Schulbesuchsjahren) erfolgen. Die konkrete Aufnahme an einem Oberstufenzentrum und in einen entsprechenden Bildungsgang ist abhängig von Berufswunsch und der damit verbundenen Berufsausbildung. Voraussetzung für den Besuch der Berufsschule ist der Abschluss eines Ausbildungsvertrages. Eine konkrete Beratung erfolgt am Oberstufenzentrum.
berufliche Schulen /Oberstufenzentren


Aufnahme in die Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 bis 13)

Bei Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe wird zwischen der Aufnahme in die Einführungs- und Qualifikationsphase unterschieden:

Einführungsphase

  • Anerkennung des ukrainischen Schulabschlusses als Fachoberschulreife mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
  • Nachweis hinreichender Deutschkenntnisse, die für die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht des Bildungsganges erforderlich sind, bis zum Ende der Einführungsphase zu erbringen.
  • Belegung von Fremdsprachen
  • Nachweis zur Belegung von zwei Fremdsprachen
  • Nachweis zur Belegung einer Fremdsprache und Ersatz einer Fremdsprache durch Sprachfeststellungsprüfung in der Muttersprache (Ukrainisch), die auf der Grundlage § 9 Absatz 1 der Verordnung über die Eingliederung von fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern in die allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie zum Ruhen der Schulpflicht (Eingliederungs- und Schulpflichtruhensverordnung) am Beginn der Einführungsphase absolviert werden muss
  • Nachweis zur Belegung einer Fremdsprache und Belegung einer neu einsetzenden Fremdsprache in der Einführungsphase und Fortführung bis zum Ende der Qualifikationsphase

Qualifikationsphase

  • Nachweis hinreichender Deutschkenntnisse, die für die erfolgreiche Teilnahme am Unterricht des Bildungsganges erforderlich sind (B1- oder B2-Kenntnisse sollten notwendig sein)
  • Fremdsprachenregelung:
  • Nachweis zur Belegung von zwei Fremdsprachen
  • Nachweis zur Belegung einer Fremdsprache und Ersatz einer Fremdsprache durch Sprachfeststellungsprüfung in der Muttersprache (Ukrainisch), die auf der Grundlage § 9 Absatz 1 der Verordnung über die Eingliederung von fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern in die allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie zum Ruhen der Schulpflicht (Eingliederungs- und Schulpflichtruhensverordnung) am Beginn der Einführungsphase absolviert werden muss
  • Nachweis zur Belegung einer Fremdsprache und Belegung einer neu einsetzenden Fremdsprache in der Einführungsphase und Fortführung bis zum Ende der Qualifikationsphase

> Verordnung über die Eingliederung von fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern in die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie zum Ruhen der Schulpflicht

Zugang zur Schul-Cloud Brandenburg

Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich für den Zugang in die Schul-Cloud Brandenburg zwingend mit einer E-Mailadresse anmelden. Viele Schulen stellen hierfür schulintern E-Mailadressen zur Verfügung. Sollte die Schule keine schulinternen E-Mailadressen bereitstellen können, greifen die ukrainischen Schülerinnen und Schüler auf eine E-Mailadresse ihrer Wahl zurück. Insofern haben ukrainische Schülerinnen und Schüler hier keine anderen Voraussetzungen für den Anmeldeprozess.

Notebooks für Schülerinnen und Schüler

Zur Anschaffung von digitalen Endgeräten für alle Brandenburger Schulen wurden rund 23 Millionen Euro aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes bereitgestellt. Diese Endgeräte dienen der Unterstützung der Schulträger, um einem möglichst hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am digitalen Unterricht zu Hause zu ermöglichen, soweit es hierzu einen besonderen Bedarf aus Sicht der Schulen zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte gibt, die das Erreichen der Unterrichtsziele gefährden. Sie können somit auch an ukrainische Schülerinnen und Schüler verliehen werden.

Die Anzahl der potenziell beschaffbaren Endgeräte durch die Schulträger liegt geschätzt bei 28.500 Geräten. Die Umsetzung erfolgt durch die „Richtlinie des MBJS zur Ausstattung von Schulträgern mit schulgebundenen digitalen mobilen Endgeräten“.

Seit 1. Juni 2022 erhalten ukrainische Geflüchtete zudem Leistungen nach SGB II und SGB XII (Beschluss Bund und Länder).

Teilnahme am Schulessen

Die Schulträger haben im Benehmen mit den Schulen dafür zu sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler der allgemein bildenden Schulen bis zur Jahrgangsstufe 10 und der Ganztagsschulen an den Schultagen, außer an Sonnabenden, an einer warmen Mittagsmahlzeit zu angemessenen Preisen teilnehmen können. Es ist zu sichern, dass die Schülerinnen und Schüler an der Trinkmilchversorgung teilnehmen können (Brandenburgisches Schulgesetz § 113).

Weg zur Schule – Schülerverkehr

Die Regelungen zum Schülerverkehr liegen in Verantwortung des Trägers der Schülerbeförderung, das sind die Landkreise und kreisfreien Städte.

Ferienregelung – anders als in der Ukraine

Für Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in Brandenburg gilt die Umsetzung der Schulpflicht in Brandenburg. Daher gelten auch die Ferienregelungen in Brandenburg und das Schuljahr 2021/2022 endet mit dem letzten Schultag am 6. Juli 2022.


Einstellung ukrainischer Lehrkräfte

Bewerbungen von ukrainischen Lehrkräften oder sonstigem pädagogischen Personal sind ausdrücklich erwünscht. Bei der Einstellung in den Schuldienst ist zu unterscheiden, ob es sich um

  • Lehrkräfte,
  • Lehrkräfte für den muttersprachlichen Unterricht oder
  • sonstiges pädagogisches Personal (u. a. zu geringe deutsche Sprachkenntnisse) handelt.

> Ukrainische Lehrkräfte sind willkommen

Ukrainische Lehrkräfte mit hinreichenden Deutschkenntnissen bewerben sich online unter:
https://afm.brandenburg.de/intelliform/forms/mbjs/mbjs/bov/index,

Folgende Nachweise/Dateien werden benötigt:  

  • Arbeitserlaubnis (oder bis zum Vorliegen des Titels eine Fiktionsbescheinigung)
  • Lebenslauf
  • Masernimpfschutz
  • Personalausweis (Kopie eines amtlichen Identifikationsnachweises)
  • Abschlusszeugnisse (sofern möglich, sonst Glaubhaftmachung der erforderlichen Qualifikation durch Erklärung zur Ausbildung und bisherigen Beschäftigung, soweit möglich gestützt durch (digitale) Dokumente) – eine höhere Eingruppierung als in Entgeltgruppe 10 TV-L setzt einen Nachweis der Qualifikation voraus; eine rückwirkende (korrigierende) Höhergruppierung erfolgt bei späterer Nachweiserbringung).
  • Sprachkenntnisse

Darüber hinaus werden bei der Einstellung noch folgende Nachweise/Erklärungen erforderlich:

  • Erweitertes Führungszeugnis (bei Einstellungen im Vertretungsbudget auch Anforderung von Amts wegen)
  • Selbstauskunftsbogen zu Vorstrafen/anhängige Strafverfahren
  • Belehrung und Erklärung zur Verfassungstreue
  • Erklärung zur Festlegung der Stufenzuordnung (einschlägige/förderliche Vorbeschäftigungszeiten)

Für Lehrkräfte, die an Schulen in freier Trägerschaft eingesetzt werden sollen, sind die o. g. Ausführungen bezüglich der Beantragung bzw. Erteilung von Unterrichtsgenehmigungen ebenfalls zu berücksichtigen.

Bewerbungen als sonstiges pädagogisches Personal erfolgen unmittelbar in den staatlichen Schulämtern. Es werden dieselben Nachweise wie für die Lehrkräfte benötigt. Die Eingruppierung liegt je nach Abschluss in den Entgeltgruppen S 8a TV-L oder S 8b TV-L.
> Staatliche Schulämter - Schulaufsicht


Informationen für Schulen und Schulleitungen
Unterstützung für traumatisierte Kinder und Jugendliche

Ambulante und klinische Psychotherapie
Eine psychotherapeutische Unterstützung erfolgt im Grundsatz durch Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Schulpsychologischen Beratungsstellen
unterstützen durch die Beratung geflüchteter Schülerinnen und Schüler und deren Familien sowie durch die Beratung von Lehrkräften im Umgang mit den geflüchteten Kindern (gemäß der in den Verwaltungsvorschriften Schulpsychologische Beratungsstellen dargestellten Aufgaben).

Eine therapeutische Intervention kann nicht durch die Schulpsychologie, sondern nur durch Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erfolgen.

beratende Unterstützung
> durch (sozial-) pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte

> ggf. durch ukrainische Fachkräfte
sofern ukrainische Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie pädagogische Fachkräfte zur Verfügungen stehen. (Dabei ist die Möglichkeit der eigenen Belastung (eigene Traumatisierung) zu berücksichtigen.)

> durch außerschulische Vereine/Dienste

Das Deutsche Kinderhilfswerk
hat einen Hilfsfond angelegt zur Unterstützung der betroffenen Familien. Zudem können gemeinnützige Träger, Vereine und Initiativen können Unterstützung für Projekte beantragen: für Spiel- und Lernangebote und psychologische Betreuung

Die Albatros gGmbH
bietet psychosoziale Beratung für geflüchtete Menschen/Kinder an: Videokonferenzen sind buchbar, telefonische Hotline, Kontaktpartner mit Mobilnummer

Der Inter Homines e.V.
bietet muttersprachliche psychosoziale Gesundheitsberatung für seelisch belastete und traumatisierte Geflüchtete im Land Brandenburg an, im Einzel- wie Gruppensetting und in verschiedenen Sprachen (aktuell auch ukrainisch)

Das Zentrum ÜBERLEBEN
bietet eine telefonische Beratung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine, mit Beratungsbedarf im Bereich Psychotherapie und soziale Beratung an.

KommMit e.V., Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge in Brandenburg
bietet geflüchteten Menschen mit psychischen Belastungen aufgrund von Verfolgung, Krieg, Vertreibung und Familientrennungen psychologische Beratung, Psychotherapie, psychiatrische Betreuung, psychosoziale Unterstützung und Sozial- und Verfahrensberatung an. Das Psychosoziale Zentrum ist mit eigenen Beratungsstellen in Eberswalde, Bernau, Teltow-Fläming, Elbe-Elster (Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde), Oberspreewald-Lausitz (Lübben, Luckenwalde), Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt, Cottbus und Berlin vertreten.

Leistungsbewertung

Die Leistungsbewertung erfolgt auf der Grundlage der sich aus den Rahmenlehrplänen ergebenden Anforderungen. Dabei ist in den ersten vier Schulhalbjahren nach Aufnahme die individuelle Lernentwicklung bei der Bewertung der Leistungen zu berücksichtigen. Schülerinnen und Schüler, die auf Grund noch nicht ausreichender Kompetenzen in der deutschen Sprache keinen oder einen erschwerten Zugang zu Aufgabenstellungen in den Fächern haben und deshalb nicht das tatsächliche Leistungsvermögen nachweisen können, kann auf Beschluss der Klassenkonferenz ein Nachteilsausgleich jeweils befristet für ein Schulhalbjahr gewährt werden. Ist eine abschließende Leistungsbewertung zum Schulhalbjahr oder zum Schuljahresende aufgrund von fehlenden Deutschkenntnissen in einzelnen Fächern oder insgesamt noch nicht möglich, ist dies auf Beschluss der Klassenkonferenz auf dem Zeugnis unter „Bemerkungen“ einzutragen und auch der erteilte Unterricht auf dem Zeugnis zu bestätigen.

Erst kurz in Regelklasse/Vorbereitungsgruppe – Versetzung in die höhere Jahrgangsstufe

Es gelten die allgemeinen Bestimmungen zur Versetzung (z. B.: § 59 Brandenburgisches Schulgesetz, § 12 GV, §§ 15, 16 Abs. 1, 21 Abs. 4, 26 Abs. 4, 36, 37, 45, 46, 53 und 56 Sek I-V, § 13 GOSTV)

Versetzen und Nichtversetzen, Wiederholen, Zurücktreten und Überspringen sowie die Kurseinstufung sind pädagogisch zu begründende Entscheidungen. Diese Maßnahmen sollen die Lernentwicklung einer Schülerin oder eines Schülers im Zusammenhang mit den Leistungsanforderungen und Zielstellungen der Jahrgangsstufen eines Bildungsgangs sichern. Eine Schülerin oder ein Schüler wird grundsätzlich in die nächsthöhere Jahrgangsstufe versetzt, wenn eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht dieser Jahrgangsstufe zu erwarten ist (Versetzung).

Ist mit der Versetzung der Erwerb eines Abschlusses oder einer Berechtigung verbunden, sind jedoch die Regelungen zum Erwerb des Abschlusses oder der Berechtigung auch für die Versetzung verbindlich. Dies betrifft insbesondere den Erwerb der Berufsbildungsreife durch Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 und den Erwerb der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe am Gymnasium durch Versetzung in die Jahrgangsstufe 11.

Eine Schülerin oder ein Schüler kann gemäß § 16 Sek I-V auf Antrag der Eltern an die Schulleiterin oder den Schulleiter nach der Jahrgangsstufe 9 eine Nachprüfung in einem Fach oder Lernbereich ablegen, um nachträglich versetzt zu werden.

Erst kurz in Regelklasse/Vorbereitungsgruppe – Zeugnis zum Schuljahresende?

Gemäß § 58 Abs. 1 Brandenburgisches Schulgesetz erhalten Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahres und am Ende des Schulhalbjahres oder des entsprechenden Ausbildungsabschnittes ein Zeugnis über die erbrachten Leistungen oder eine entsprechende Bescheinigung über die Schullaufbahn.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten, entsprechend der Bestimmungen in § 58 Abs. 1 Brandenburgisches Schulgesetz i. V. m. Nummer 9 Abs. 1 der VV-Zeugnisse ein Zeugnis zum Ende des Schuljahres., Schülerinnen und Schüler erhalten auch zum Ende eines Schulhalbjahres gemäß Nummer 8 Abs. 1 VV Zeugnisse i. V. m. § 58 Abs. 3 Brandenburgisches Schulgesetz ein Zeugnis, soweit nicht durch die jeweilige Bildungsgangverordnung eine abweichende Bestimmung getroffen oder zugelassen wird.

Ist eine abschließende Leistungsbewertung zum Schulhalbjahr oder zum Schuljahresende trotz Anwendung von §10 Absätze 2 und 4 der Eingliederungs- und Schulpflicht-Ruhensverordnung aufgrund von fehlenden Deutschkenntnissen in einzelnen Fächern oder insgesamt noch nicht möglich, ist dies auf Beschluss der Klassenkonferenz auf dem Zeugnis unter „Bemerkungen“ einzutragen und auch der erteilte Unterricht auf dem Zeugnis zu bestätigen. In den Jahrgangsstufen 3 bis 10 und in den beruflichen Schulen kann die Klassenkonferenz ausgehend von den individuellen Voraussetzungen einer Schülerin oder eines Schülers auch beschließen, dass die zu erteilenden Noten durch schriftliche Informationen zur Lernentwicklung ergänzt werden. Der Beschluss wird nach einem Jahr von der Klassenkonferenz überprüft und kann längstens für eine Übergangszeit von bis zu zwei Schuljahren gefasst werden. Dies gilt nicht für abschlussbezogene Jahrgangsstufen.

Gemäß § 10 Abs. 2 der Eingliederungs- und Schulpflicht-Ruhensverordnung ist ausgehend von dem Zeitpunkt der Aufnahme in eine Schule in den ersten vier Schulhalbjahren und auf Beschluss der Klassenkonferenz bis zu weiteren zwei Schulhalbjahren:

  1. die individuelle Lernentwicklung bei der Bewertung der Leistungen besonders zu berücksichtigen, insbesondere soll der Lernentwicklung bei der Bildung der abschließenden Leistungsbewertung zum Schulhalbjahr oder zum Schuljahresende eine ausschlaggebende Bedeutung zukommen,
  2. auf sprachlich bedingte Erschwernisse des Lernens Rücksicht zu nehmen, insbesondere sollen bei der Aufgabenstellung und Aufgabenformulierung die jeweiligen sprachlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden und
  3. ein Nachteilsausgleich zu gewähren.
Zeugnisanerkennung – was tun, wenn kein Zeugnis vorliegt

Eine Zeugnisanerkennung ist notwendig bei:

  • Aufnahme in die Jahrgangsstufe 10
  • Aufnahme in berufliche Bildungsgänge
  • Aufnahme in die gymnasiale Oberstufe

Bei noch nicht vorhandener Anerkennung aus zeitlichen Gründen ist eine Aufnahme unter Vorbehalt aufgrund der Selbstauskunft nach Anhörung der Eltern möglich. Sofern keine Zeugnisse vorhanden sind (bspw. auf Flucht verloren gegangen), ist zu überprüfen, welche Möglichkeiten für die Betroffenen bestehen, einen Nachweis über die ukrainischen Bildungsbehörden zu erhalten.

ab Sekundarstufe I: Feststellung des Sprachstandes in deutscher Sprache

Im ukrainischen Schulsystem wird ab der 3. Jahrgangsstufe vorrangig Englisch als Fremdsprache, aber auch Deutsch unterrichtet. Für die Feststellung des Sprachstandes ab der Sekundarstufe I (Klassen 7 bis 10) können Diagnoseinstrumente im Rahmen des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz (KMK) genutzt werden.
> Deutsches Sprachdiplom der KMK

Sprachfeststellungsprüfungen können innerhalb der Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 7 bis 10) und zu Beginn der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufe 11) auf Antrag der Eltern durchgeführt werden, wenn geeignete Prüferinnen und Prüfer zur Verfügung stehen. Vor Antragstellung sind die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern über Zweck, Anforderungen und Organisation der Sprachfeststellungsprüfung zu informieren.

Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 7 bis 10)
Für Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I kann das Ergebnis dieser Prüfung die Note sowie die Teilnahme am Unterricht in der ersten, zweiten oder dritten Fremdsprache ersetzen und geht in die Versetzungs- und Abschlussentscheidung ein. Für Englisch als erste Fremdsprache kann das Ergebnis der Sprachfeststellungsprüfung die Note nur auf Antrag der Eltern hin ersetzen, jedoch nicht die Teilnahme am Unterricht.

Gymnasiale Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 bis 13)
Für Schülerinnen und Schüler in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe kann das Ergebnis dieser Prüfung die in der gymnasialen Oberstufe geforderte Belegverpflichtung in einer Fremdsprache erfüllen, wenn im Übrigen eine ausreichende Anzahl von Kursen in die Gesamtqualifikation eingebracht werden kann. Sofern eine Sprachfeststellungsprüfung bereits in der Sekundarstufe I abgelegt wurde, ist bei einer Aufnahme der Schülerin oder des Schülers in die Einführungsphase eine neue Sprachfeststellungsprüfung auf dem jeweiligen Anforderungsniveau der gymnasialen Oberstufe abzulegen

Die Sprachfeststellungsprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Die jeweiligen Prüfungsanforderungen richten sich nach den Fremdsprachenrahmenlehrplänen und berücksichtigen die am Ende der jeweiligen Schulstufe zu erreichenden Kompetenzen des angestrebten Bildungsgangs. Bei der Festsetzung der Prüfungsanforderungen im schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil muss eine Lehrkraft, die über die Lehrbefähigung für eine moderne Fremdsprache in der entsprechenden Schulstufe verfügt, verantwortlich mitwirken, wenn die Prüferin oder der Prüfer nicht selbst über die entsprechende Lehrbefähigung verfügt.

Organisation
Die Zulassung zur Sprachfeststellungsprüfung erfolgt schriftlich durch das jeweils zuständige staatliche Schulamt. Die Schülerin oder der Schüler ist hierbei darauf hinzuweisen, dass die Vorbereitung auf die Prüfung selbstständig erfolgt. Ort und Zeitpunkt der Prüfung werden vom jeweils zuständigen staatlichen Schulamt festgelegt. In Abhängigkeit von der Teilnehmerzahl kann die Prüfung in der jeweiligen Sprache zentral oder dezentral durchgeführt werden. Die staatlichen Schulämter arbeiten bei der Prüfung nach gleichen Maßgaben und bei Bedarf schulamtsübergreifend.

Materialien
Der „Leitfaden Sprachfeststellungprüfung in der Herkunftssprache“ gibt einen Überblick über die einheitlichen Anforderungen, den Aufbau und die Durchführung der Prüfung, Material zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler sowie Formulare im Zusammenhang mit dem Ablauf der Sprachfeststellungsprüfung.
> Leitfaden Sprachfeststellungprüfung in der Herkunftssprache

Neben dem Leitfaden stehen den Schulen auch Musterprüfungssätze inkusive Erwartungshorizonten in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Die Musteraufgaben können gezielt genutzt werden, um die Schülerinnen und Schüler auf die Aufgabenformate und Anforderungen der Prüfung vorzubereiten. (Fachkräfte finden diese auf ZENSOS ­ abrufbar unter Datenaustausch/ Dateien/ Sprachfeststellungsprüfung).

Besonderheit: Versetzung aus Jahrgangsstufe 9 in Jahrgangsstufe 10

Mit der Versetzung von der Jahrgangsstufe 9 in die Jahrgangsstufe 10 wird die Berufsbildungsreife erworben. Daher ist eine Versetzung der fremdsprachigen Schülerinnen und Schüler nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • die Schülerin/der Schüler wird bewertet und die Versetzung ist auf Grundlage der Sek. I-Verordnung möglich
  • die Schülerin/der Schüler legt ein ukrainisches Abschlusszeugnis der Jahrgangsstufe 9 vor (auch auf Grundlage einer Selbstauskunft). Der ukrainische Schulabschluss der Jahrgangsstufe 9 ist mit dem Hauptschulabschluss/der Berufsbildungsreife vergleichbar. Eine Anerkennung durch die Zeugnisanerkennungsstelle ist nur dann notwendig, wenn sich die Schulleitung unsicher ist, ob die Fächerbreite stimmig und die Benotung ausreichend ist

Auf dieser Grundlage ist auch eine Aufnahme in die Jahrgangsstufe 10 möglich.

Rechtliche Regelungen für die Berufsschulpflicht

Für die ukrainischen Schülerinnen und Schüler, die in Brandenburg wohnhaft sind, gelten die allgemeinen Bestimmungen sowie § 5 Abs. 4 und § 11 der Eingliederungs- und Schulpflicht-Ruhensverordnung.
> Eingliederungs- und Schulpflicht-Ruhensverordnung.

Wer in ein Berufsausbildungsverhältnis oder in einen Bildungsgang zur Vertiefung der Allgemeinbildung und Berufsorientierung oder Berufsvorbereitung eintreten will und über keine deutschen Sprachkenntnisse verfügt, kann diese auch in vom für Schule zuständigen Ministerium anerkannten Fördermaßnahmen bei kommunalen oder freien Trägern erwerben. Auf Antrag an das staatliche Schulamt ruht während dieser Zeit die Berufsschulpflicht. Die Teilnahme am Unterricht in einer Pflichtfremdsprache kann in Bildungsgängen, für die diese Fremdsprache ein wesentlicher berufsbezogener Bestandteil ist, nicht durch eine Sprachfeststellungsprüfung ersetzt werden.

Nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht beginnt die Berufsschulpflicht. Die Berufsschulpflicht kann an einer beruflichen Schule, aber auch an einer Förderschule erfüllt werden, jedoch nicht an einer Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“.

Wer vor Vollendung des 21. Lebensjahres ein Berufsausbildungsverhältnis beginnt, ist bis zum Ende des Ausbildungsverhältnisses berufsschulpflichtig. Für Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis dauert die Berufsschulpflicht bis zum Ablauf des Schuljahres, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden. Berufsschulpflichtige, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können durch das staatliche Schulamt von der Berufsschulpflicht befreit werden. Die Berufsschulpflicht endet vor Vollendung des 18. Lebensjahres, wenn eine mindestens einjährige berufliche Förderung abgeschlossen wurde. Wer nach dem Ende der Berufsschulpflicht ein Berufsausbildungsverhältnis beginnt, ist berechtigt, den Bildungsgang gemäß § 15 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe e an einem Oberstufenzentrum zu besuchen, solange das Ausbildungsverhältnis besteht.

Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Umschulungsmaßnahmen gemäß dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung kann für die Dauer der Maßnahme ein Besuch des Bildungsgangs nach Satz 1 ermöglicht werden. Das gilt auch für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung gemäß dem dritten Buch Sozialgesetzbuch, die zu Abschlüssen in nach Landesrecht geregelten Berufen führen. Darüber hinaus kann das für Schule zuständige Ministerium anderweitig gesetzlich bestimmte Maßnahmen insbesondere zur Berufsvorbereitung und Berufsorientierung als Voraussetzung für einen möglichen Schulbesuch zulassen.

Besonderheit: Versetzung aus Jahrgangsstufe 10 in Jahrgangsstufe 11

Eine Versetzung in die Jahrgangsstufe 11 am Gymnasium (Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe) ist nur möglich, wenn die Schülerin oder der Schüler:

  • in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen erreicht hat oder
  • bei ansonsten mindestens ausreichenden Leistungen höchstens eine mangelhafte Leistung aufweist und diese durch eine mindestens befriedigende Leistung ausgleichen kann. Der Ausgleich für eine mangelhafte Leistung in Fächergruppe I muss durch ein anderes Fach dieser Fächergruppe erfolgen.

Für die Versetzung in die Qualifikationsphase ist es daher notwendig, die Schülerin/den Schüler zu bewerten.
> Sekundarstufen I Verordnung § 46, Absatz 2

Besonderheit: Aufnahme in die Einführungsphase/Jahrgangsstufe 11 an Gesamtschule oder Beruflichem Gymnasium

Für die Aufnahme in die Einführungsphase und den damit verbundenen Abschluss der Fachoberschulreife mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (FOR-Q) sind die Regelungen der Sek. I-Verordnung (§ 37 Absatz 4, § 54 Absatz 7, § 57 Absatz 5) anzuwenden. Damit wird deutlich, dass:

  • der Unterricht in FOR-Klassen an Gesamt- und Oberschulen (B- und E-Kurse) und
  • eine abschließende Leistungsbewertung erfolgen muss.

Da aufgrund des zeitlich geringen Umfangs der Beschulung der ukrainischen Schülerinnen und Schüler eine Einstufung in die fachleistungsdifferenzierten Kurse nur schwer möglich ist und war und daher auch eine abschließende Leistungsbewertung nicht möglich, liegt eine Aufnahme in die Jahrgangsstufe 11 im Ermessen der Schulleiterin/des Schulleiters

Nach § 3 Abs. 3 Gymasiale-Oberstufen-Verordnung entscheidet über die Aufnahme die Schulleiterin oder der Schulleiter und kann versagt werden, wenn die zum Erreichen der allgemeinen Hochschulreife notwendigen Fremdsprachenbelegungen nicht angeboten werden können.
> Gymasiale-Oberstufen-Verordnung § 3 Abs. 3


Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen

zum Wintersemester 2022 und zum Sommersemester 2023
Die Kultusministerkonferenz hat am 5.April 2022 einen Beschluss zum Hochschulzugang mit ukrainischen Bildungsnachweisen gefasst, der die Anwendung der bestehenden Beschlüsse der Kultusministerkonferenz für Personen regelt, denen in der Ukraine-Krise der Aufenthalt zum vorübergehenden Schutz nach § 24 Aufenthaltsgesetz gewährt worden ist. Anlass für diesen Beschluss ist, dass im Jahr 2022 in der Ukraine keine regulären staatlichen Prüfungen zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung stattfinden und dass Geflüchtete aus der Ukraine ihr Schuljahr oder Studienjahr nicht regulär abschließen können.

Damit Schülerinnen und Schüler sowie Studierende hierdurch nicht benachteiligt werden, wurde festgelegt, die bestehenden Beschlüsse der Kultusministerkonferenz zum Hochschulzugang auch dann anzuwenden, wenn nicht alle regulär erforderlichen staatlichen Prüfungsleistungen nachgewiesen werden können.
> KMK: Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen – Hochschulzugang

Anwendung des KMK-Beschlusses vom 5. April 2020
Das „Zeugnis über den Erwerb der vollständigen allgemeinen mittleren Bildung“ (Свідоцтво про здобуття повної загальної середньої освіти/Svidoctvo pro zdobuttja povnoji zahal‘noji seredn‘oji osvity), erworben nach elf Schuljahren eröffnet in der Ukraine den Hochschulzugang, wenn weitere Voraussetzungen für die Aufnahme eines Hochschulstudiums erfüllt werden, z.B. die Teilnahme am  Nationalen Multifachtest („Nacional´nyj mul´typredmetnyj test“ der im Jahr 2022 die Teilnahme an der sog. Externen Unabhängigen Bewertung (Зовнішнє незалежне оцінювання/Zovnišnė nezaležne ocinjuvannja) ersetzt.

Für den Hochschulzugang in Deutschland sind diese weiteren Voraussetzungen nicht relevant.

Mit dem „Zeugnis über den Erwerb der vollständigen allgemeinen mittleren Bildung“, erworben nach elf Schuljahren, ist der Hochschulzugang in Deutschland über Studienkolleg/Feststellungsprüfung möglich. Ein direkter Hochschulzugang erfordert den Nachweis von Studienzeiten in der Ukraine.

Somit haben Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, auch wenn sie nicht alle regulär erforderlichen staatlichen Prüfungsleistungen nachweisen können, die Möglichkeit, sich für ein Hochschulstudium in Deutschland zu bewerben. Diese Regelungen gelten für Bildungsnachweise/Abschlüsse, die in der Zeit der Ukraine-Krise im Jahr 2022 erworben werden/würden. Darüber hinaus gelten diese Regelungen auch für Schülerinnen und Schüler, die in der Zeit der Corona-Pandemie, d.h. in den Jahren 2020 und 2021, nicht alle regulär erforderlichen staatlichen Prüfungsleistungen nachweisen können.

Verifizierung ukrainischer Bildungsnachweise

Zur Verifizierung ukrainischer Bildungsnachweise dient in der Ukraine die „Einheitliche staatliche Datenbank für Bildungsangelegenheiten“, kurz: EDEBO („Єдина державна електронна база з питань освіти“, kurz: ЄДЕБО). Die Informationen in EDEBO sind nur in ukrainischer Sprache verfügbar.
> Datenbank EDEBO 

In der Datenbank sind folgende Abschlüsse erfasst:

  • Hochschulabschlüsse (ab 2012 erworben)
  • vorhochschulische Abschlüsse (ab 2020 erworben)
  • berufliche Bildungsabschlüsse (ab 2013 erworben)
  • Schulabschlüsse / berufliche Bildungsabschlüsse / Hochschulabschlüsse (ab 2000 erworben), wenn darauf eine Ausbildung nach 2013 oder ein Studium nach 2012 aufbaute

Abschlüsse militärischer Hochschulen sind nicht erfasst. Die Datenbank steht nur in ukrainischer Sprache zur Verfügung. Informationen zu Inhalt und Recherchemöglichkeiten der Datenbank EDEBO finden Sie im Informationsportal anabin.

Wenn keine Nachweise (ukrainischer Bildungsabschlüssen) vorgelegt werden können,
ist es möglich, über eine Selbstauskunft Information zum schulischen Werdegang des Auskunftssuchenden zu erhalten. Daraus kann dann folglich die entsprechende Information abgeleitet werden, welcher allgemeinbildende Schulabschluss oder Hochschulabschluss erworben wurde.

Nutzung von Räumen außerhalb der Schule

Da die Dynamik der Flüchtlingsbewegung sehr flexibel ist, sind lösungsorientierte Maßnahmen in Abstimmung zwischen Schulen, Schulträgern und staatlichen Schulämtern erforderlich, um die Beschulung und Betreuung geflüchteter Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Dabei sind seitens der Schulträger rechtliche Vorgaben, u.a. der Verwaltungsvorschriften Schulbetrieb zu berücksichtigen. Dazu zählen die Vorgaben zur Raumausstattung – Nachweis von Fläche und Luftraum, Tageslicht und Beleuchtung, Ausstattung, Akustik und Lärmpegel – sowie die Vorgaben zu Raumtemperaturen.
> Verwaltungsvorschriften Schulbetrieb (Ziffer 26 f.)

Grundlegende Voraussetzungen zur Nutzung von Räumen außerhalb der Schule sind die Erfüllung der allgemeinen gesetzlichen und ordnungsbehördlichen Anforderungen, die dem Schutz der Allgemeinheit vor Schäden und Gefahren dienen (z. B. Brandschutz, Versicherungsschutz).

Für Träger freier Schulen ist die Nutzung weiterer Räumlichkeiten genehmigungspflichtig.

Kosten für die Nutzung externer Räumlichkeiten für die Beschulung
(wenn bspw. Vereine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen)
Die Sachkosten gemäß § 110 Brandenburgisches Schulgesetz trägt gemäß § 108 Absatz 4 Brandenburgisches Schulgesetz der Schulträger. Gemäß § 110 Absatz 1 Brandenburgisches Schulgesetz sind Sachkosten die Aufwendungen für die baulichen Maßnahmen zur Errichtung und Instandsetzung von Schulgebäuden, Schulanlagen und gemäß § 99 Abs. 2 Satz 3 notwendigen Wohnheimen und Internaten sowie die laufenden Aufwendungen für den Sachbedarf des Schulbetriebes und des Betriebes eines Wohnheimes oder Internates. Zum Sachbedarf zählen gemäß § 110 Absatz 2 Nummer 1 und 2 Brandenburgisches Schulgesetz insbesondere auch die Aufwendungen für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Gebäude und Anlagen einschließlich der Ausstattung aber auch Mieten und Pachten sowie laufende Leistungen aufgrund von Leasing-Verträgen, wenn sich das Objekt nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Schulträgers befindet.

Informationen auf dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg

Das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg hat auf dem Bildungsserver eine Reihe von Medienangeboten und Materialien zur Verfügung gestellt:
> Ukraine - Informationen für Unterricht und Schule


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